Handbuch der Luftschiffahrt (Zweiter Teil) von Hermann Moedebeck
Hermann Wilhelm Ludwig Moedebeck (1857-1910) war Offizier im deutschen Kaiserreich und zählte zu den Pionieren der militärischen Luftschiffahrt. Im Jahre 1886 verfaßte Hermann Moedebeck den Zweiten Teil seines Buches „Handbuch der Luftschiffahrt mit besonderer Berücksichtigung ihrer militärischen Verwendung“. Darin geht er schwerpunktmäßig auf die „Theoretische und Praktische Aeronautik“ ein, also auf den Stand der damaligen Luftfahrtechnik bzw. Flugzeugtechnik.
Moedebeck wandte sich zusehends auch dem Flugsport zu, zumal er gemeinsam mit Hugo Hergesell den Oberrheinischen Verein für Luftschiffahrt gründete, später Mitbegründer des Deutschen Luftschiffer-Verbandes war und die Gründung der Fédération Aéronautique Internationale forcierte. Der Zweite Teil des Moedebeck’schen Handbuches kann nachstehend als elektronisches Buch (PDF Dokument) kostenlos heruntergeladen werden.
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HANDBUCH DER LUFTSCHIFFAHRT MIT BESONDERER BERÜCKSICHTICHUNG IHRER MILITAIRISCHEN VERWENDUNG Kapitel I. 1. Die Anfertigung des Ballons. Wer zur Construction eines Aörostaten schreiten will, muss sich zunächst einen Ueberblick über die Verhältnisse verschaffen, denen der- selbe ausgesetzt ist. Das Medium, welches den Ballon vollständig ungiebt, ist die Luft, ein Gemisch von 78,492, Stickstoff, 20,627°/, Sauerstoff, 0,041°/, Kohlensäure und ca. 0,84°/, Wasserdampf. Die beiden letzteren Be- standtheile sind dabei in der Menge ihrer Beimischung einem häufigen Wechsel unterworfen. Die Luft unterscheidet sich wesentlich vom Wasser in ihren Eigenschaften. Ihre Molecüle haben, wie die aller Gase, das Bestreben, sich nach allen Richtungen hin auszudehnen; sie stossen sich also gegenseitig ab, während sie bei Flüssigkeiten als neben einander gelagert und sich berührend gedacht werden. Ein Gas lässt sich in Folge dessen stark zusammendrücken und äussert dabei eine be- deutende Elasticitä. Während die Tuft bei 0° C. unter Normaldruck ca. 777 mal dünner als Wasser ist, wollen sie einige Physiker!) unter entsprechendem Druck bis zum Flüssigwerden comprimirt haben. Die die Erdkugel umgebende Atmosphäre wird 12 Meilen in ihrer Höhe taxirt. Ihre Dichte nimmt nach oben hin bekanntlich immer mehr ab. Dagegen ist ihr Druck bei 0° C. in Höhe des Meeresspiegels hierbei beobachtete Genauigkeit, welche sich in der Einführung von Feuchtigkeits-, Breiten- und Schwere-Correctionen kund thut, kann der Aöronaut nicht befolgen. Für ihn genügt die normale Höhenberechnung mit Hinzuziehung der Temperatur-Üorrection. u Für die Berechnung der Baronıeterstände ist hier die von Schreiber!) umgeformte Rühlmann’sche Formel zu Grunde gelegt. Danach ist: Die folgende Tabelle bietet eine Zusammenstellung verschiedener Seehöhen, aus denen durch Interpolation leicht die Zwischenwerthe zu ermitteln sind. Der Gebrauch der Tafel wird aus folgenden Beispiele ersichtlich werden: b, = 50mm = 1784 66, = 586. Nach Tabelle I ist die Höhe für | », — 1059 m b, — 1301,04 „ (demnach h —= 1195,14 „ ferner ist i, + 1, = 23,2° t= 11,6°. 1) Nach Schreiber, Hendhnch der barometrischen Höhenmessungen. Nun ist t= 10 t= 15°. h= 100 m 36,6 54,9 + 100 „ 3,66 5,49 + 9% ,„ 3,294 4,941 + 5 „0,183 0,2745 + 01 ,„ 0,0366 0,0549 + 0,04 „ 0,0014 0,00219 1195,14 „ 43,7750 65,66259. Für 1° C. würde sich daraus eine Differenz folgern von: 65,66 — 43,77 Zr — 4,38 m, mnach ist u= 4377 + (1,6 X +4,38) = 50,780 m h,—= 1195,14 + 50,78 = 1245,92 m. In Folge des vielfachen Wechsels von Luftdruck und Tenıperatur auch das von der Ballonhülle eingeschlossene Gasvolumen einer be- indigen Veränderung unterworfen. Diese äussert sich in einen rösserwerden bei Abnahme des Luftdruckes oder Zunahme der Tempe- tur und umgekehrt. Da die Hülle nur in geringem Grade einer Aus- 'hnung fähig ist, muss bei einer Vergrösserung des Gasvolumens ein arlust an Gas stattfinden, weil widrigenfalls Spannungen im Innern 3 Ballons geschaffen werden, denen die zur Hülle verwendeten Stoffe cht gewachsen sind. Die Spannung aus dem Luftdrucke kann mit it Hilfe des Mariotte- und Boile’schen Gesetzes bestimmt werden. anach verhalten sich die Volumina gepresster Gase umgekehrt wie die essenden Kräfte vn _h v, u ler vr r „6b V, = FR Die in Folge der 'Temperaturveränderung eintretende Spannung »rechnet man nach dem Gay-Lussac-Dalton’schen &esetz, wonach e 1 as Gas um 0,00375 —= 373 ıwachs von je 1° C. zunimmt. Danach wird das Ballon- Volumen fi 9,00] seines Volumens bei einem Temperatur- 21 2 h m er 9 __ die günstigste und hat bei kleinster Oberfläche das grösste Volumen. Verhältniss zwischen Oberfläche und Volumen wächst mit den ins zu Gunsten des letzteren, denn die Oberfläche nimmt im Qua- t, der Inhalt aber im Cubus zu. Um in bequemer Weise einen 'erblick über die Grössen und den Auftrieb von Gaskugeln zu er- en, diene die folgende Tabelle: Tabelle Ill. | Volumen Auftrieb in | Auftrieb in Dureh- | Umfang | in Cubik- | Oberfläche | Kilogramm | Kilogramm messer > metern in Quadrat- | bei mittel- | bei reinem 2r er” 4 metern schwerem Wasser- pr 4r®r . Leuchtgas stoffgas Meter Meter 3 lebm = 0,650 kg) Lcbm = 1,200 kg | (1,25 i 0,7854 0,00818 0,1597 0,00532 0,00982 0,50 1,5708 0,06500 0,7854 0,042 0,078 0,75 2,3561 0,22089 1,767 0,144 0,265 1,00 3,1415 0,5236 3,142 0,340 0,628 1,25 ı 3,9270 1,0227 4,909 0,665 1,228 1,50 l 4,7123 1,7671 7,068 1,149 2,120 1,75 | 5,4980 2,8062 9,621 1,824 3,367 2,00 6,2831 4,1888 12,561 2,713 5,027 2,25 7,0685 5,964 15,90 3,877 1,157 2,50 7,854 18,181 19,64 5,318 9,817 2,75 8,639 10,889 23,76 7,078 13,068 3,00 9,425 14,137 28,27 9,189 16.968 3,25 10,210 17,973 33,18 11,682 21,464 3,50 10,996 22,450 38,48 14,593 26,94 3,75 11,781 26,369 44,18 17,140 31,64 4,00 12,366 33.510 50,27 21,781 40,21 4,25 13,138 40,194 59,58 25,126 48,23 4,50 14,137 47,722 63,62 31,019 57,26 4,75 14,922 56,114 70,88 36,474 67,33 5,00 15,708 65,450 78.54 42,543 78,54 5,50 17,279 87,110 95,03 56,627 104,53 6,00 18,850 I! 113,10 113,1 73,515 135,72 6,50 20,420 : 143,97 .. 132,7 - 93,464 172,56 7,00 21,991 | 179,60 153,9 : 116,74 215,52 7,50 23,562 :! 220,89 176,7 | 143,58 265,08 8,00 25,133 | 268,08 : 201 174,25 321,7 8,50 26,704 ' 321,57 226,9 209,02 385,9 9,00 28,274 : 381,70 254,4 248 | 458 9,50 29,845 ‚448,91 283,5 292 539 —- 1 — dann noch sind die Zahlen entsprechend den verschiedenen Ballon- grössen einem Wechsel unterworfen. Folgende Gewichte sind demnach zu bestimmen: Gewicht der Hülle mit Netz. n des Ventils. n des Trageringes. „ des Korbes. » des Ankers und event. Schlepptaues. „ des Ballastes. „ der Nutzlast. Man rechnet: _ ungefirnisste Hülle pro Quadratmeter Seide = 40 bis 80 gr!) Baumwolle = 100 bis 125 „ Dabei muss berücksichtigt werden, dass man die obere Kugelcalotte, — ze (3r—h) aus doppeltem Stoffe verfertigt, weil hier, durch den BL uLe 27 El u 1 dB Ze Druck des Traggases die Hülle am meisten angestrengt wird. Je grösser der Ballon wird, desto dauerhafter muss ferner die Hülle ge- macht werden. Bei solchen von über 1500 cbm Volumen thut man gut, den Stoff durchwegs doppelt, am oberen Theile aber drei- bis vier- ‘ fach zu nehmen. Der Firniss, vierfach aufgestrichen, vermehrt das Ge- : wicht um rund 300 gr pro Quadratmeter. !) Für das Netz ergeben sich 100 gr pro Quadratmeter!'): u Ei Lo 2 Ventil je nach Grösse und Construction . .10 bis 20 kg Ring desgl. 3,10 „ Korb aus Weide und Rohr pro Quadratmeter 6 „ 8 „? Anker .. . ....10 „ 40 „ Ankertau, Schlepptau, Zubehör u. s. w. rund 80 „ 100 „ Die Ballastmenge (p), welche nothwendig ist, um gefahrlos aus der zu Grunde gelegten Höhe herunter zu kommen, wird nach Poitevin sus folgender von Glaisher und Flammarion aufgestellten Formel berechnet: | h' N" kr | r h u 0 Be 7 BE CB 1) Die Zahlen sind nach Yon, Dut# Poitevin, Bertaux, Mansfield u. a. zu- t. 2) Yon rechnet Weide 5 kg, Rohr 10 kg pro Quadratmeter. — Darin ist: Y das Volumen des Ballons, «! die Dichtigkeit der Luft in Höhe des Meeresspiegels bei ! und 760 mm Druck = 1,2932 kg, h" der Barometerdruck in der höchsten Höhe, h = 760 mm Druck. Endlich ist noch die Nutzlast und das Gewicht des Luftschi in Betrachtung zu ziehen. Vergleicht man die gewonnenen Resultat: wird aus ihnen annähernd ersichtlich werden, ob das gewählte Volu dlie erwünschte Höhe erreichen kann. Nach Entscheidung dieser F darf erst die eigentliche Construction beginnen. Es wird nun entw« ddas Volumen oder der Radius als abgerundete Zahl zu Grunde gel letzteres dürfte vorzuziehen sein, weil die Rechnung dadurch erleich wird und es in der Praxis bei grossen Ballons nicht so genau darauf komnit, ob sie einige Cubikmeter mehr oder weniger an Fassungsvernü besitzen. Die Berechnung der Schablone zum Zuschneiden des Sto für die Ballonbahnen geschieht in folgender einfacher Weise. Die Br der Bahnen am Aequator des Ballons ergiebt sich aus der Breite Stoffes. Oekonomische Rücksichten können häufig dazu führen, dass genaue Ballon Durchmesser hiervon abhängig gemacht wird, indem Stoffbreite nach Abzug des Rechts und Links auf die Nähte Abfallen mit dem projectirten Umfang, wie er sich aus dem zu Grunde gele Radius ergiebt, stimmig gemacht wird, d. h. der Umfang wird als Vielfaches der Stoffbreite festgesetzt und demgemäss die Kugel ein we vergrössert oder verkleinert. Selbstredend muss dann die ganze weit Berechnung auf Grund des neu entstandenen Radius geschehen. Länge der Schablone für die halbe Bahn ist gleich dem vierten T des Unifanges, also: _rrt r% ur ner Die grösste Breite der Bahn am Aequator des Ballons ist ı Bahnen 2er n Um die allmählige Breiten- Abnahme nach Oben hin zu fin muss man sich parallel zur Ebene des Ballon-Aequators mehrere Schi (AA‘, BB‘. CC’ u. s. f) durch die Kugel gelegt denken. (Fig. 1, Tafe Diese werden nach Oben immer kleinere Kreise ergeben. Die Ra ‚Yz U. S. f.) einer beliebigen Anzahl solcher Kreise müssen berechnet >»n. Der Einfachheit wegen empfiehlt es sich eine in 90 aufgehende hl zu wählen, da die Schablonenlänge den Bogen eines rechten :els darstell. Die Radien der Kreis-Umfänge sind dann: nn =1r.0c8 a 1, = T.008 2a r, =r.008s3au. s f. Die Breite der Bahn in den verschiedenen Kreisen bestimmt sich einfach durch den Umfang derselben dividirt durch die Zahl (») 2; u: Bahnen also = En s. f£ Man misst jetzt zur Herstellung der ıblone auf der hingezeichneten bekannten halben Länge der Bahn ı so viele gleiche Abschnitte ab, wie der rechte Winkel Theile hatte trägt senkrecht zu dieser Linie in der richtigen Reihenfolge nach hts und Links je eine Hälfte der gefundenen Bahnbreiten ab. Werden Endpunkte dieser Linien von der Breite nach der Spitze verbunden, st die Schablone für die halbe Bahn fertig. Die Abnahme der Breiten unterliegt bei der Kugelforn einer be- immten Gesetzmässigkeit. Die Umfänge verhalten sich wie die ien. Setzt man demnach den Radius des grössten Kreises einer rel = 1, so ergiebt sich aus dem Verhältniss dieses zu denen der neren Umfänge eine Reihe von Quotienten, welche die Berechnung r beliebigen Schablone für einen Kugelballon durch einfache Multi- ıation zulassen. In der folgenden Tabelle ist eine Reihe solcher anınengestellt, bei denen die Umfänge um 3° von einander entfernt sen. Tabelle IV. 0° — 1,0000 330% — 0,8387 66° — 0,4067 30 — 0,9986 36° —= 0,8090 69° — 0,3584 6° — 0,9945 390 — 0,7771 720 — 0,3090 90 — 0,9877 420° — 0,7431 50 = 0,2588 12° — 0,9781 45% — 0,7071 780° — 0,2079 15° — 0,9659 48° — 0,6691 81% = 0,1564 18° — 0,9511 510 — 0,6293 34% — 0,1045 21° — 0,9336 540% — 0,5878 87° = 0,05234 24° — 0,9135 579 — 0,5446 90% = 0,00000 27° — 0,8910 60° = 0,5000 30° — 0,8660 630 — 0,4540 - 4 — Beispiel: Beträgt die grösste Breite der Bahn nach Abrechnung des Naht- stoffes 1 m und soll ein Ballon von 500 cbm Inhalt gebaut werden, so ist zunächst nöthig den Radius dieses Balluns zu suchen. Es ist zr°r — 500 3.500 _ 375 Y? 4r 3 former y logr— „(l0y375 — log x) log 375 = 2,57403 og r = 0,49715 2,07688 : 3 — 0,69229 r = Num.log 0,69229 — 4,924 m. Der Unfang 2rr ist demnach 2.4,9.3,1415 = 30,94 m. Da die fehlenden 0,06 m für die Praxis nicht in Betracht kommen, kann man auf 31 Bahnen rechnen. Die Länge der Schablone ist 7 — 7,75m. Theilt man diese z. B. in 10 Theile, so wird jeder 0,775 m gross. Auf dder Längenlinie errichtet ınan nun in den Theilpunkten Senkrechte und theilt auf diesen nach Rechts und Links ab: (Vergl. Fig. 2, Taf. I) Auf 0,000m — 5 —050 m „od, —- a — 0,493 „ ‚150, — RL 0475 „ 233, — une — 0,445, „310, = ST 0,404 „ 385, — nuz — 0,353 „ 5878 ” Url Kae t ir e Me Appendix. Der Construction des Appendix (Anhängsel) muss eine bestin Betrachtung zu Grunde gelegt werden. Sein Zweck ist, sowohl (die führung des Traggases zu bewirken, als auch den durch die in Gasausdehnung nothwendigen Gasausfluss zu vermitteln. Endlich er auch dazu dienen, dass man den Ballon innerlich revidire und forderlichen Falls ihn vollständig umkehre Für die Einführung Traggases braucht man keine Bedenken zu berücksichtigen. Für zweiten Punkt aber muss überlegt werden, ob der Durchmesser Halses weit genug sei, um bei einer maximalen Steiggeschwindi; das nöthige Gasquantunı herauslassen zu können. Widrigenfalls wı eine innere Spannung eintreten und den Ballon zum Platzen brin Hierüber sind im Jahre 1879 zu Chalais eingehende Versuche gem worden. Man fand auf empirischem Wege unter Anwendung gr: Kugelballons für den Luftwiderstand beim Aufsteigen die Formel 3)... .. #= 002355 „., PD? v Kilogramm. Darin bedeutet: ]) den Durchmesser des Ballons, " die Geschwindigkeit der Bewegung, und 4 den Barometerstand im Millimeter Quecksilber. Capitän Renard legt als Maximal-Geschwindigkeit diejenige (irunde, welche der Ballon bei einem plötzlichen Gewichts-Verlust 100 kg (etwa einem Fallschirm mit einer Person entsprechend) anniı Setzt man A = 760 so ergiebt sich 9” = 0,0255 D? r? und w "= 100 Y 8 . 0,0255 N: Damit wäre für die Geschwindigkeit in den dichtesten unt Luftschichten der Ausdruck für ” gefunden. Es muss nun ferner Schnelligkeit der Volumen-Veränderung eines steigenden oder falleı Aörostaten bestimmt werden. Das specifische Gewicht der Luft ist Bei einer Geschwindigkeit von ” Meter wird der Druck auf den Qua« Ihr 760° (les Meeresspiege Is ist der Druck bei 0° C. — 760 X 13,596 —= 10332,96 meter entsprechend | Kilogramm resp. Millimeter Wasser. In FI _-_ 1 — ısser. In Höhe der Gleichgewichtslage des Ballons demnach 10332,96 h o oder abgerundet = 10333 iso’ Die Veränderung des Volumens sei = «a. dann verhält sich d.h.v a 760 Van 10333 766 > u d.v Y 10333 ' n ist v.F d = 1,2932 a— „in »r abgerundet „—_! r ke 7 a 7 Zunächst muss nun die Schnelligkeit, mit welcher das sich aus- hnende Gas aus dem Ballonhals ausfliesst, berechnet werden. Es ist ır. dass sie von der Oeffuung des letzteren abhängig sein muss, wenn » innere Spannung ein gewisses Maass nicht überschreiten darf. . Bezeichnet man den Schnitt der Oeffnung mit s, die Schnelligkeit des Gasaustritts mit « ist: [ it _ N! _ er 8000 5 »nn man den Werth für ” einsetzt, der sich aus Formel h : r _ 0.0955 _I- Di2 (3) W 0,0255 760 D®r giebt: A 1 ı/ W 7D Nas 0,0255. 260 der _ 6,262 1/W. 760 D y ho w erbält man: Moedebeck, Luftschifffahrt. II. [S9) _ 18 -- Y a WO 8000< D h oder _ _7.6262.7760 1/7W# De 8000 ) ; \ ii = -——— „216 j.ı D “ ) h nun ist 2.3 r _ 3 r 2, D . 2y zu 3 Er, folglich I ,.2 :Ig7 e= 211 "pP" 35 h oder nach weiterer Ausführung der Rechnung 2 2/97 rn ı_ or N" 1’ DD) 22. le 45 ’ 7, Die Formel besagt demnach, dass der Querschnitt des Appendixes immer in demselben Verhältniss zum Radius stehen muss, sofern eine gleiche Austritts-Geschwindigkeit des Gases für alle Ballons zu Grunde gelegt wird. In Worten lautet das von Renard aufgestellte Gesetz: Die Ausflussgeschwindigkeit des Gases ist proportional dem Quadrat des Ballon-Radius, umgekehrt proportional dem Querschnitt des Appen- dixes, proportional der Quadratwurzel aus der Gleichgewichtsstörung: und umgekehrt proportional der Quadratwurzel aus dem Luftdruck. Setzt man für sg den Werth p? x ein, so vereinfacht sich die Formel weiterhin und man erhält: n r 1/W (= 4,525 —- | , oder Eu 6 . . . - . . e = + zn Pe (6) 1,1405 5 \-, ZAur Ermittelung des Druckes (»), welchen das ausfliessende (ias auf den Appendix ausübt, benutzt man die Gleichung: de? 2y P—= ‘ ee % 2 = 6 Eu Ley e EI ae EEE RK } Be IE WIRD, WLSIE WB. Den) = As En une Fr -r BErSeR,- Mani: ‘ a - 5 % re a a IR nn Er > ap rn a ut ae N, JMARFVIERE NRAERRZE 4m WRZEBETEE Be - ur: 07 ' Sl Een 2 ee re ana ne re A ni | € Pr av zu ve BE ee Ra a Pak ee lee 72 u ee ni — 30.0 — rungseinflüsse sein. Es erübrigt noch hier einige Daten anzufühı über die Gewichtszunahme, welche Ballonstoffe durch das Dichten halten. Nach Adrien Dut6-Poitevin wiegt: 1 qm einfach Ponghte für kleine Ballons, mal gefimist . . . . —= 220 gr l qm einfach Ponghce, stark für Ballons über 2000 cbm (Stoff = 80gr) . . ....= 368 . Nach Bertaux wiegt: 1 qm Seide. . . . en. =ddgr Dasselbe 1 qm doppelt nn. et, Bei einem viermaligen Anstrich von Leinöl mit Bleiglätte (letzte I kg pro 100 kg bis auf 500° erhitzt) ergaben sich folgende Gewicht zunahmen: erster Anstrich 90 gr nach Absorption von Sauerstoff 60 gr zweiter Fr X» BER „ y„ 30 . dritter und vierter Anstrich 54 gr nach Absorption von Sauerstoff . 2 2 2 2 nn nn nn 40. Ein Quadratmeter wog demnach 200 gr. Baummwollene Gewebe absorbiren mehr Firniss. Das ist wohl a die Structur der Samenhärchen zurückzuführen. Bei vier Anstrichen ergaben sich nach Bertaux pro Quadr meter = 280 gr und nach der Oxydation 224 gr. Der von Dupuy de Lome angewendete Stoff bestand aus Seid: taffet mit Nausuck und sieben Kautschuklagen. Das Gewicht war: Seide pro Quadratmeter... ..= 52gr Nausuk . 2. 22 220... 40, Kautschuk . — 148 „ Sa. 240 gr. Die drei Gelatine-Firnisslagen vermehrten das Gewicht um 95 100 gr pro Quadratmeter, so dass es demnach in Summa 340 er | (Inadratnıeter betrug. Der von Bertaux vorgeschlagene Stoff ergiebt: /,wei Stofflagen mit Kautschuk . = 250 gr Vier Lagen Gummilack . . . . „= 135. Vier Lagen gekochtes Leinöl ar) .—= 190 „ Sa. 575 gr. — 3 — Der von Giffard bei seinem „Grand ballon captif“ 1878 in Paris rwandte Stoff bestand aus sieben Schichten, die von innen nach ssen in folgender Ordnung lagen: Musselin, Kautschuk, starke Lein- and. Kautschuk, Leinwand, vulkanisirter Kautschuk und Musselin. eusserlich war der Ballon zum Schutze gegen Nässe mit Bleiweiss »trichen. Der Quadratmeter des Stoffes wog = 1!/, kg. Das Dichten er Nähte wird vielfach noch besonders durch Ueberkleben derselben it Stoffstreifen bewerkstelligt.!) Das Firnissen. Das Firnissen findet in der einfachen Weise statt, dass man den Ballon bahnenweise zusammengelegt auf einer grossen ebenen Fläche susbreitet. Das Auftragen des Firnisses geschieht nit Pinseln, weich- haarigen Bürsten, Schwänımen oder baumwollenen Lappen. Die Arbeit muss in eimem kühlen schattigen Raume geschehen und es ist dabei darauf zu achten, dass der Auftrag überall gleichmässig und nicht zu dick geschehe. Eine besondere Aufmerksamkeit ist ferner den Nähten zuzuwenden. Die gefirnisste Bahn wird umgeschlagen und sofort die nächsten immer wieder darauf gelegt bis man bei der ersten wieder anlang. Zum Trocknen breitet man die Hülle anı besten auf einem hängenden Netze aus. Ist die Trockenheit annähernd erreicht, so er- kichtert man die fernere Oxydation durch Aufblasen des Ballons mit- telst eines Ventilators. Die nächste Schicht darf erst übergelegt werten, wenn die erste sich vollständig verharzt hat. 3. Das Ventil. Nächst der Dichtung des Ballonstoffs ist die Construction eines einfachen gasdichtschliessenden Ventils einer der zur Zeit noch immer vergeblich angestrebten Wünsche des A&ronauten. Das Ventil ist von 1) S. Note sur la Direetion des A6rostats p. M. L. Ctabriel Yon. — Zur Prüfang der Dichtigkeit des Stoffes wird die aus Fig. 4, Taf. T, leicht verständ- liche Maschine von Jobert angewendet. bad Re Er > Ne ct ach ne u ae dlsiwaz; werden. Die Enden eines Kautschukbandes sind befestigt auf den Klappen an nahe der Peripherie befindlichen Oesen. Diesen entsprechend sind auf der entgegengesetzten Seite des Ventils zwei Oesen angebracht. welche zur Befestigung der Ventilleine dienen, die zum Oeffnen des Ventils durch den Ballon bis in den Korb hinunterläuf. Das Doppel- klappenventil ist sehr einfach und seit hundert Jahren daher fast überall verwendet worden. Die Unvollkommenheit desselben liegt in der Schwierigkeit es wieder gasdicht zu verschliessen, nachdem es einnal bei der Fahrt geöffnet war. Die Länge der abzudichtenden Linie setzt sich zusammen aus den Umkreise und der doppelten Länge der Tra- verse. An der letzteren ist eine gute Dichtung noch nicht gelungen. 1 Das einklappige Ventil ist in Bezug auf Dichtung dem vorigen überlegen. Hier ist die Länge der Dichtungslinie gleich der Peripherie der Klappe. Letztere braucht ferner nicht durch Gummibänder und Federn, sondern kann auch durch Schrauben gegen den Kranz ange presst werden. In Figur 6 ist ein gewöhnliches einklappiges Ventil mit Druckspiralfedern dargestellt. Figur 7 führt uns das zur Zeit voll- — 3 — kommenste dieser- Type vom Mechaniker Lüllemann aus Hamburg!) vor. Es weicht von sämmtlichen bekannten darin ab, dass es sich nach „ben öffnet und dies mit Hilfe von Schraubenwellen und Schrauben- muttern geschieht. Fig. 7b. Construction und Mechanismus des Ventils sind einfach und sinn- reich. Es besteht zunächst aus dem am Ballon befestigten Lagerring « 1) Deutsches Reichs-Patent Nr. 32949, — 30 0 — und dem eigentlichen Ventil, welches auf ersteren vor der Füllung mit Flügel-Mutterschrauben bb gasdicht befestigt wird. Das eigentliche Ventil besteht aus zwei Ringen e und d von verschiedenen Durchmessern und viereckigem Querschnitt, und aus dem Deckel e, der mit Ring « fest verbunden ist. Der Mechanismus liegt geschützt vor Witterungs- einflüssen im Ventil selbst. In den Lagern ff liegen zwei parallel- laufende Wellen y mit Stahlschnecken 3 an ihren äusseren Enden. Jede Welle hat in ihrer Mitte eine Dornenrolle «. Letztere sind umgeben von einer Riemenführung 4, welche mehrere kleine Führungsrollen / enthält. Ein über diese Rollen gelegter Riemen »» muss somit. wenn Fig. 8'). seine Jöcher genau auf die Domen greifen, beide Schneckenwellen in Rotation versetzen. Diese Drehung wird auf vier Zahnräder » über- tragen, auf denen Spindelschraubenwellen 0 befestigt sind. Die Muttern 1) Fig. 8 stellt das Ventil „Leföbure“ im geöffneten Zustande dar. zu diesen Schraubenwellen » befinden sich nun im Deckel: daher muss eine Drehung derselben den Deckel öffnen oder schliessen. Die aus den Deckel hervorragenden Schraubenwellen sind durch Hülsen y ge- schützt, welche zugleich einen vollständig gasdichten Abschluss bilden. Die dritte Art, die Tubenventile, scheinen zur Zeit in Frankreich gebräuchlich zu sein. Die Construction „Leföbure“ (Fig. 8 u. Sa) besteht aus zwei Blechtuben A und Z, die ineinander schiebbar sind, die innere hat dreieckige Fenster FE und ist unten durch einen kegelförnigen Ansatz geschlossen. Wo dieser Kegel sich am Tubus ansetzt befindet sich eine Rinne. Ihr Zweck ist das Hineinschieben des inneren in «den äusseren Tubus zu begrenzen und ferner eine zur Dichtung nöthige Pomade aufzunehmen. Der Schluss wird durch Gummibänder bewerk- stelligt. Oben befindet sich ein Dach ). AK sind Stützen des Daches. Der Gasverlust kann durch stärkeres Ziehen an der Ventilleine M ge- steigert werden, weil die Spitzen der Fenster sänmtlich nach unten ge- richtet sind. Ein ähnliches Ventil schlägt Dut&e Poitevin vor.!) Bei —_—— 1) 8. L’Aeronaute 1882. Principes de la construction d’un ballon. allen diesen Cunstructionen muss darauf geachtet werden, dass die d vollständiges Ziehen der Klappen etc. entstehende Oeffnung auch für den Querschnitt des Ventils zu Grunde gelegten entspricht. Em Berechnung kann auch hier immer nur eine annähernde Richtigie haben, weil über die Art, wie die Gasinassen ihren Ausweg nehme, noch gar keine Beobachtungen gemacht worden sind. Man kann abe wohl sagen, dass beim Doppelklappenventil die beiden beim Oeffnen ent stehenden sphärischen Zweiecke, beim einklappigen Ventil der entstehend Cylindermantel und beim Tubenventile (die Oeffnungen der Fenster a ihren Flächenausdehnungen der der Ventilöffnung mindestens gleich «a müssen. Es darf ferner der Verschluss ein nicht zu fester sein, wal sonst leicht das Ventil mit herunter, ja vielleicht aus der Calotte heraus gerissen werden kann. Eine grosse Sorgfalt und Aufmerksamkeit mus der Fabrikation;und Befestigung der Zugleine am Ventil gewidmet werdet Sie vermittelt den Umgang mit dem Ventil. Reisst sie ab uder verwickelt sie sich an irgend einem nach innen gehenden Constructian- theil des Ventils, so ist der Luftschiffer den grüssten Gefahren auss® setzt. weil er dann den Ballon nicht mehr in der Gewalt hat. Solche Fäle sind wiederholt vorgekommen. Es ist daher vorgeschlagen worden, zwä Ventilleinen anzubringen oder auch zu ihrer Fabrikation statt des Hanfes Seide zu verwenden. Zu beachten ist, dass das Gewicht dieser Leine von der Zugkraft des Ventilverschlusses in Abrechnung gebracht werde. Das Dichten der Ventile geschieht bei den primitivsten, bei denen nur glatte Flächen gegeneinander gedrückt sind, durch Verschmieren | mittelst eines Gemisches aus zwei Theilen Talg und einem Theil gemal. lenen Leinsamen. Die Dichtung ist ziemlich gut, so lange sie nicht be rührt wird. Eine andere, verbreitete, ist die von Giffard eingeführte Kautschukdichtung, bei der ein kreisförmiges Messer in eine Kautschak- platte einschneidet. Für ein blosses Aufeinanderdrücken mit Kautschuk- zwischenlage dürfte der Druck nicht kräftig genug sein. Eine Aus nahme macht das Lüllemann'sche Ventil: hier hat der Luftschiffer den Druck in der Hand. Es konnte daher bei diesem auch mit Vortleil ein Rundstab statt des einschneidenden Messers verwendet werdet | Durch das erfolgende starke Zusammenpressen des Kautschuks vernit- telst dieses Rundstabes wird eine sehr gute Dichtung erreicht. Endlich benutzt man. wie wir bei den Lef&bure’schen Ventil. gesehen Pomaden und Balsame zum Dichten. Um die Nachtheile des verkitteten V= vielen andern der Mechaniker Job- = 30 = wlklappen-Ventils mit der Giffard’schen Messerscheibe gemacht. sonstruction ist aus der Zeichnung (Fig. 9, 9a, 95) leicht ersichtlich. Bi & | 4 SU SD EEK EEE NEE IE! [1 FE u“ # # h N war., ı gewöhnlichen Zuge öffnet sich nur das kleine Manöver-Ventil in Mitte. Erst nachdem durch kräftigen Zug dessen Schnur zerrissen ist, - 1 — ‘ digkeit über die Erde geschleift wird und gegen jedes Hinderniss mit so schrecklicher Gewalt gegenschlägt, dass häufig selbst das Knochen- Fig. 10. Fig. 10a. \ 4 N ar / AN FH 1 HF X \k A A, \ \ | 7 / \\ Y H N, / / \\ // / ee Es a = x u ws I mn j gerüst seiner Insassen den fortwährenden Stössen gegenüber eine nicht “ mehr genügende Festigkeit bekundet. Jobert!) wollte ferner das Ventil vollständig fortlassen und dafür den Appendix in den Ballonkörper mittelst einer einfachen Windevor- richtung hineinpressen (s. Fig. 11). Er glaubte auch durch Anbringung eines Abschlusses mit Sicherheits-Ventil auf diese Art einen Druck auf . das Ballongas ausüben zu können zum Zwecke des Sinkens ohne Gas- verlust. Die geringe Haltbarkeit der Ballonhüllen würde die praktische Durchführung dieses Gedankens zu einem etwas gefährlichen Experi- ment machen. Gegen das Hochziehen des offenen Halses lässt sich da- gegen kaum etwas anderes einwenden, als dass das Heben einer so ne I on - | 1) L’A&ronaute 1878. 2 — grossen und mit jedem Momente zunehmenden Stoffmasse auch bei wendung eines geschiekt construirten Windewerkes, dem Luftschiffe‘ unter Umständen Schwierigkeiten bereiten könnte. Fig. 11. Für den Fall, dass das Ventil einmal seinen Dienst versage oder | in ungenügender Woise verrichte, haben einige Luftschiffer besondere Vorsichtsmassregeln angewendet und vorgeschlagen. Sollte durch irgend einen Zufall das Ventil sich nicht öffnen lassen, so ist das Einschneiden | eines Loches in die Ballonhülle das einzige Hilfsmittel. Bei solcher Ge legenheit Ruhe und Besonnenheit zu bewahren, in die Takelage hinauf- | zuklettern, un mit dem Arm den Ballon zu erreichen, erfordert Muth: und körperliche Gewandtheit. Diese Eigenschaften muss der ideale Luft schiffer besitzen. Es ist indess nicht nöthig, dass er seine Tugenden: jedesmal auf die Probe stelle. Die Vernunft gebietet uns alle zur Ver- meidung schlimmer Zufälle möglichen Mittel zu beachten. Daher er. scheint die Massnahme des Ingenieur- Aöronauten Rodeck, ein langes. | | ‘hes Rohr mit an einem Ende befestigten Messer zum beständigen - Ausrüstungsstück zu machen, hier durchaus empfehlenswerth. Ventilfehler giebt es während der Fahrt selbst kein Hilfsmittel. »nglischen Luftschiffer Lieutenant Harris ereilte der Tod, weil elbsterfundenes, sehr grosses Ventil sich nach dem Oeffnen nicht r schliessen wollte. Ein Loch verschliessen ist während der Luft- unmöglich, wohl dagegen ein Loch zu machen; man hüte sich aber dass es nicht zu gross werde, es bleibt hoch oben stets ein sehr liches Experiment. Anders verhält es sich, wenn bei starken winden die Verankerungsvorrichtungen bei der Landung versagen. solchen Verhältnissen ist es schwierig, das Gas in kurzer Zeit m Maasse zum Austritt zu bringen, dass der Ballon durch den nicht fortgerissen werde. Von Seiten französischer Luftschiffer ergegen eine Zerreissleine empfohlen worden, d. h. eine Leine, e in den Ballonstoff eingenäht wird. Ein kräftiger Zug an der- muss ein Zerreissen der Ballonhülle, somit eine schnelle gänz- Entleerung des Ballons zur Folge haben. Andererseits giebt es Luftschiffer, welche in solchen Momenten die Trennung des Balt ‘on der Gondel als das Richtigste ansehen. Um dieses zu erleich- at auf Anregung des Deutschen Vereins zur Förderung der Luft- ıhrt Hauptmann von Brandis eine interessante, sicher functioni- Auslösungsvorrichtung (Fig. 12) erfunden. Dieselbe besteht aus Fig. 12. Haken aa, mit Schutzansatz ) und Feder c, welche zangenartig r Mitte des Ballonringes angebracht sind. Vier Stricke laufen vom : nach dieser Zange hin und vereinigen sich hier zu einem starken n. Die beiden Haken werden nun zu einer Zange durch den 5. Das Netz. Der Zweck des Netzes ist, den Druck der Last, welche der mw tragen muss, gleichmässig auf dessen Oberfläche zu vertheilen ferner dem Ballonstoff gegen die Expansion der Gase eine grössere erstandskraft zu verleihen. Das Netz muss demnach vor allen so beschaffen sein, dass es selbst die Last olıne Gefahr des bissens tragen kann. Die Last (P) besteht aus Tragering, Korb, er nebst Tau, Luftschiffer und der nöthigen Menge Ballast, um den en dicht über dem Erdboden schwebend zu erhalten. Oder man ı sagen: Das zu tragende Gewicht ist gleich dem Auftriebe des s vermindert um das Gewicht der fertigen Ballonhülle (inel. Ventil Appendix) und des Netzes selbst. Da das Gewicht des Netzes, m nicht eine Reihe Erfahrungszahlen gesanımelt sind, nicht bekannt muss für Berechnungen auf die im ersten Abschnitte beschriebenen len zurückgegriffen werden. Die Berechnung der Sunma der Quer- fitte der Netzschnüre ergiebt sich leicht aus der Formel —_ f£ - 7; F ist der Querschnitt in Millimeter angegeben. K der Festigkeitsmodul des verwendeten Netzmateriales. F Als Material wird gewöhnlich italienischer oder russischer Hanf pmmen, seltener Seide Der amerikanische Luftschiffer Wise enı- dazu auch Baunwolle. ı Der Festigkeitsmodul des Hanfes wechselt je nach der Sorte und b der Stärke der Seile Nach Weisbach') ist er bei schwachen Feilen — 6,1, bei starken = 4,8. Je stärker die Windungen des Fadens sind, um so mehr nimnit Da die zun Netzwerke verwendeten Leinen ziemlich schwach können wir als Mittelwert 5,5 in den Berechnungen anwenden ferner noch die Anstrengung auf Festigkeit zu berücksichtigen, p das Netz in Folge der Knoten zu erleiden hat. Aus diesem > osscheint für das endgültige Resultat cine 20fache Sicherheit Bis. weboten.. Bei Annalıme dieses Sicherheitscoöfficienten darauf gerechtfertigt, dass auch stellenweise chanik. 47 -—- rzu fort, weil der Ballon nach unten frei vom Netze ist. Unter -ücksichtigung der gegebenen Gesichtspunkte nimmt man die Grösse : Maschen zunächst am Ballonumfang nach Belieben an, jedoch so, s eine durch 4 theilbare Anzahl herauskommt. Die Anzahl der schen bleibt bis zum Ventil hinauf die gleiche, ihre Grösse dagegen ımt stetig ab. Die Berechnung findet in folgender Weise statt (s. Fig.15, Taf. ID. sei « die Breite der Maschen am Aequator. Ihre halbe Länge rde «dann ebenfalls um den Werth @ sich.nach oben abtragen lassen. raus ergiebt sich, da Winkel 360° , —— n r —=r0o8n. In dem Kreise 2r'r liegen die Spitzen der Maschen, deren Breite ı im Umfange befindet. Diese nächste Knotenreihe muss auf dem ineren Kreise gleichmässig vertheilt sein. Ihre Entfernung wird dem- 2r' -h bei „ Maschen = ie betragen. _ .„ 2rn . . . . Setzt man nun für == a‘, das ist die Breite der nächsten schenreihe, so ergiebt sich daraus leicht die Lage des Kreises, auf ıı die Spitzen dieser nächsten Maschenreihen sich befinden müssen. » erhaltene Bogenlänge wird nun in Bogengrade für den Radius rwandelt nach der Formel ‚__. 180°. «a or.r ‘bt für a‘ den Wertli eingesetzt: „180.277 _ 360 =, von n r Hieraus ergiebt sich der Radius des nächsten Knotenkreises r = rros(a + a‘). Wer auf diese Weise die Berechnung ausführt erhält ein sehr nau passendes kugelförmiges Netz, bei dem, was sicherlich von ichtigkeit ist, sämmtliche Maschen gleichmässig angespannt werden. ig. 16, Tafel II). Derjenige, dem eine solche zeitraubende Berechnung nicht zusagt, nn sich mit fast derselben (ienauigkeit die Abstände der Knotenpunkte 48 — auf einer Maschenschablone für den Ballon mittelst Bleistift und Lineal darstellen. JAur Ermittelung dieser Schablone wird in derselben Weise ver- fahren wie bei der halben Bahn. Man benutzt Tabelle IV, macht aber (ie Maschenbreite am Ballonäquator zum Multiplicandus. Auf dieser Breite als Basis wird dann ein gleichseitiges Dreieck construirt und. dessen Seiten verlängert bis sie die Ränder der Schablone wieder treffen. Hier ergiebt sich eine neue Dreiecksbasis. Die Construction der Dreiecke wird fortwährend wiederholt. Nach der Spitze setzt man, weil sie zu klein werden, eine sich gleichbleibende Grösse bis zum Ventilkranz an. Nach Poitevin wird die Länge des Netzes zu !/, des Ballon- umfanges angenonmmen. Bei den ältesten Ballons reichte es nur bis zum Aequator. Von da liefen bereits die Auslaufleinen zur Gondd herab. Man wird sich vorstellen können, dass hierbei starke Reibungen ılieser Leinen am Ballon oft unvermeidlich waren. Aus diesem Grunde wurde das Netz bald länger gestrickt. Bestinmend auf die Länge ist (die Grösse und Entfernung des Trageringes vom Ballon. Wo die an (diesem befestigten Auslaufleinen den Ballon tangiren, kann das Netz aufhören. (Fig. 17, Taf. II) Sind die Verhältnisse des Tragringes zum Ballon bestimmt, so lassen sich die Punkte, wo das Netz aufzuhören hat, leicht durch Rechnung ermitteln. In der Figur sind bekannt AB, AM und r. Da x MCB=<& MAB=R beträgt, ist AM CB ein Kreis viereck. Zieht man die Diagonale A (= e und BM=dso ist: . AB m x ACB=<& AMB sin AMB= ru d=yAM?+AB' ferner 4 ABM= X ACM=R-—> an. Ziehe CE | MAsist AMCEo /\ MCD folglich XMDC= X MCE= nun st EC=rsin EMCwd XEMC=2R—- << ABC fsin MCE=sna = == Daraus wird der Werth des Winkels « gefunden, welcher zum adranten addirt, das Aufsuchen des Endpunktes (' von eigentlichen ze ermöglicht. Man findet nun leicht, wie viel Maschenreihen noch “ustricken sind, wenn man < « auf der errechneten Netz-Hemisphäre 'h unten abträgt. Zum Stricken’ des Netzes müsste eigentlich eine ıablone für die Abstände jeder einzelnen Knotenreihe gefertigt werden. ‚aber diese Art der Ausführung umständlich und schwierig ist, wird wöhnlich der Abstand zweier Knotenreihen, d. i. die Länge einer ische bei langgezogenem Netz als Schablone für das Stricken benutzt. r hierbei gemachte Fehler kommt in der Praxis nicht zur Geltung. e oberste Maschenreihe wird auf einen Tauring aufgezogen, der hau un das Ventil herum passt. Von der untersten Maschenreihe beginnt der systematische Ueber- ne in das Auslaufnetz. Dieses System liegt dann in der Mantel- iche eines Kegels. Die Maschen werden von nun an immer zu je 'eien zusammen genommen. Hierdurch vermindert sich die Maschen- hl bei jeder neuen Reihe um die Hälfte Dies Verfahren einige ale wiederholt, führt schliesslich zu einer Maschenanzahl, welche der Auslaufleinen gleich ist. Es ist zu beachten, dass die Stärke der einen des Auslaufnetzes für jede Maschenreihe nach dem oben aufge- ellten Princip zunimmt. Ferner dürfen diese Maschen nicht verknotet trden. In solchem Falle würden die zwei zusammenliegenden Maschen- iten, sobald der Ballon etwas Gas verliert, mehr als die andern an- strengt werden, während bei gleitender Verbindung die Längen sich n selbst so reguliren, dass die Belastung der einzelnen Leinen eine gleiche ird. Giffard stellte bei seinem grossen Captifballon (1878) diese Ver- ndung mittelst Rollen herr. Adrien Dute Poitevin fertigt für jede asche eine einfache Schleife in der sich die Maschenspitzen frei be- gen können. An ihren Enden werden die Auslaufleinen mit Schlaufen rsehen, um sie bequem an den anı Trageringe befindlichen Knebeln festigen zu können. Moedebeck, Luftschififahrt. II. 4 -— 51 — sten Theils des halben Umfanges vom Ventil herab. Dadurch wird rlich das Verhältniss der Diagonalen nach oben fortwährend ver- ben; die Schnüre kommen immer enger zusammen und sollen auf > Art dazu beitragen, dem durch den Gasdruck am meisten bean- chten Theil des Balions mehr Widerstandskraft zu verleihen. An- rseits soll dieses Zusammenziehen des Netzes auch eine geringere pannung im Gefolge haben und es werden die Schnüre desselben len oberen Theilen von den meisten Luftschiffern von geringerem rschnitt gemacht um an Gewicht und Material zu sparen. Adrien ‘C Poitevin unterscheidet bei dem oberen Theil des Netzes drei en, in der obersten macht er den Querschnitt um Ur, in der zweiten um Y/;, in der dritten um !/,. geringer. Die Ermittlung des Querschnitts der zu verwendenden Schnüre Ist nach der Formel: ‚20.7 Fern n ist P das zu tragende Gewicht, K das Festigkeitsmodul, n die Anzalıl der Maschen. s z. B. der Ballon ein Gewicht von 1000 kg tragen können und das Netz 100 Maschen besitzen, so ergiebt sich nach obiger Formel 20.1000 55.200 n ist der Querschnitt — 18,18 mm. 2 F- De — 18,18 ‚lich der Durchmesser der einzelnen Schnur d— 1818..8 _ 4,82 mm. " Von der Construction dieses gewöhnlichen Maschennetzes ist im ıfe (der Zeit von vielen Luftschiffern abgewichen worden. Besonders ıfig wurde die oberste Calotte aus Stoff gefertigt. Diese Einrichtung ge- hrte namentlich grosse Vortheile für Captifballons. Hierbei diente die re Netzdecke gleichzeitig als Schutz gegen schlechte Witterung und chwerte die Diffussion der nach oben drängenden leichteren Gase. .dreani hatte um seine Montgolfiere ein quadratmaschiges Netz ge- 4* legt. Ein solches besitzt die Eigenschaft jegliche Ausdehnung des Stoffe zu verhindern und das zumal wenn, wie bei dem ebenerwähnten die Quadrate noch mit Diagonalschnüren versehen waren. Construirt man ein quadratisches Netz in der Weise, dass der Ballon sich auszudehnen vermag, was leicht durch Grössermachen der Parallelkreise erreichbar ist, so ruht die gesammte Last allein auf den meridienartig von oben nach unten laufenden Stricken. Solches Netz verdient schon mehr den Namen eines Meridiannetzes. Eine derartige leichtsinnige Construc- tion ohne Parallelkreise brachte der amerikanische Luftschiffer La Moun- tain an seiner Montgolfiere an. Durch geringe Schwankungen der Luft- kugel wurde zwischen zwei Meridianen eine Lücke geschaffen, aus welcher schliesslich der Ballon heraustrat. La Mountain ereilte, indem er aus grosser Höhe mit Netz und (ondel herabstürzte, der Tod. (4. Juli 1873.) !) 5. Der Tragering. Die Auslaufleinen des Ballonnetzes sind an einem Tragering be festigt, welcher somit die Verbindung zwischen Ballon und Korb (oder Goundel) vermittelt. Dieser Ring kann aus Holz oder Metallröhren her- gestellt werden. Seine Grösse, die wir bei den Berechnungen des Netz als bekannt angenommen haben, ist keine beliebige. Der Durchmesser muss wenigstens so bemessen sein, dass der Luftschiffer mit Leichtig- keit hindurchklettern kann; im übrigen richtet er sich nach der Gröss® des Ballons. Mit dem Wachsen des Durchmessers steigern sich die Schwierigkeiten der Herstellung. Er muss unter allen Umständen die nöthige Festigkeit besitzen, um sowohl den Zug des Ballons nach oben, als den der Gondel nach unten ohne Formenveränderung ertragen ZU können. Fernerhin soll auch seine Elasticität ein Aufschlagen auf de Erboden bei der Landung aushalten. Nach der einen Seite hin werden am Trageringe die Knebel für die Auslaufleinen, nach der entgegel- gesetzten, die grösseren für die Haltestrieke des Korbes befestigt. Für l) S. Le Tour du Monde XXIX. - 53 — m der Knebel, welche aus einem harten Holze zu drehen sind, ie in der Fig. 20, Taf. II dargestellte, von Adrien Dut6 in als Muster dienen. 6. Der Korb. er Korb (die Gondel) dient zur Aufnahme der Luftfahrer, der t und des Ballastes.. Vom Princip der Leichtigkeit ausgehend, nan ihn so klein. als es zulässig ist und aus Flechtmaterial von m Gewicht. Die Sicherheit der Luftfahrer darf indes dabei nicht ıden kommen. Das Flechtwerk muss demnach eine genügende it und Elasticität, der Bord des Korbes eine gewisse Höhe und 'andsfähigkeit, die Haltestricke eine bestimmte Stärke und gegen uern geschützte Lage besitzen. Weiden haben sich als wohlfeiles, und dauerhaftes Flechtwerk bewährt und werden daher fast allge- rwendet. Eine längere Haltbarkeit dles Kurbes erhält man, wenn die rs angestrengten Theile aus spanischem Rohr geflochten werden. che würden der Boden und der Bord des Korbes anzusehen m das Geflecht gegen ein Zusammendrücken bei der Landung iher zu machen, werden häufig Lagen von spanischen Rohr in is 20 cm hineingeflochten. Viele suchen das Geflecht auf Kosten itbarkeit zu erleichtern, indem sie es in durchbrochener Arbeit 'n lassen. Die Haltestricke müssen in das Geflecht hineingelegt ter dem Korbboden durchgeführt werden. Ihre Stärke ergiebt s den für die Netzconstruction aufgestellten Grundsätzen. s ist ein Uebelstand, dass man sie eingeflochten, niemals revi- ann. Rathsam ist es daher, sie von vornherein etwas stärker zu ‚ gegen Einflüsse der Feuchtigkeit zu präpariren und Sorge zu dass sie sich nirgends scheuern können. Als Mittel gegen die rkeit wird ein Eintauchen der Stricke in siedendem Taig oder ıandeln mit Vaseline empfohlen.!) Die Anzahl der Haltestricke Ermessen des Constructeurs anheimgegeben. Zu viele behindern lie freie Aussicht, besonders vom gefesselten Ballon aus. Ihre Seiler-Zeitung, Jahrgang VII, S. 42, 135. 4 — Abnutzung geht auch schneller vor sich als bei wenigen stärkeren, wel sie mehr Oberfläche bieten, welche der Verwitterung ausgesetzt ist. Das Tränken in fettige Substanzen vermag die Verwitterung hinauszuschieben aber nicht zu verhindern. Theile, die häufig angefasst und gescheuer werden, verlieren bald die durch das Drehen empfangene Härte, die Litzen lockern sich und lassen so der Feuchtigkeit Zutritt in die inneren weniger durchfetteten Theile des Strickes. Die Stellen, welche besonden schnell der Abnutzung unterworfen sind, befinden sich am Bord, wo die Haltstricke aus dem Flechtwerk heraustreten. Alle Schutzhüllen dieser su angestrengten Theile haben, da sie die Verdunstung der eingedrungenen Feuchtigkeit hindern, den Nachtheil, das Uebel nur zu vergrössern. Die Fornı des Korbes spielt keine Rolle. Für ihre Haltbarkeit it zu beachten, dass scharfe Kanten vermieden werden. Die Höhe mus eine gewisse Sicherheit gegen das Herausfallen bieten, was beim freien Ballon bei der Landung, beim gefesselten bei starken Schwankunge sich sehr wohl ereignen kann. Um einer vorzeitigen Abnutzung de Kourbbodens vorzubeugen, wird dieser aussen mit einigen starken Holz- leisten versehen. Zur richtigen Aufhängung des Korbes müssen die Haltestricke besondere Längen haben. Der Tragering muss vom Borde aus bequem zu erreichen sein und sich genau über der Mitte des Korbes befinden, d. h. wenn die durch den Tragering und durch den Bord bestimmten Ebenen parallel laufen, muss eine Senkrechte in dem gedachten Mittel- punkt der 'Trageringebene durch den Schwerpunkt des Korbes gehen Div Haltestricke werden an ihren Enden mit Schlaufen versehen, un Sju über die am Ringe befestigten Knebel hinüberziehen zu können. Fig. 21. Fig. 21a. %“ | U j “- In Kiankevieh wurde in der letzten Zeit eine neue Aufhängult (suspension eruisde) probirt. Jeder Befestigungspunkt des Korbes ® — 5) — imlich mit zwei auseinanderliegenden Punkten am Trageringe ver- ınden worden (s. Fig. 21, 21a). Diese Einrichtung ist aus der Netzcon- ruction Dupuy de Lome’s hervorgegangen und bezweckt eine starre erbindung zwischen Ring und Korb. Um die Kraft der Aufstösse sin Landen abzuschwächen, sind ebendaselbst die senkrechten Korb- ände nach unten über den Boden hinaus, ohne Verbindung an den ‚anten verlängert worden. Dem Vernehmen nach soll die Elasticität ieser Einrichtung den gewünschten Erfolg sichern. Die weitere innere und äussere Austattung des Korbes bleibt der ‚equemlichkeit und dem Geschmack der Luftfahrer überlassen. !) ‘. Ballon-Zubehör. Ballonzubehör begreift Alles in sich, was nicht mit der Construction Ballons eng verknüpft ist. Dahin sind zu rechnen die Apparate ını Landen, die Ballastsäcke und Instrumente. a. Apparate zum Landen. Das Landen eines Ballons wird durch das Ventil eingeleitet und irch ein Zusammenwirken von besonderen Landungs- und Verankerungs- paraten bewerkstelligt. Es muss dabei einmal die Fallgeschwindig- it des Ballons vermindert, dann aber auch seine Fesselung gegen n Wind auf dem Erdboden möglich gemacht werden; das erstere rd theilweise schon dadurch bewirkt, dass der Luftschiffer, nachdem die Landung durch den Zug am Ventil eingeleitet hat, fortwährend rch Ballastauswerfen das Fallgewicht des Ballons erleichtert. Er muss aach streben, das Zunehmen der Fallgeschwindigkeit auf diese Art ‘zuheben, den Ballon über dem Erdboden ins Gleichgewicht mit * ungebenden Luft zu bringen. Bei dem beständigen Wachsen der schwindigkeit gegen das Ende der Niederfahrt erscheint es geboten, sondere Sicherheitsmassregeln zu ergreifen. Wir finden bei den meisten ftschiffern für diesen Zweck ein Schlepptau im Korbe. Das ist ein l) L’Aeronaute, 1882, p. 65. — Principes de la construction d’un ballon par rien Dut@ Poitevin, ferner p. 22 L’ACronaute 1883, p. 64. FL -- 60 — Eindringen der Ankerarme in den Boden einwirken. Um die Reibung nach und nach zu steigern wollte er das Kabel conisch gestalten. '!) Eine bedeutende Verbesserung bietet der Apparat des Capitän Krebs, weil bei ihm sowohl am Gleitstück des Ankers als auch im Korbe ein Reiber angebracht ist. Krebs lässt das Kabel als Schlepptau herabhängen und hat an ihm das (ileitstück mit dem Anker an einem sechs Meter langen Tauende befestigt. Das Gleitstück steht durch eine dem Kabed sleich lange Manövrirleine mit den Reiber am Bordrand in Verbindung. Sein (rang kann hier regulirt und auch angehalten werden.?) Der schmiedeeisene Anker besteht aus dem Ankerschaft mit den beiden Ankerarmen, dem Ankerstock und Ankerring. Die herzfürmigen Spitzen der Ankerarme heissen Ankerflüe. Uebersteigt die Anzahl der Arme zwei, so füllt der Stock fort. Der Ankerring dient zum Befestigen des Kabels. Die Flüen werden von manchen Luftschiffern fortgelassen, weil ihre breiten Schneiden an Steinen in der Erde leichter Widerstände xexen ein tieferes Eindringen finden als gewöhnliche scharfe Spitzen. Das Streben, die Fesselungsurgane zu vermehren, hat den Capitän Renard dazu geführt nach den Ideen des Capitän de la Haye eine Ankeregge zu vonstruiren. Ueber diese berichtet Adrien Dutc Poite- vin im 1.’Acronaute folgendernaassen: „Der Anker ist eine gegliederte Exgze, duppelt mit Zähnen besetzt. Sie entfaltet sich leicht und besteht aus zehn doppelten Zähnen aus weichen Stahl: ihr Gewicht beträgt 45 kr. Ausgebreitet hat sie eine Länge von 5 m. In der Breite iaufen zwei Leisten. um zu verhindern. dass sie auf einer ihrer Seiten liegen bleibt. Es wird leicht verständlich sein, dass der leiseste Zug an ihrem Tau ‚enügt, wenn sie fassen sl: si nimmt alsbald die richtige Form an und ihre Zähne dringen leicht in den Erdboden ein. Sie wint nach ihrem Ende breiter, um zu ver eelden, dass die hinteren Zähne in die Furchen der vonleren greifen. Wir verdanken sie Capitan Charles Renard, der die rüte hatte, mich nt der Vonstruetton zu beaufragen. Seit fünf Jahren haben wir jeder N, woowir uns threr bei unseren Auffährten bedient haben, gute Be state erzielt N Um die Reibung auf dem Eniboden beständig zu vermehren, Weite Jubert einen Aukersuck (Fir. 24, 240 anwenden. Er besteht aus I: L’Adnwaute ISO, pa Id: IST, p AN, >) Ibid. 183, po 3) Ibid, 1888 = — 63 — kig, welche daher mit zur Ausrüstung des Ballons gerechnet werden jssen. Die Beobachtungen beziehen sich auf die Höhe des Ballons. Temperatur und den Feuchtigkeitsgehalt der umgebenden Luft, auf s Weg, den der Ballon einschlägt und die Zeitdauer der Fahrt. Daraus folgt, dass zur Ausrüstung ein Barometer, Thermoneter # Hygrometer, ferner eine gute Uebersichtskarte und ein Doppel- iv gehören. Ausserden natürlich eine richtig gehende Uhr. Schwierigkeiten für Beobachtungen im Ballon sind bei dem häufig schnellen Wechsel der Naturerscheinungen grosse. Die Resultate sind stets nur als annähernd richtige zu betrachten, einmal, weil es nicht möglich ist, dass ein Mensch die Aufzeichnungen der vielen In- mente gleichzeitig abliest, dann auch, weil letztere selbst dem Wech- der Erscheinungen nicht zu folgen vermögen. Am unzuverlässigsten hierin die Thermometer. Für Nachtfahrten ist das Mitnehmen einer ischen Glühlichtlampe zum Ablesen der Instrumente nothwendig. wissenschaftliche Fahrten wird die Ausrüstung mit Instrumenten }; den Zwecken entsprechend vollkommenere sein müssen. Die An- ng derselben am Korbe muss einen schnellen und bequemen fie- h gestatten. 8. Gefesselte Ballons. Ein echter Luftschiffer liebt den gefesselten Ballon nicht. Das ist r erklärlich, denn er vermag nicht den Genuss einer freien Ballon- t zu bieten, und man ist zudem in ihm viel grösseren Gefahren gesetzt. Sonderbarerweise wagen trotzdem die meisten Menschen eher den Korb eines gefesselten, wie den eines freien Aörostaten besteigen. Während der letztere im Gleichgewichte ruhig mit den ıden dahinfliegt, findet beim gefesselten ein beständiger Kampf zweier fte, des Auftriebes und des Winddruckes statt. Das Material ] bei den oft plötzlich auftretenden Windstössen häufig bis zur igkeitsgrenze angestrengt. Die Geschichte hat uns genügend Fälle ezeichnet, bei welchen der Captivballon den Elementen zum Opfer Abgesehen vom Winde bleibt zu beachten. dass der gefesselte ıstat auch ein vorzüglicher Blitzableiter ist. “x ER 68 — Jahr» 1873 Hauptmann Gaede von der Fussartillerie ein Projekt, welches die Vereinigung einer grossen Drachenfläche mit dem Netz eines spin- delfürmigen Ballons darstellt. (Fig. 33, Taf. III) Der Korb sollt am Verbindungspunkte der Drachenlinien befestigt werden. Wenn, wir Simtelson beobachtet hat!) der Winkel, den die Drachenfläche zur Horizentalen bildet, zwischen 24° und 27° liegt, wird bei der Gaede- schen Construction der Ballon wenig gegen den Winddruck geschützt lır wird dann allerdings. da er selbst dem Winde eine grosse Wider- standsfläche darbietet, die Drachenfläche unter einen grösseren Winkd zur Horizontalen zu stellen suchen. Ferner muss der Ballon vermög seines Auftriebes immerfort das Bestreben offenbaren, sich über de Drachentläche hinaus verschieben zu wollen, soweit der Spielraum da Netzes dies gestattet. Bei der Winkelstellung des Aörostaten muss endlicd auf die Gefahr des Platzens der spindelförmigen Hülle aufmerksam ge macht werden, ein Fall, den die Praxis bei Giffard's Versuch 18% und bei Baumgarten’s in Leipzig 1879 erlebt hat. Ist der Wim einigermassen unregelmässig, so werden Ballon und Drachen sich # beständigen Stellungswechsel befinden, welcher gewisslich nicht ohne Rückwirkung auf den leicht pendelnden Korb bleibt. Eine ander Art der Verbindung von Ballon und Drachenfläch geht aus der Fesselung des ersteren mittelst eines zweiten Netzes hervur und ist ebenfalls im „Magasin Pittoresque”“, Tome XII. Mai 1844 be schrieben. Danach sell an dem Punkte, wo die Auslaufleinen des zweite Netzes sich vereinigen, eine achteekige schirmartige Fläche so befestigt wenden, dass sie bezüglich ihrer Neigung vom Korbe aus regulirt werde kann. Der Viyjeetant glaubt auch ein Verschieben des gefesselt Rallons nach seitwärts durch verschiedene Winkelstellungen des Drache erieiehen zu können. Was Kabel wird aus Hanf. Eisen- er Stahldrakt gefertigt und semem Dorchnisser wie das Ankerian bestimnt. Die Bolle, über ı zas Kabel am Erdbisien ZAuft. muss nach allen Seiten | ..% Drehen der Kabeltmmmel win am zweckz maxrsime ANSUDENER WERD (Ss nicht Vvorges ame Menschen zu halten. iingenkar IS S le vramd EEE % a en Fe Pe u... CR Re EI L e A ; eg 7 ne N _- 1 — Die Erwärmung der inneren Luft geschah bisher stets in der sehr nvollkommenen und gefährlichen Art des Strohverbrennens unter «dem ıppendix. Die hierzu nöthige Gluthpfanne wurde in der Mitte des Appendixringes mittelst eiserner Stangen oder Ketten befestigt. Da die Pfanne zur ferneren Speisung mit Brennmaterial sich auch in unmittel- barer Nähe der Gallerie befinden musste, litten die Insassen unter der Hitze bedeutend. Godard baute, um diese Unannehmlichkeit zu be- seitigen, einen dreiwandigen Öfen und füllte dessen Zwischenräume mit schlechten Wärmeleitern aus. Eine im Korbe mitzuführende ungefährliche und zugleich kräftige Wärmequelle ist eine der Hauptbedingungen, die zu erfüllen ist, wenn der Warmluftballon überhaupt wieder in den praktischen Dienst des Menschen treten soll. Die Wärmequelle muss dabei so regulirbar sein, dass der Luftschiffer die Wärmeabgabe in Kalorien bemessen und danach unter Berücksichtigung der Eigenschaften seines Ballons und der Ge- schwindigkeit seiner Bewegung, die Dauer resp. Länge seiner Falırt annähernd bestimmen kann. Die Erwärmung der Luft darf je nach Umständen auf 70° bis 80° C. gebracht werden. Eine Steigerung muss der Luftschiffer mit grosser Vorsicht ausführen: jedenfalls muss er genau wissen, bis zu welchem Grade er solche ohne eine Entzündung seines Ballons treiben kann. Den einzigen Anhalt zur Schätzung der 'Tempe- ratur bietet die Zunahme des Auftriebs. Der Auftrieb der erwärmten Luft ist ein sehr geringer. Daraus folgt die verhältnissmässig enorme Grösse des Warmluftballons. Man errechnet die Dichte der Luft für verschiedene Temperaturen nach folgender Formel: _ 0,001293 .b {1 -+ at760) Darin bedeutet: » den Barometerstand, { die Temperatur, a den Ausdehnungscoßfficienten der Gase = 0,003665. d Für das Gewicht von 1 cbnı Luft bei verschiedenen Temperaturen Und normalem Barometerstande ergeben sich demnach folgende Zahlen: _- nn — Tabelle V. Gewicht pro 1cbm Auftrieb pro lcbm Temperatur in Kilogramm in Kilogramm 0° 1,293 0 50 1,270 0,023 10° 1,247 0,046 15° 1,226 0,067 20° 1,204 0,089 30° 1,165 0,128 40° 1,128 0,165 50° 1,093 0,200 60° 1,060 0,233 70° 1,029 0,264 30" 1,000 0,293 90° 0,972 0,321 10U°® 0,946 0,347 110® 0,921 0,372. Es wird daraus ersichtlich, wie wenig die Montgolfiere mi' Gasballon bezüglich ihrer Tragfähigkeit verglichen werden kann. Anfertigung ist im Uebrigen der des Gasballons gleich. Gross: sind mit dem Warmiluftballon nicht zu erreichen. Es sei noch er dass odard un den Aequator herun bei seiner Montgulfiere „I. ein fallschirmartiges Segel anbrachte, (s. Fig. 34), um ein lanı Niedersteigen zu ermöglichen. Kapitel Il. ttel zur freien Bewegung von Ballons in der Verticalen. Für die fernere Entwickelunzx der Luftschifffahrt ist es von höchster 1V:. Bowdler (Zeitschr. d. V. z. F. d. Luftschifftahrt t. Durch Propellerschraube ; Bd. II 1883, pag. 48). Graf Apraxine (Theil I, pag. 109). Baumgarten (Theil I, pag. 128). j Graf Apraxine (Theil I, pag. 110). > . “ . 2. Durch Fallschirme \Claudius (Theil I, pag. 76, 107). Von diesen beiden Hauptrichtungen hat die erstere mehr Hoffnungen. Ziel zu erreichen, als die zweite, weil letztere, um sich in der neuen chgewichtslage zu erhalten, einer fortwährenden Arbeitsleistung be- Die Gleichgewichtslage eines Ballons ergiebt sich aus seinem ımen, dem Auftrieb seines Traggascexs und seinem Gewichte. Sie ı sich verändern durch eine Vermehrung oder Verminderung des ichts. Hierfür bieten sich zweierlei Mittel, nämlich: Veränderung Gasvolumens oder Gewichtsveränderung durch comprimirte oder ünnte Luft. Ersteres wird durch Aenderung der Dichtigkeit des gases, also ebenfalls durch Expansion oder Compression herbei- hrt. Die Veränderung des (Gasvolumens hat also auch eine (sewichts- ıderung zur Folge, insofern sie z. B. mehr Luft verdrängt bei einer Franken sdueirt w ä » Pro ne Tepe. ger Zr ne “= REEL EEE ÄRZTEN aa wer REIT TELEIERGE SEE ehe neh E 2 rn et zz we ee < ri - Win " | Barometers mit dem Contact einer elektrischen Batterie besteht. | das Barometer bis zu einer bestimmten Höhe, die der | liebig reguliren kann, so wird der Contact geschlossen, der elekt Strom soll dann selbstthätig, je nach dem die Ofenklappen oder die tilklappen öffnen und schliessen. Der Verlust an Tragkraft des ballons soll durch Einführung von Ammoniakgas, welches in 4 kl Oylindern in der Gondel mitgeführt wird, ersetzt werden. Die VW dungsschläuche für diesen Zweck sind die Röhren ss. Nach russi Fig. 37. n. / j Y/ f/ / f , . j RT ji " (‘ N N (r H ul \ | j j VA 4 G | J Zeitungsberichten soll dieses Luftschiff von 0 loicht und solide hengestellt sein.') Einer der genialsten Vorschläge einer inneren sehr je vabm wand r auf irgend ein Resultat, Ohne Zweifel muss dio Kotation. de Bra wchrauben deren Achsen senkrecht gestellt sind, einen Zug, resp. Dı In dieser Richtung auf den Aörostaten ausüben. Diese Arbeit bra vielleicht gar nicht sehr bedeutend zu sein, um den Aörostaten von Oleichgewichtalage aus etwas höher zu bringen. Ihn dann aber in di Höhe zu erhalten, erfordert eine fortgesetzt sich steigernde Arbeit, wa der Mensch nicht zu leisten vermag. Wer aber die Menschenkraft dı olnen Motor ersetzen möchte, überlege sich, um wieviel ein sol Mehrgewicht das Ballon-Volumen vergrössern würde; er berechne | forner, ob er nicht mit demselben Ballon-Volumen ohne den Motor el soviele Munöver in der Vertikalen auszuführen vermöchte, nach ulten Methode, durch Gas- und Ballast-Verluste. | Die wenigen Versuche und Projecte, welche in dieser gemacht worden, wurden im ersten Theil flüchtig erwähnt und dienen auch kaum eine gründlichere Behandlung. Kapitel III. feber die Construction lenkbarer Aörostaten. Die Frage, ist es möglich einen Ballon zu lenken, hat fast un- aterbrochen unser Jahrhundert beschäftigt. Anfangs waren es Leute »n geringer Bildung, welche in der Hoffnung schwelgten, dass ein eheimniss dem lenkbaren Luftschiff zu Grunde läge, ein Geheimniss, elches ihnen vielleicht offenbart werden könnte. Dadurch, dass diese un ihre Projecte veröffentlichten, kam viel unsinniges Zeug in die vel. Wenn daher die gesammte Olasse derer, die sich mit dem lenk- aren Luftschiffe beschäftigten in den Verdacht der Ueberspanntheit ge- eth, so war dies für den objectiven Beobachter lediglich die natürliche olge der publicirten unnatürlichen Producte Mit Phantasie und mit er Politur mathematisch physikalischer Laienbildung lässt sich auf dem tebiete der Luftschifffahrt nichts erreichen. Das lenkbare Luftschiff ist in wissenschaftliches Problem und kann nur durch nüchternes Rechnen m Vereine mit vielen und kostspieligen empirischen Versuchen seiner “sung näher geführt werden. Dass eine solche bis zu einer gewissen irenze möglich ist, ersehen wir aus den eingehenden theoretischen Er- kterungen, welche Professor von Helmholtz über die Frage angestellt ist), wir ersehen es ferner aus den praktischen Versuchen des Capitäns harlos Renard, dem es gelungen ist bei 7 Fahrten fünfmal wieder . :M ‚hsoretische Betrachtungen über lenkbare Luftballons“ Zeitschrift d. D. chifffahrt Bd. IV, pag. 65. — Ueber ein Theorem, geometrisch wu flüssiger Körper betreffend, nebst Anwendung auf das Problem, wm.“ Zeitschrift d. V. z. F. d. L. Bd. IV, pag. 233. 6* um abwechselnden Bewegungen der Gasmasse in der Längsrichtung, u einem regelrechten normalen Functioniren hinderlich sind, zu verm „Schliesslich, Beschränkung der Ballastausgabe durch aller sich darbietenden physikalischen und mechanischen die Zeitdauer der Fahrt bis zur äussersten Möglichkeit Diese Worte Yon’s bilden eine Vereinigung aller für die struction massgebender Gesichtspunkte. Den Eingang zu allen weil Fragen bildet dabei die Grösse des Luftwiderstandes. Es handelt also zunächst darum, wie gross ist die Widerstandskraft der Luft g den Ballon. Daraus entwickelt sich dann die zweite Frage: re | einen vom Ballon tragbaren Motor construiren, welcher im einen noch grösseren Widerstand zu erzeugen, der, im entgegengeset Sinne wirkend, eine forttreibende Kraft wird? Um nun den Luftwi stand festzustellen, bedarf es zunächst einiger meteorologischer über die Geschwindigkeiten der Luftbewegungen. Eine Wi die selbst noch in den Kinderschuhen daherläuft, wie die M konnte natürlich hierüber nur sehr lückenhafte Auskunft erth das mag dazu beigetragen haben, dass die früheren Ballc sich zu Trugschlüssen verleiten liessen, Noch vor wenigen nämlich wurden die Windbeobachtungen der meteorologischen für massgebend gehalten und den Berechnungen zu Grunde & Die hierbei erlangten Zahlen hatten dann auch immer ein so Aussehen, dass man sich über den schleppenden Gang der lung des lenkbaren Luftschiffes wundern musste. Es erschien ı vollkommen möglich, während zwei Drittel eines Jahres mit den Wind zu fahren. Beispielsweise ergab sich nach den Aufzeichnungen in Berlin ein mässiger Wind von 8m Stunde) in der Secunde an einer Anzahl der in folgender T: sammengestellten Tagen. - Tabelle VIl. Jahr “ h. Sa. m. 1876 | 74 Pu ERBEN u 93 — derlich sein wird, um diesen Widerstand zu überwinden. Die Versuche über den lLuftwiderstand sind nun seit dem Jahre 1710, wo Newton danit begann, vielfach wiederholt worden, ohne dass man dabei ein unanfechtbares Resultat gefunden hätte Man hat indess bis jetzt stets das Gesetz, wonach der Luftwiderstand proportional der Fläche, dem (Juadrate des Sinus des Neigungswinkels und dem Quadrate der Ge- schwindigkeit zunimmt, für die Praxis für ausreichend befunden. In der Formel lautet dieses Gesetz Ü .:. 2. 220200... W = k.d. Ei sin a?. 4 Darin bedeutet # = einen von der Grösse oder Form der Fläche abhängenden Coäfficienten. d = Dichtigkeit der Luft —= 1,293, F = (Grösse der Widerstandsfläche in qm, r = (ieschwindigkeit, 9 = Erdschwere — 9,8, « — Neigungswinkel der Fläche. Für kleine Flächen und geringe Geschwindigkeiten beträgt nach Pon- velet k = 1,86. Danach wäre der Druck P auf einen Quadratmeter bei 1 m Geschwindigkeit: 1,86 . 1,293 2.98 Ob die Constante P nun hiermit annähernd richtig gegeben wird, entzieht sich jeglicher Beurtheilung. Capitän Renard benutzt bei seinen Berechnungen den Werth 0,125, Yon hat den von d’Aubuisson P = 0,135 seinem Projecte eines lenkbaren Luftschiffes zu Grunde gelegt. Samuelson erhielt nach einer besonders aufgestellten Formel P = 0,13178. Wenn eine Commission sich der Aufgabe, ein lenkbares Luft- schiff zu construiren, unterziehen soll, so wird das eingehende Studium der Natur der Luftbewegung, ihr Widerstand und ihre Reibung eine ihrer ersten Arbeiten sein müssen. Nur dann wird die Sicherheit des Krfolges einigermassen vorhanden sein, wenn nichts geglaubt, sondern Alles geprüft wird. Nach Bestimmung der Constanten tritt die Form des Ballonkör- Ders als wesentlichster Bestandtheil des Ganzen in Frage. Die hervor- tretende Forderung, sie möglichst klein zu gestalten, macht die Be- Mutzung von Wasserstoffgas zu ihrer Füllung zur Nothwendigkeit. Dass zunächst die Bestimmung ihres Volumens gleichwie die des Kugelballons P= — 0,123 kg. TREE A En SE u a LT nn a he - - 4 ’Aäfrpei D Be PEANTIT F — 16 — bietende leichte Körper wird, zurückgeworfen, während das sc Schiff noch einen Moment die ihm innewohnende lebendige Kraft wir lässt. Wir haben also hier wieder ein Kräftepaar und folglich ef Verschiebung, die sich bei der Plötzlichkeit des Auftretens solcher ii scheinung nicht verhindern lässt. Derartige Ursachen müssen wohl (lem Stampfen beigemessen werden, welches Renard und Krebs I ihren Fahrten wiederholt verspürt haben. Schliesslich darf man nicht unberücksichtigt lassen, dass bei einem Steigen des Aöros durch die Entlastung des Schiffes der Schwerpunkt sich mehr dei Aörostaten nähert. Es müssen also auch diese schwierigen Berw nungen auf Grund einer maximalen Gleichgewichtslage ausgeführt werde Im Jahre 1885 wurde zu Cherbourg von einem gewissen ] bayeux ein Aörostat gebaut, welcher nach seiner Fertigstellung =: als nicht stabil erwies (14. Juli. Wenn man bedenkt, dass die Le harkeit auf dem (mitunter wiederkehrenden) Princip beruhte, dass de Rotation einer in der Längsachse vorn am Ballon angebrachten Pre» pellerschraube einen luftleeren Raum schaffe, in den der Aärostat durd den hinten wirkenden Luftdruck hineingedrückt würde, so muss ma sich wundern, dass in dem Lande, welches am besten über die Lauf schifffahrt Bescheid weiss, so viele Capitalisten gefunden werden konr ten, un diese Idee zur Ausführung bringen zu können. Die verfehlte Arbeit hat nicht weniger als 200,000 Frances gekostet.!) Die Anbringung des Propellers an dem vorderen Theile des Schiffes bietet den Vortbeil, dass der Hebelarm zum Steuern ein längerer wird das lasftschiffalso schneller den Drehungen des Ruders folgt. Die Verbindung zwischen dem Ballon und dem Schiff wird durch besondere auf de Form passende Netz- vder Netzhemden-Constructionen bewerkstellgt: Giffard führte die von diesen ausgehenden Auslaufleinen zunächst nach einem parallel der Längsachse des Ballons befindlichen Baum. An letztere hing dann das Schiff mit dem Motor. Trat die forttreibende Kraft & Thätigkeit, so schleppte bei dieser Anordnung das Schiff den Balls nach. Die neueren Constructionen von Dupuy de Lome angefange suchten alle eine starre Verbindung zwischen den beiden Hauptthals herzustellen und erreichten dies durch zweckmässig angebrachte Dis: nalleinen bei der Aufhängungsvorrichtung. Das Steuerruder besteht wöhnlich in einen drehbaren gesteiften Segel. Renard wendete hie 1) La Navigation Aerinne par (Gi. Tisandier. Paris 1886. — Joursel the Royal united Serviece-Institution. Vol. 29. 1885. vn Amann Mana a Era Seen w EN in nn ar — 109 — Gifard Giffard ‚Dupuy de paentein Tissandier Renard rue en .- 4872 Be 1884 85 des Mo- | | | | in Kilo- | | | | Doc | 70 — 3.1254 | 537 °..280 025 äfte des | ' Fe 3 —_ Ä 21,3 | 3,6 1,5 S,5 e Propel- el... | 3 2. 2 4 2 | 2 ısser (des | | llerr in | nn 0.2. 3.4 19.146 2,85 fi ahl ind. } | | e ..| 11m ı 25--27' 90 1120190) 46 "he Ge- | ıligkeit | | eunde in | n | 9—_ -- 19360052 34 556,5 erdekraft ' | Gewicht : wegen in | | ramını 2. 600 - 3000 , 730 1.500.235 des Mo- | | | oPferde- ' | f | 290 _ 1200 | 146,4 186 Ä 77 " | ass mit der Zeit Fortschritte gemacht sind wird sicherlich jeder- inleuchten: um aber das Ideal der menschlichen Wünsche zu n. dazu bedarf es noch tiefer Ueberlegung, reger 'Thätigkeit und nelieher Ausdauer! Kapitel IV. Gase- und Gasbereitung. a. Wasserstoffgas. Von allen Gasen, welche leichter sind als die Luft, ist nur eiß kleiner Theil für die Luftschifffahrt praktisch verwendbar. Zu diese rechnen: Wasserstoffgas, Leuchtgas, Ammoniak- und Wassergas. Das leichteste und daher für die Aöronautik wichtigste von diese® ist das Wasserstoffgas. Es ist im reinen Zustande ein farbloses, durch“ sichtiges, geschmack- und geruchloses Gas. Sein Volumengewicht ist 0,06926 also 14!/, mal leichter als atmosphärische Luft- Ohne def Zutritt von Sauerstoff ist es nicht entzündlich. Ist dagegen solcher vor“ handen, so brennt es mit einer schwachsichtbaren Flamme ruhig aP- Bei einer Mischung mit Sauerstoff jedoch findet bei Berührung mit eine? Flamme die Vereinigung dieser beiden Gase zu Wasser unter heftige?” Detonation statt. (Knallgas). Die Tragkraft des Wasserstoffes beträgt- wenn nach Bunsen Icbm = 0,089578 kg wiegt = 1,2932 — 0,08957 — 1,203622 kg. Wenngleich sich nun die Materialen zur Herstellung” dieses Gases in Gestalt des Wassers fast überall finden, so sind doch die damit verbundenen Unkosten so bedeutende, dass die meisten Luft- schiffer für gewöhnliche Fahrten sich der weniger guten Traggase be- dienen. Ebenso aber, wie die Anwendung letzterer für lenkbare Ballons unzulässig ist, ebenso muss auch in den meisten Fällen für den Krieg von ihnen Abstand genommen werden, wo es heisst in kurzer Zeit eine hinreichende Tragkraft zu produciren. Es ist daher bei allen Nationen, welche sich eingehender mit der Militärsöronautik beschäftigt haben, — 114 — Nehmen wir als Beispiel einen Kugelballon von 600 cbm Volumen an, so brauchen wir zu seiner Füllung nach der Theorie: Schwefelsäureanhydrit = 2149,92 kg — 42,99 Ctr. Zink 2222.20 = 174681 „ — 34,67 „ \ Sa.: 3896,73 „ — 77,66 „ oder Schwefelsäureanhydrit = 2149,92 „ = 42,9 „ Eisen . . .... 0 = 15049 „ 301 ,„ Sa.: 3654,86 „ — 73,09 „ Die älteste Art der Herstellung des Gases fand durch Benutzung von gut gedichteten Fässern statt. Professor Charles baute diese Fässer in einem Kreise auf, und stellte in dessen Mitte einen grossen Waschbottich. Jedes Fass hatte im Deckel zwei Rohröffnungen. Die eine ging ak Rohr weiter, beinah bis auf den Boden des Fasses und diente zum Zu- giessen der verdünnten Säure, das andere ging nur durch den Deckel und wurde mit der Rohrleitung verbunden, welche das Gas in die Mitte ddes Bottichs unter eine Glocke führte. Letztere hatte oben eine weitere Oeffnung, welche mit dem Ballon in Verbindung gebracht wurde. Ds die Fässer nach einiger Zeit eine neue Beschickung erforderten, hatte Charles sie in doppelter Garnitur zum Auswechseln. Ganz dieselb® Methode wandte auch noch Dupuy de Lome im Jahre 1872 für die Füllung seines grossen Aörostaten von 3454 cbm Inhalt an. Er con struirte mit Hilfe des Luftschiffers Yon zwei Systeme zu je 40 Fässern. Jedes Fass hatte ein Volumen von 690 Litern und erhielt von vom herein eine Beschiekung von 200 kg Eisen (fer permanent). Dann aber wurden noch hinzugethan: Wasser . 2 2 2 22 nenn. 425 Liter Eisen 2. 2 2 22 nn nn. 8125 kg Schwefelsäure (66, spec. Gewicht 1,842) 62,50 „ Vom Inhalte eines Fasses wurden somit 516 Liter ausgefüllt und es ergab ein jedes eine Production von 12,5 cbm Gas innerhalb zw Stunden, so dass ein System in dieser Zeit 500 cbm liefern konnte Danach wurde das zweite System in Gang gesetzt, während das erst? von den Zersetzungsproducten gereinigt und mit der neuen Beschickung versehen werden musste. Die 40 Tonnen eines Systems standen zwei Reihen. Das Gas wurde durch ein zwischen ihnen entlang laufende‘ Rohr in den Waschapparat geführt. Letzterer war ein Cylinder au verbleitem Eisenblech von 1,50 m Höhe und 1,50 m Durchmesser, und stein rn E BEE 1 4 % « B % ” ee N al TE a rn ee Dee Sa 4 a i . nz na ia Pr N ui a ar En ee hy Tide Re | Inne EAN TIUSSIEKE 4 A. rer herz“ u 5 7 7 AL oe Be — 12 — Die französischen Armeeballons haben nach Capitän Lee ein Volumen von 17000 engl. Cubikfuss = 629 cbm. Danach wäre der Durch- messer der französischen Ballons ca. 10,6 m und wären sie aus ea. 166 Bahnen zusammengenäht. Man kann nunmehr, da die Zeichnung annährend genau im Massstabe !/,, gefertigt ist, aus dieser ungefähr das im Generator selbst mitgeführte Quantum an Material ermitteln. Daraus ergiebt sich, dass ca. 1,5 cbm Säure mitgeführt werden können und ca. 1,099 cbm Raum für Eisendrehspähne vorhanden ist, (der Generator Fig. 44b. Fig. 44c. Fig. 44d. „u ?/, gefüllt angenommen). Vergleicht man diese Resultatejmit den angeführten theoretischen Zahlen für einen Ballon von 600 cbm, findet man bei Renard mehr Raum als nöthig ist bei beiden Gefässen. Dahingegen kommt aber das Schwefelsäuregefäss der Rechnung mit _ 17 — dass solches von den Akrobaten-Luftschiffern, jedenfalls aus Unwissen- heit, nicht immer mit der nötligen Gründlichkeit geschehen ist, hat sich das Princip eingebürgert, den Kubikmeter in diesem Falle auf 0,25 „#4 zu berechnen, während er sonst nur 0,15 .4 kostet. Aus der obigen Formel lässt sich auch leicht die Grösse des Durch- messers ableiten, die das Leitungsrohr, wenn die anderen Grössen be- kannt sind, besitzen muss. Unter Beibehaltung der Bezeichnungen er- giebt sich nämlich: dd — 11,449 1 ke Von besonderem Einfluss auf die Druckhöhe und daher für die Praxis von bedeutender Wichtigkeit ist eine Abweichung der Rohr- leitungen von der Horizuntalen. Steigt die Leitung so wächst der Druck, fällt sie so nimmt er ab. Die Grösse des hierdurch verursachten Druck- höhenunterschiedes ist gleich der Differenz des Gewichtes einer Luft- und einer Gassäule, welche den Niveauunterschied als Höhe haben. Dieser Werth muss also zu % addirt oder subbrahirt werden. Es sei D die Druckdifferenz in Millimeter Wassersäule, + » der Niveauunter- schied in Metern zwischen den Leitungsenden, (@ das Gewicht von lcbm luft = 1.293 kg, s das specifische Gewicht des Gases, dann ist D=+r6(1l-—3. Diese Formel kann dem Luftschiffer dann von Werth sein, wenn er vom Gasleitungsrohr ab eine längere Schlauchleitung über das Terrain hinweg zu legen hat. Schlauch vermindert den Druck, (wenn er nicht sehr glatt gefirnisst ist), weil in ihm die Reibung des Gases eine grössere als in den eisernen Leitungsrohren ist. Durch eine sehr geschickte Wahl les Füllungsplatzes wird unter Umständen dieser Nachtheil nach dem Ergebniss obiger Bestimmungsformel vermieden und vielleicht in das tegentheil verwandelt werden können. Richtungsänderungen des Schlauches sollen für die Praxis keine wesentlichen Druckveränderungen zur Folge taben. c. Ammoniakgas. Anmmoniakgas N A, ist theils als mitzuführendes Ersatzgas für das lurch Diffussion verloren gehende Traggas, theils als Füllungsgas selbst "orgeschlagen worden. Es ist schwerer als Leuchtgas, sein specifisches sewicht ist 0,7256, hat aber die gute Eigenschaft bei fünf Atmosphären- \ruck flüssig zu werden und ist ferner in dem Masse in Wasser löslich, ah a er et ng A en — 1832 — eines Ballons von 1000 cbm Volumen 12,50 bis 20 .# kosten. Alsdann dürften sich mehr Leute als heut zu Tage praktisch mit der Aöronautik befassen und die Chance, die Luftschifffahrt an sich zu verbessern und sie zu Zwecken der Meteorologie zu benutzen, dürfte eine grössere werden. Da das Wassergas zur Hälfte aus Wasserstoff besteht, hat man in aöronautischen Kreisen stets den Gedanken verfolgt, dieses aus ersterem abzuscheiden, um dadurch das beste Traggas wohlfeil herzustellen. Weil nun Kohlenoxyd sich nicht leicht chemisch binden lässt, muss es zu diesem Zwecke in Kohlensäure übergeführt werden. Das kann in dem Ofen von Dwight und Quaglio sehr leicht erreicht werden, wenn die Kammern (’ und FE mit Eisen oder einem anderen leicht oxydir- und desoxydirbarem Metall beschickt werden. Das Kohlenoxyd desoxydirt das erhitzte Metall, der durchgeleitete Wasserdampf oxydirt es wiederum, indem er sich zugleich zersetzt. Es ist genau die Methode, welche Giffard 1877 bereits praktisch durchgeführt hat, nur war seine Ofen- construction nicht derartig, dass die Darstellung gefahrlos, ohne Explo- sionen, verlief. !) 1) 8. auch Wasserstoff; ferner L’Aeronaute 1885, Heft 12. Kapitel V. Umgang mit dem Ballon. 1. Füllung. Alle Handgriffe mit dem Ballonmaterial müssen, sobald ein mili- tärischer Zweck damit verbunden wird, mit grosser Schnelligkeit aus- geführt werden. Diese Nothwendigkeit tritt um so mehr hervor, wenn man mit Factoren zu rechnen hat, welche ihrer Natur nach viel Zeit in Anspruch nehmen, wie die Füllung des Ballons. Es bleibt hier nur übrig Zeit zu ersparen durch schnelle Vorbereitung zur Füllung, durch sorgsame Ueberwachung derselben, um Störungen zu vermeiden, und durch schnelle Montirung des gefüllten Ballons. Alles dies ist zu er- reichen durch ein zweckmässig construirtes Material, eine wohlgeschulte Mannschaft und eine umsichtige militärische Leitung. Ueber den Hergang der Füllung ist nun zwar in französischen !) und amerikanischen ?) Büchern ziemlich ausführlich geschrieben worden, dagegen aber haben die deutschen Luftschiffer sich niemals darüber aus- gesprochen. Es erweckt sogar den Anschein, als ob sie aus Befürchtung inländischer Concurrenz mit Absicht geschwiegen haben, zu ihrem Vor- theil, zum Nachtheil der Luftschifffahrt. Nur das Zusammenarbeiten vieler kann eine Förderung dieser Technik herbeiführen. Hier soll nun auf Grundlage der Erfahrungen ausländischer Aöronauten der Weg unseren zukünftigen Luftschiffern geebnet werden. 1) E. Casse, Epure et Construction des Adrostats et Montgolfitres. Paris 1883. 2) Wise, System of Aeronautics. Philadelphia 1859. — 15 — ; ee ee en I EN SE vn un ist. Währenddem müssen von den an diesen Arbeiten nicht 'E Leuten die Sandsäcke mit gut durchsiebtem Sand gefüllt und im Kreise um den Ballon gleichmässig vertheilt aufgestellt werden. Es tritt nun an den Leitenden die Frage heran, nach welcher ‚Methode sich die Füllung bei seinem Ballon am besten vollziehen wird. ‘Man unterscheidet zweierlei Arten, die in Frankreich mit dem Namen „en öpervier“ und „en baleine“ bezeichnet werden. Die erstere erfor- dert ein sorgfültiges Legen des zur Füllung vorbereiteten Ballons der- art, dass der Stoff nach dem Appendix und das Ventil auf die Mitte wird. Danach werden alle Falten möglichst glatt gestrichen, sodass die Nähte der Bahnen wie Strahlen, die vom Ventil ausgehen, sichtbar werden. Diese Methode kann nur bei kleineren Aörostaten, bei welchen es leichter ist die Stoffmasse zu bewältigen oder aber bei einem Ueberschuss an geschulten Leuten angewendet werden. Sie ge- währt den grossen Vortheil, dass, der Ballon von Beginn der Füllung an seine richtige Lage hat und der Sitz des Netzes sich gut übersehen und leicht regeln lässt. Ungeachtet dessen füllen aber die meisten Luft- gro nach der anderen Art „en baleine“ jedenfalls, weil sie hiermit t und Mannschaft sparen und die auftretenden Schwierigkeiten ‚praktischen Blick und ihrer Erfahrung leicht überwinden können. Der Ballon verbleibt also hierbei in seiner anfangs angenom- ‚menen Lage. Die Einführung des Traggases muss zunächst bei gefir- nissten Ballons und gefirnissten Füllschläuchen langsam von Statten weil in Folge der Verpackung stellenweise immer ein Zusammen- kleben. des Stoffes möglich ist, das, um ein Zerreissen zu verhüten, erst beseitigt werden muss. Erst wenn der Leitende sich darüber Ge- wissheit verschafft hat, dass die Lockerung der Stoffmasse überall durch- it, darf er das Gas mit vollem Druck ohne Schaden einströmen . Der Appendix muss während der Füllung beständig gehalten ind ‚daraufhin überwacht werden, dass nicht etwa Falten durch ihre we er gen Gaszufluss abquetschen. Es findet dann zunächst das An- r Sandsäcke statt. Während der ganzen Zeitdauer der Fül- haar geachtet werden, dass die Sücke an derselben Knoten- d sobald der Ballon die richtige Stellung hat, auch gleichmässig se Tune ngizun Sg wre! TEE ni w.. A we > re Fe / u % ER er kanicırz Na BISRN \ - vn Mann Eı En re F PRENSEEREENND EN |OROR, Pe u ZEREE De i ar ; « ne un frei zı ' Für grössere Ba a N Me ar a > . 1%“ “ Rn . a a Tao CD ee a ze N ee re VE De * ÄÜNET 8 — 139 — els ec gedrückt werden, alsdann klappt die Gabel 5 herunter und Schlaufe des Haltetaues gleitet ab. Zu demselben Zweck ist auch die vom Hauptmann von Brandis ındene Auslösungsvorrichtung brauchbar (Fig. 12). Sie hat vielleicht der französischen noch den Vorzug, bei gleichen Anforderungen an Haltbarkeit leichter hergestellt werden zu können. Diese Apparate sollten immer zur Anwendung gelangen, weil es i ihnen in der Hand des Luftschiffers liegt, selbst die Loslösung zu Ilziehen, während dieser für gewöhnlich sich auf das gleiehzeitige Los- sen aller den Korb haltenden Leute verlassen muss. Dabei sind Un- Fig. 47. 9 träglichkeiten, wie ein zu spätes Loslassen an einer Seite, was ein ndein des Ballons bei der Auffahrt zur Folge haben kann, oder gar ıglücksfälle, wenn beispielsweise ein Unaufmerksamer nicht zeitig los- ist und mit hinaufgezogen wird, nicht ausgeschlossen. Den auffahrenden Aöronauten begleiten die Zurückbleibenden mit m Zuruf: „Glück ab“ b. Montgolfieren- Füllung. Montgolfieren sind den deutschen Luftschiffern nur dem Namen ch bekannt, wohingegen es in Frankreich eine grosse Anzahl giebt, ılche mit diesem Aörostaten ihren Beruf zu treiben begannen und — 12 — Godard mit einem Gehülfen. Dieser Ballon nun fiel in Folge eine unaufgeklärten Ursache 35 Minuten nach der Abfahrt aus einer Hök von 230 m plötzlich so schnell herab, dass der Korb tief in den Erdbode; hineindrang und sämmtliche Insassen bis auf zwei verletzt wurde Laussedat und Renard brachen ein Bein. Verschiedene Thatsache sprechen für die Vermuthung, dass man die Schuld dem Luftschi beigemessen hat, so ist vor allen Dingen die Annahme Adrien Dut Poitevin’s als Luftschiffer an Stelle des doch überall bekannten Euge (todard auffällig. Vielleicht verdanken wir es also diesem Vorfall, das der Capitän Renard in das Handwerk Methode hineingebracht und e damit zur Wissenschaft erhoben hat. Der freischwebende Kugelballon ist physikalischen und mete logischen Einflüssen ausgesetzt. Er verhält sich diesen gegenüber ve schieden, je nachdem er vollständig oder unvollständig gefüllt ist. I trachtet man zunächst einen vollständig gefüllten Ballon, so ergiebt sie für ihn, wenn er allmählich so belastet wird, dass er auf dem Erdbodem. stehen bleibt, aus der Formel (1) (bei 0° Celcius und 760 mm Drudi folgende (rleichung: VYd=rd+0@ d. h. das Gewicht des Volumens der verdrängten Luft ist gleich dem (iewicht des Gasvolumens plus demjenigen des Ballonmaterials und Personals. Nehmen wir ein Zahlenbeispiel, in dem: I" .= 1000 cbm, d = 1,293 kg, d' — 0,643 kg, @ —= 650 kg so erhält man: 1293 — 643 + 650. Unterscheidet man nun bei @ einen constanten Factor P, welche das Ballonmaterial mit dem Luftschiffer, und einen variablen, welche ılen Ballast 7" bezeichnet, so ist: daA=Vd-+-P+P und wenn / = 400 angenommen wird: 1293 = 643 + 400 + 250. Es wären demnach unter den normalen Verhältnissen 250 ig Ballast (>; ea. 17 Sack) nöthig, um den Ballon feststehend auf dem Erdboden im Gleichgewicht zu erhalten. Berücksichtigt man ausserden die Temperatur und den Barometerstand, so ergiebt sich: ..b m. Ya (Hat - MM zdt+a0+P+P. Darin bedeutet: —_ iM — Setzt man nun diesen Werth für ? in Formel (7) ein, so erhält n ra, + + 55 ( _ ME I — ve gt + +: 55 (1-5) +P+P:. Wird nun db‘ —= 760 und /, = 0% C. angenommen und berechnet man nun das Zalilenbeispiel obige Gleichung für eine Höhe von 1000 m lautet dieselbe: B 671 _ 671 1293 671 (1 » ( 700) — 643 671 1 (u TON 273 To 273 + 4004 Pr. Es befindet sich in derselben nunmehr eine Unbekannte P*, we uns angiebt, wieviel Ballast wir in der Höhe von 1000 m von ursprünglichen 250 kg noch übrig haben. Nach 7“ hin aufgelöst giebt sich: ss 1 ;) RM ___ ggf oo _. J _ı > 9) ..P= INT, «) (1 ++ 973 ) I in Zahlen: 671 551 — 671 | 60) “M,_ ILL _4f P':=1000. 200 0850 (1 — 575 )- 400 I" —= 560,41 — 400 = 164,41lkg= va. 11 Sack Ballast. Soviel Ballast wird also in der Höhe von 1000 m sich nuch Korbe befinden. Der Verbrauch war demnach PF— P'= 250 — 1b —= 809,59 kg, d. h. ca. 5 bis 6 Sack Ballast. Es ist leicht danach berechnen, wieviel Ballast ausgeworfen werden muss, um eine bestin Höhe zu erreichen. Unter Berücksichtigung von Druck und Tempe! ist die Masse (») zu bestimmen nach der Formel: 55 (1 — | 10. 2.20 p= ld --d') w il ++ Pre | Es ist jedem Luftschiffer zu empfehlen, sich für seinen B hiernach Tabellen anzufertigen, weil er durch diese erst in die gesetzt wird, die Leistungsfähigkeit seines Fahrzeuges nach allen ! tungen hin kennen zu lernen und demnach gegenüber den an ihı ne eg» Taf Eu? „ur ehr ER FE ie Tale ı 2 dr 1 NY W venaie 2 = a GEREETEITZEN Il Pr an. In Rs . . j F BETA Ey ee, H- re enzugen. _ l 4 ba “ Ben eure VRRHRRR En rue Fu BEE BEER ee = ? Kai Be nigeben BugeibRN 'n Mater 0 en 3 VE vi ne © d Niederschläge, wie Luft if AR “ we 5 Kos ak a RER! u Tu we Kr #*. d Assarhsi Yri a ce are handen Bi 28 ER 1 i “rer ’ E 4 . Yul m Ma ee — 1532 — und dabei genau abzumessende Ballastopfer zu bringen, wenn er % eintretender Reaction möglichst schnell sein Ballonvolumen verringet Die Construction will Renard in der Gestalt eines in der unten Balloncalotte befindlichen ringförmigen Luftschlauches ausgeführt wie Der Appendix des letzteren wird dann seitlich desjenigen des Gasbalk sich befinden. Weiterhin setzt er diesen Schlauch des Luftsackes ® Verbindung mit einem Ventilator für schwachen Druck und grwe Leistungsfähigkeit. Letzterer muss bei dem Sinken in der Secunde e Volumen Luft durchgehen lassen, welches der Contractionsgeschwindigks gleichkommt. Das ist, wie früher erwähnt wurde (s. 8. 17, a= _ für einen Ballon von 1000 cbm demnach 0,125.v. Wenn der Adronsi die Geschicklichkeit besitzt, nicht schneller als einen Meter pro $e zu fallen, muss der Ventilator daher 125 Liter Luft in der Secunde i den I,uftsack einpumpen können. Wer sich diese Fertigkeit nicht # traut thut also gut einen leistungsfähigeren Ventilator mitzunehme Der Druck, den der Ventilator auszuüben hat, muss durch Rechnus festgestellt und seiner Construction zu Grunde 'gelegt werden.!) Für die Grösse dieser Luftblase giebt Renard folgenden Anhsk, Er sagt, das Volumen derselben muss gleich sein der Differenz zwischa dem Gasvolumen bei der Abfahrt und demjenigen zur Zeit als na niedersteigen muss, d. h. wo der disponible Ballast bis auf den u Niederfahrt in Reserve gehaltenen verbraucht ist. Es sei: I = das Gasvolumen des Ballons bei der Abfahrt. x = das Gasvolumen nach Verbrauch des disponiblen Ballastes. «a = der Auftrieb des Gases pro Cubikmeter. F" = das Volumen der luftblase. p = der Ballast. p' = der Reserveballast. Der Auftrieb war = T’a und ist vor der Niederfahrt bei Normaldruc ' rab 760 und Temperatur ‚ der Auftriebsverlust beträgt demnach: 7 zab a7 I} S. L’Agronaute 1881, Etude sur les A@rostats & volume maximum variable par Charles Renard. — 193 — geglichen worden durch die Ballastausgabe p—p‘. Man er- ch ‘ r zab p-p = Va — 760 = In „‚Wa—p+p) sonach: r 760 v>2V— (Wa—p+p) b nuss weiterhin die Abkühlung und die damit verbundene des Gases in der Höhe in Betracht gezogen werden. Dann uch für den Fall, dass der Ballon durch irgend welche Er- fwärts getrieben wird, genügend Raum zur Ausdehnung unter ‚eren Drucke für die Luft vorhanden sein. > 9 np -7.-1) n wir das Zahlenbeispiel in obige Formel ein. Die Gleich- ıe sei in Höhe von 500m = 714mm dann ergiebt sich: j 760 70, 1 > gas0.rra 250 — 33) — 1000 (Mm - 1) ‘ > 249,3 cbm. ı die Luftblase aber auch bei der Niederfahrt noch mit zur gelangen soll, muss sie, da bei dem zunehmenden Luftdruck ımprimirt wird, grösser gemacht werden, und zwar wird: 217 en fernerhin, der Ballon soll eine Sicherung nach der Höhe erhalten; das Gas würde in der Höhe von 1000 m incl. xcorrection 671 6,44\ _ — 650. 760 (1 _ 7) — 560,41 kg esitzen. 500 m Höhe ist der Auftrieb = 596,3kg. Es geht also ver- 596,3 — 560,41 = 35,69 rund 36 a. wechen auf dem Erdboden einem Raume von 06 50 ” —= 55,3 cbm ki. In Summa würde demnach die Grösse der Luftblase be- | Kapitel VI. die militärische Wichtigkeit der Aöronautik. Wohl mit Recht hat man unsere Zeitepoche das Jahrhundert der ik genannt, denn noch niemals hat letztere so tief in das sociale ı der Völkerschaften eingegriffen, wie heutzutage. Allmählich wird berall die Handarbeit durch die Maschine ersetzt. Die Maschine poten- di menschliche Kraft und man braucht daher für dieselbe Arbeit eniger Menschen; bei der Complicirtheit ihrer Construction muss aber | Es handhabende menschliche Kraft eine höhere Intelligenz besitzen. is nun an Menschenkraft überflüssig wird, muss sich dieses Plus an genz aneignen, will es nicht im Kample um’s Dasein“ untergehen. flusst die Technik unsere Cultur, indem sie Intelligenz und fähigkeit steigert. use Et derselbe für den Krieg, wie für den Frieden. Die ee eine Kriegskunst geschaffen, welche ı Fortschritten der Wissenschaft, sich mehr und r einem stetigen Wechsel unterworfen ist. besserungen der Kriegsmittel, welche durch epräsentirt werden, die in fast jedem Decen- staltungen im Heerwesen zur Folge haben. ai sie bedingen, können die Veran- ehten werden. Welche die richtigste ist, onts sheiden. ist die Vernichtung 'der gegnerischen Kraft. F . np ki I hi j j j & ‚ ae > . u n [ 3 RE RETTET u Ir a & S | Ic “ g R z r a a N NE Se m Ar ao | ö las FT. AR" es el nes er ee 1 . FE RR, te a a ai ae. Ra - PrOOn ur BEN 2 a N AS re r Bil toller. „weil die Sahe Ti BE RAN Be a Ins; ae der ı Festung. das Gleichg owicht TE “ Fertheidigungakrüft te, wele > ae = “ Pc " DE a DE NH N zn % Zen, ir re a nn a Er TE Zu nen et, — a 20100 7) EL u - Mn; u AL 11x ai Se SB EEE, ee F TE Sie En ae AuN je $ Ziudrn EN LNEENE Me PR E; a 1, er, EB Nora 0 BER Ze EEE RENT Rn er re en ee te 22 so ee ur rt Ba I mei = Insel mes re zu Kt 2 Wie L.2 Da 222 RETRO fe art BE ee Wr % 2 ug Zap ı u N; DE PIRTE ES EEEN ENTER ET » . kı » a ER DE EEE Von r . a RE a = R “ TE a in A 0 hr a ai EEE er ee Do . y B se ww . ; | =“ > ME a 1 = IM ven TE re, — 193 — dt per Ballon verliess, um in Tours die für Paris bestimmten Depe- en nach seinem Verfahren herzustellen. Die 115,000 officiellen und vaten Depeschen, welche er während dieser Zeit anfertigte, sollen in mma ein Gramm schwer gewesen sein. Bei einem wachsamen Belagerer bleibt demnach der Aörostat für u Belagerten die „ultima ratio regis* für den Verkehr mit der Aussen- eit Es kommt dabei, abgesehen von der direct der militärischen Action weenden Verwendung noch eine gouvernementale hinzu. Der Con- mndant hat ausser der Garnison auch die gesammte Einwohnerschaft unter eh und daher auch die Pflicht, bei dieser einen guten Geist zu erhalten, er die Strapazen der Belagerung mit Zähigkeit erträgt. Die Ballon- »st sollte demzufolge auch dem privaten Gedankenaustausch zugäng- eh sein, und auch dem Bedürfniss der Bevölkerung, etwas von Aussen a erfahren, Rechnung tragen. Für die Zukunft dürften daher Post- üllons ganz unentbehrlich werden und es erscheint wohl gerechtfertigt, Res man sich im Frieden mit diesem Mittel schon etwas vertraut. macht. der Hauptübelstand, welchen Paris seiner Zeit empfand, war der Mangel einer genügenden Anzahl mässig ausgebildeter Luftschiffer. Durch Ausstreuen von Nachrichten und Proclamationen ist der at auch mehrfach in den politischen Dienst getreten. Er erscheint hierbei wohl als ein sehr unzuverlässiges Mittel. Seine Anwendung kefolgte während der Belagerung Mailands im italienischen Kriege 1848/49. fie provisorische Regierung sandte auf diesem Wege ihre revolutionären Aufrufe hinaus, um das Land zum Entsatze Mailands aufzuwiegeln. Auch während der Belagerung von Paris wurden am 30. Sept. von dem won G. Tissandier geführten Ballon „Celeste“ aus, Proclamationen an die tschen Soldaten herausgeworfen. An demselben Tage wurde auch ron Godard ein zu diesem Zwecke gefertigter kleiner Ballon, von dem “ie Proclamationen nach und nach herabfallen sollten, aufgelassen. Der ; Apparat functionirte indess schlecht und fiel mit seiner gesammten Aus- ‘zästung in eine unserer Verschanzungen. Auf den Erfolg dieser Schrift- stücke bei unseren Soldaten hatten übrigens die Franzosen von Anfang an keine grossen Hoffnungen gesetzt.!) 1} 8. En Ballon pendant le siöge de Paris von G. Tissandier. Paris 1871, a. 175. Moedebeek, Luftschifffahrt. II. 13 hr weil ag ] E x . u) » BE. ar solchen en ER a _ nr - au AU PL 69 2 a a N aan > ae a Br a en Nez Pl ee — 16 — vom Feinde entfernt bleiben, dass man nichts sehen und demnach ı nichts nützen kann. Der Ballon wird also im feindlichen Geschütsf bleiben und die Gefahr des Heruntergeschossenwerdens tiber sic gehen lassen müssen. In der That dürfte das für den Artilleristen # leichte Aufgabe sein. Die Feldartillerie zumal ist nicht mit den rialien versehen, welche ein methodisches Vorgehen bei diesem Schidf gestatten. Sie müsste sich mehr oder minder auf den Zufall verl und würde am vortheilhaftesten dazu den Schrapnellschuss wählen: ist schwierig zu beurtheilen, wie die Lage des Schusses zum Ballon eine Beobachtung zum Einschiessen ist nur in dem Falle möglich, das Geschoss vor oder hinter dem Ballonbilde crepirt. ahingef könnte die Fussartillerie mit ihren vielen Instrumenten sehr bald Entfernung des Ballons annähernd ermitteln und mit Hilfe Winkelmessapparate, die mit bekannter Distanz von einander eniä sind, die Entfernung jedes Schrapnell-Sprengpunktes in der Luft‘ stimmen. Aus der Combination dieser beiden Beobachtungen ergiebt di ein zwar sehr künstliches, indess doch auch systematisches und sicher zum Ziele führendes Resultat. Nichtsdestoweniger würde ein Erfolg immer schwer erreich bleiben. Der Ballon ist ein vollkommen bewegliches Ziel. Unwillkürk bewegt ihn der Wind und erschwert das Richten nach ihm, und wi kürlich kann ihn der Luftschiffer nach allen Richtungen des Raul hin bewegen lassen. Im Jahre 1870 wurde während der Belagerung von Paris der Versuch gemacht, freie Ballons berabzuschiessen. Da Gewel \ hierfür nicht ausreichten, construirte damals die Firma Krupp e Specialwaffe, ein Ballongeschütz!), welches nach Art eines Gewehresj leichter und schneller Weise gehandhabt werden konnte (Fig. 53). bestand aus einem langen Gussstahlrohr von ca. 3,6 cm Kaliber ; Rundkeilverschluss, welches auf einem, in einer Säule befindlichen # nach allen Seiten hin drehbaren Schildzapfenlager ruhte. Letzteres 1 soweit vom Mittelpunkt der Säule entfernt, dass man ungehindert 4 Elevation von 90° zu nehmen im Stande war. Zur Hantirung be# sich am Verschlussstück ein Gewehrkolben mit einer Abzugsvorrichtag 1) Zwei Exemplare dieser Geschütze sind im Zeughause zu Berlin Öffen ausgestellt. Weitere Nachrichten und Beschreibungen darüber siehe: L’A&ra 1876, pag. 59 und 67. — En Ballon pendant le siöge de Paris von G. Tissanı Paris 1871, pag. 203. — Mittheilungen über Gegenstände des Artillerie- und G Wesens, Wien 1873. — Bulletin de la r&union des officiers, 1885. ne as ee ER ei a di Be Zu Vinci’ uch “ PN # es RE UT 7= di" Aukalaıs Be 21. Kun puiwT SERERFSSEBISNENEN Verzeichniss der Abbildungen. Theil I. Montgolfiere vom 21. November 1783 Der erste Gasballon von Professor Charles Ballon der Akademie zu Dijon Blanchard’s Ballon . . Montgolfiere der Abbe@'s Miollan und Janinet Gebr. Robert’s länglicher Ballon . Ballon „Le Comte d’Artois“ von Alban und Vallet Roziere . . . . Testu-Brissy’s Ballon Andreani’s “Montgolfiere Orlandi’s Project einer Roziere Dr. Potain’s Ballon . . Ballon mit Hebungs- und Senkungsschirm von Claudius Project eines lenkbaren Luftschiftes von Henin . Project von Blainville . Project von Petin . . Professor Welluer’s Keilballon . Baron von Dalberg’s Project Luftfisch des Baron’s Scott . . . Project des Ingenieurs Partridge . Dasselbe im Durchschnitt . . Henri Giffard’s Luftschiff aus dem Jahre 1852 Henri Giffard’s Luftschiff aus dem Jahre 1855 Project von David . . Dasselbe im Aufrie . Modellballon von Rufus Porter Luftschiff von Mariott . . . Luftschiff von Dupuy de Lome Luftschiff von Paul Haeulein . Luftschiffproject von Paul Haenlein . Baumgarten’s Luftschiff Tissandier’s Luftschiff . Bambuskorb mit Motor zu Tissandier’s Luftschiff . Elektrodynamo-Maschine von Tissandier's Luftschiff Lenkbares Luftschiff' von Renard und Krebs . Tissandier’s Luftschiff nach angebrachten Verbesserungen Seite Seite Plan a.‘ Dritte und vierte Fahrt mit dem lenkbaren Luftschiff von Renard b. und Krebs . . 20.0. 14 Fi igur 37. Luftschiff von Wolf ee. Ml 38. Luftschiff des Generals Russel Thayer .. . . 18 39. Apparat zur Herstellung von Wasserstofl’ bei den Aörostiers der I. Republik . . . 2. 2 on nen. 149 40. Französischer Balloncaptif . . . 2. 2 2 2 on nn nn. 18 Theil Il. Figur 1. Figur zur Ermittelung der Schablone einer Bahn des Kugel- ballns . . en 20.0. Tafel I „ 2. Die Aufzeichnung einer Schablone . . . . . 2... . „ I m 3. Zerreissmaschine von Perreau . Seite % „ 4. Apparat zur Früfung der Dichtigkeit des Ballonstoffes von _ Jobert . . 020.0. Tafel I ” >b Länrsschnitt \ eines Voppelklappenventil, construirt von . 5e. Querschnitt Yon... _. u ” „ 6. Einfaches Klappenventil mit Druckfedern nn... Seite » 7. Ansicht von der Seite .. nn . » ” ia a hniet Unten des Ballonventils von Löttemann | „ ” IR Tubenventil von Lefebure . . . . 2 2 2 0 20. { ” „9. Längsschnitt } „, ne , » ” 92 Querschnitt eines Loppelklappenventile mit Manöver- f i "9b. Grundriss appe von Jobert . . . . - N‘ ” „10. Ballon mit Ventilröhre von Jobert . . . 2 > 2 202. „ 4 „ 10a. Aufzugsvorrichtung der Ventilröhre . . . . 2 2 2.2. „ 4 „ 11. Ballon ohne Ventil von Jobett . . . rn „2 „ 12. Auslösungsapparat von Hauptmann von Brandis . . . . „#8 „ 13. Netzverbindung bei Giffard’s grossem Balloncaptif . „.# „ 14. Lederlappen zur Vermeidung der Reibung der umwickelten reuzungspnnkte . . en „ # „15. Zur theoretischen Berechnung des Netzes... . . . . Tafel I „ 16. Zur praktischen Construction des Netzes . . . 2 2. 2 2 mn „ 17. Zur Ermittelung der Netzlänge am Ballon . „ 18. Construction des Uebergang’s der Maschen in die "Auslauf. - leinen . . en nn »„.1M. Dasselbe, verkürzter "Vebergang . 2. no „20. Knebelform und Grösse nach Adrien Duts Poitevin 2. no „ „21. Grundriss \ französische Aufhängung des Ballonkorbes ? Seite 54 „ 21a. Seitliche Ansicht j gung „ 22. Lä hnitt , r " 22a. Querschnitt } des Sivel’schen Reibers . . .. . R| „ ” „ 23. Ansicht von oben und Querschnitt des Reibers von P6nand „» „24. Seitliche Ansicht ” 34a. Ansicht von oben ' des Ankersackes von Jobert . . . 1 „ a „ 25. Fesselung des Captivballons nach Gifard . . . . . . Tafel II „26. Stellung des Ballons bei Wind . . nn 27. Gewöhnliche Fesselung am Tragering bei Wind . . . . no. „28. Aufhängung und Fesselung von Yon . . Fa) » 28a. Grundriss des Korbes mit Tragering und Darstellung. der _ 20 — Befestigung der Haltestricke . . . oo. 37. 38. 38a. 39, 39a. 39. 40, 41. 42. 43, 4. 448. 44b. 44c. a. Fri 468. 47. 48. 49. 50. 51. 52, 53. — 203 — Aufhängung und Fesselung des französischen Captivballons Tafel III Ferselung mittelst Doppelnetz . . » 2 2 2 nn nn mon Captivballon von Meierkofer . . 2 2 2m nn nn ri “ Captivballon des Grafen Apraxinte . © 2 2 2 rn emo Captivballon von Hauptmann Gaede . . . 2 22... „ » Godard’s Montgolfiere „L’Aigle“ . rn „ „ Die Ringeonstruction an Godard’r Montgolfiere” ER » ri! Rozierenprojecte von Graf Apraxine Seite 79 \ " Ri ” 80 Schematischer (Querschnitt | des Reactionsrwden von Pauly Schematische Ansicht ] Haenlein . . . . .\Tafel VI RBotirender (iasmotor von Paul Haenlein . » » Zur Darstellung der Verschiebung der Widerstands- und Kraftcentren . nn „ „ Tissandier’s Gaserzeuger . . . . 2 2 2222000. Beite 116 Gasa aeapparat von Egasse . „ 11% Giffard’s automatisches Mischgefäss rn „120 Renard’s Gasapparat . . 22200. 12 Renard’s automatisches Mischgefäss im Querschnitt 0. „12a Der regulirbare Zuflusshahn an Renard’s Giasapparat | „ 12 Felamässiger (taserzeuger von Yon . . „ 124 Längsschnitt x des Wassergasofens \ von ı Dwight j „ 130 Grundriss im Querschnitt f und Quaglio . a 53 | Auslösungsapparat von Case . . . 2 188 Feldmässige er Kabelwagen von Yon . . „ 172 Photographische Aufnahme vom Ballou „ 1% Zur Darstellung des photographischen Messen . . 0. . „ 181 Lufttreibtorpedo von Rodeck . „ 18 Automatischer Höhenregulator vun Professor Meissel „ 189 Ballongeschütz von Krupp . . „ 19% Namen- und Sachregister. Achard, I 70. Adorn, I 32. Aeronautical society of Great Britain, I, 87. Aix, Auffahrt in, I 32. Alvan, I 38, 98. Aldershot, Versuche zu, I 179. Allan, I 170. Ammoniakgas, II 127. d’Andre, I 194. Andreani, I 45. Andreoli, I 50. Andrews, Dr., I 105. Angerstein, Dr. W., I 92. Anker, II 55. Ankeregge, II 60. Ankersack, II 61. Annonay, Auffahrt in, I 15. Apparate zum Landen, II 55. Appendix, II 16. Apraxine, Graf, I 110; II 75, 128. Apraxine’s Captivballon, II 67. Archimedes, Princip des, II 2. Archibald, Prof. E. Douglas, II 91, 201. Archytas, I 3. Argand, 1 60. Arlandes, Marquis d’, I 21. Arnould, I 167. Artilleriegrund, Auffahrt vom, I 59, 61. d’Artois, I 160. Auftrieb, II 2. Ausflussgeschwindigkeit, II 33. Ausstellung zu London 1868, I ®* | B. Baden - Powell, I 108; II 74. Baldwin, I 67. Ballastsäcke, II 62. Ballon als Waffe, der, II 183. Balloncaptivs, II 63. Ballon-Detachement in Berlin, I 19]. Ballon-Detachement in Polkowo, I I%. Ballon-Equipage, englische, I 186. Ballon-Equipage von Yon, I 197. Ballon-Kanone, II 196. Ballonmaterial, englisches, 1184. Balloon or Aerostatic Magazine, I 85. _ Tallon-Photographie, II 178. Ballon-Signalwesen, I 155; 196, II 182 Balionstoff, der, II 20, 30. Ballon -Telegraphen, I 155, 196; II 182. Ballon -Zubehör, II 55. . Ballontypen, Anforderungen an die, N’. Ballonet- Construction, II 152. : Barral, I 86. Baumgarten, I 92, 128, 145; II 68, ©. Beaufils, II 74. ı Becher, I 8, Bell, I 116. Benzenberg, I 41. Berlin, Aufstieg in, I 70, 75, 77, 82. Berlin, Versuche in, I 191. Bertaux, I 161; II 27, 29. Beschuana-Land, Ballons in, I 183. Beurtheilung der Kriegsballons, II 16. Birmingham, Auffahrt in, I 62. Bittorf, I 84. Bixio, I 86. Blainville, I 102; II 74. _ 20 — , 131, 37, 61, 63, 67, 75, 80, II 200. ‚ Madame, I 86. [7 Auffahrt in, I 49, 56. ‚I 83, 159. Dr., I 45. Auffahrt in, I 86; II 1%. Prof., I 75. 108. . 101, 180; II 75. „II 43, 139. reig, Aufstieg in, I 71. I 32 uffahrt in, I 71. [ 56, 84. ie. II 183. allonpark in, I 156. de, I 140. ‚ Major, I 191; II 108. 172. 184. it, Ballons in, I 158, C. lons, I 90, 91; II 63. 159. 1, I 12. arschall, I 176. teorge, I 103; II 74, 200. I 33. General, I 146. seneral, I 164; II 175. Prof., I 16; II 27, 32, 112, 114, Transport nach, I 151. aburg, Auffart in, I 129. Herzog von, I 36. ‚ Auffahrt in, I 129. Auffahrt in, I 67. I 3. I 7; 175. Ballon von, I 158. I 85; II 200. I 80. ullin, I 39. Dr., I 179. elagerung von, I 146. 147; II 27. RD. de Massy I 32, 38. I 147. I 85, 179, 189. inelli, I 91; II 70. [ 65. ‚13, D. Dalberg, Baron von, I 111. Dampierre, I 46. Darbelles, I 33, : Dartois, Camille, I %0. David, I 119. Debayeux, II 106. Degabriel, I 74. Deghen, I 76. Delamarne, I 88. Delambre, Capitän, I 165, 167; II 27. Delaunay I 147. Deinynes, I 38, Derogy, II 178. . Desgranges, I 33. Desmarets, II 178. Diffussion, II 6. Dijon, Academie zu, I 29, 98. : Donaldson, I 85, 91. Doppelklappen-Ventil, II 33. Drachen, ff 201. Dragon, II 161, 178, 192. Dublin, Auffahrt in, I 65, 67. Dupuis-Delcourt, I 86, 107; II 21, 2®. Dupuy de Lome, I 122; II 29, 55, 95, 103, 106, 108, 115. - Duruof, I 161. E. Eastmann- Walker, II 182. ;cole d’a&ronautes fraugaise, I 88. Edinburg, Auffahrt in, I 60. Egasse, II 117, 119. Egypten, Ballons in, I 159. Flustisches Ankerthau, II 57. Elsdale, Major, I 180, 183; II 180. Enslin, I 74. Epinard, Chevalier de I’, I 67. Erfurt, Auffahrt in, I 86. F. Fahren, das, II 141. Falischirme, II 199. Farcot, I 164. Faujas de St. Fond, I 16. Faulstich, I 102. Ferreira, Francisco Seiton, I 10. Ferry, Jules, I 94. Firniss, Il 24, 29. Firnissen, II 31. Fischer-Treuenfelse, von, I 178. Flammarion, I 91; II 143, Flechtwerk, II 53. - Fleurand, I 32, Fleurus, Schlacht bei, I 152. Fiotille Atrienne, I 107. . Flugtechnik, Gruppe für, in Wien, I 93, 206 Fonvielle, Wilfried de, I 91, 160; II: 183, 191. Frankenthal, Ballons in, I 158. Franklin, I 79. Französischer Captivballon, II 66. G. (iaede’s Captivballons, II 68. Galien, Joseph, I 12. Gambetta, I 164, 166, 191; II 192. Gardner, I 182, Garnerin, I 68, 75, 83; II 200. Gasballon - Füllung, II 134. Gaserzeuger, I 149, 181, 185; II 110. Gase und Gasbereitung, II 110. Gay-Lussac, I 84; II 5, 143, Geant, Le, I 87. Gefesselte Ballons, II 63. Genet, I 113. Gerlach, II 105. Gerli, I 45. Gewichtsverhältnisse b. Ballons, II 11,30. (iffard, Henri, I 89, 116, 118, II 31, 38, 46, 49, 58, 68, 97, 106, 111, 115, 119, 132, 178. Gilles, I 164. Giornale Aörostatico, I 47. Girond, de Vilette, I 21, Glaisher, I 87; II 143. Glascow, Auffahrt in I 68. Helmholtz, Prof. vun, II 83. Hepin, I 9. Herve Mangon, I 134, 139; II 156. Hieropolis, Orakel zu, I 2. Hiller, Johann, I 73. Hock’s Petroleum-Motor, II 102. Hopkin, I 79. Humaitä, Kämpfe um, I 176. Hureau de ville neuve, I 167; IL2l, 70. Hyperboräer, I 2. L Instrumente, II 62. Italien, die Fntwicklung der Luftschif- fahrt in, I 45. Italienische Militär-A&ronautik, I 19. J. Janinet, Abbe, I 33, 98. Janssen, II 70. Javel, Auffahrt in, I 38, Jeffries, Dr., I 62. Jeserich, Dr., II 113, 125. Jobert, I 109; II 39, 41, 42, 59, 74. Joesten, I 189. Joulie, I 108; II 74. Jullien, I 116. . Jungius, Prof., I 7ö, 84. Godard I 86, 90, 92, 159, 198, II 70, 142, 183, 193. Goldschlägerhaut, II 21. Giondel, die, II 53. Giower, II 44, 189. (iraham, I 85. (rassetti, I 50. (ireen, I 84; II 28, 92, Grice, Miss, I 65. m’Guire, I 66. Guillie, I 103. Gummilack, II 28. Gusmann, Barth. Lowrenzo de, I 9. Guttapercha, II 29. Guyton de Morveau, I 146. 124, 200. H. Hackmillner, Daniel, I 73. Haenlein, I 120, 124, 135; II 40, 99. Hamburg, Auffahrt in, I 75, 82. Harper, I 62. Harris, I 85; II 43. Haye, de la Capitän. I 165, 168; II 60. | Lama . : La Mountain, I 91, 170; II 52. Hayne, II 83. Hecke, Dr. van, 1 100, 107; II 75. Helle, I 1, 100; II 76. K Kabel, II 68. Kai Kaoos, I 3, Kaiserslautern, Nachtgefecht bei, 11182. : Kapnobaten, 1 2. Kautschuk, II 27. Kautschuk-Dichtung, II 38. Kiew, Auffahrt in, I 885. Kirsch, 86, 92; II 8. Klappen-Ventil, II 34. Kölz, 1 75. Kopenhagen, Aufstieg in. I 80. Korb, der, II 53. Kosztowits, Capitän, I 195, 198; II 10%. Kraskowits, I u Krebs, Capitän, I 91, 134. Kuparento, Jordaki, II 200. L. Labadie, II 44. Labrousse, Admiral, I 101. L’A&ronaute, I 87. Lamanon, I 45. Lana, Francisco, I 4. Landen, das, II 158. I 157. ‚19. wuretus, I +. Oberst, 1 165; II 141. I 147. än, I 180. II 36. I 84. 8. uffahrt in, IT 128. Luftschifte, I 98. l, II 199. raf, I 113. 193. II 124. I 190. ahrt in, I 83. neral, I 195, 198. 19. uffahrt in, I 60, 62, 65, 68. 37. f., I 170. ‚II 3. -Construction, IT 152. 47, 60, 98. r, Auffahrt im (rarten von, 59 ‘ahrt in, I 27, 32. M. un, 1 170; II 160. 1 183. 84. r., 18%. wuffahrt in, I 45, 56. lons vor, I 157. ‚ Marquis de, I 41. »nio, I 5h. 163. Auffahrt in, I 84. i, I 57. BD) 121. Gesetz, II 6. age, II 22, 74. 2e, Aufstieg in, I 68. nd Personal, II 171. 5. r, Capitän, I 175. ‚1 23, 67. :of., I 109, IT 74, 128, 189. etz, II 52. 88, 147, 153, 164. ‘ Mieck, I 189. . Militärische Verwendung gefesselter und freier Ballons, die, II 176. Militärische Wichtigkeit der Aöronautik, die, II 159. Milly, Graf, I 99, 110. Miollan, Abbe, I 33, 98. : Mittel zur freien Bewegung von Ballons in der Verticalen, II 72. Molsheim, Ballonpark in, I 158. Money, Major, I 61. Monge, I 98. Mentgolfier, I 13, 34, 42, 82, 99, 107; II 75. Montgolfieren, II 69. Montgolfieren-Füllung, II 139. Montgolfieren im Kriege, II 173. Morveau, Guyton de, I 29. Mosment, I 83. Mouchet, I 32, Moulsey-Hurst, Auffahrt in, 1 66. Mvlenstädt, Prof., I 80. N. Nachtheile der Kriegsballons, II 165. Nadal, I 163. Nadar, I 87; II 178. Nähen, II 23. ' Nähte, II 107. ‘ Nantes, Auffahrt in, I 32. Nappion, I +45. Neapel, Auffahrt in, T 56. Nedoc, I 160. Nephele, Tl. Nepomuc von Laicharding, I 47, 75; ll 75. "Netz, das, II #5. “ Nord-Amerika, Auffahrten in, I 79. General, I 107, 112, 146; II | ‘ Pauly, I 112. 1 75. ‘6, O. Ofenheim, I 124. Olivari, I 83. Opitz, I 92, 101, 191. Orakel zu Hieropolis, I 2. Orlandi, Francesco, I 57, 99. Orleans, Auffahrt in, I 83. Oxford, Aufstieg in, I #2. P. Padua, Auffahrt-in, I 56. Paris, Auffahrt in, I 6, 18, 20, 31, 33, 36, 76. Partidge, I 114; II 74. Pecaro Giraldi, Graf Alexandra, I 199, Pech, I 31. H — 209 — o. Virly, I 30. [ 74. Vorgeschichte, I 1. I 91, 114, 129, 161; II 44, | Vortheile der Kriegsballons, IT 161. 141, 179, 190, 193. Vozduhoplavatel, I 91. ler, II 52. 9. w. z” 7 20 11. Wassergas, II 128. : 5: ivball Wassergasofen, II 130. hrt in, I 45; Captivballon Wasserstoffgas, II 100. Wellner, Prof., I 106. ’ Welsh, I 85. U. Wien, Aufstieg in, I 75. Wilcok, I 79. [ 185. Windham, I 66. ruction lenkbarer Aörostaten, | Wise, I 85, 91; II 25, 184. Wölfert, Dr., I 92, 129. t dem Ballon, 133. Wolf, I 141. Woolwich, Versuch zu, I 101, 180. V. Würzburg, Schlacht bei, I 159. 3, 98. ardanne, II 74. Y. uffehrt in, 157. Bomben- | yon, 190, 160; II 66, 85, 92, 95, 98, 13 104, 119, 123, 166. 2 Yorktown, Belagerung von, I 173. II 38. utscher ‚ zur Förderung der ' fahrt, I 93. Zachariae, Prof., I 102, 112; II 74. 2» der Kriegsballons, Ueber | Zambeccari, Graf, I d7, 59, 99; II 75, Zeise, II 58, 74. kiral, I 65. Zeune, I 76. I 58. Zerreissmaschine, Perreau’sche, II 20. Auffahrt in, I 33. Ziem, II 74, 128 ‚1191, 148. Zimmermann Prof., I 71. aardo da, II 199. Zuschneiden und Nähen, II 23.
