Digitale Luftfahrt Bibliothek
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Flugplatz Berlin Gatow - Luftaufnahmen von 1959 und 1989

Der Flugplatz Gatow wurde im Jahre 1935 als Militärflugplatz der Luftwaffe erbaut. Nach seiner Einweihung im November 1935 wurden unmittelbar am Flugplatz die Luftkriegsschule 2 und die Luftkriegsakademie untergebracht. Beide Institutionen waren seinerzeit die wichtigsten Ausbildungszentren der Luftwaffe. Am 26. April 1945 besetzte die Rote Armee nach der Schlacht um Berlin den Flugplatz und nutzte ihn von Mai bis Juni. Gemäß den Vereinbarungen auf der Konferenz von Jalta übergaben ihn die sowjetischen Truppen am 2. Juli 1945 an die Royal Air Force. Damit entstand die „Royal Air Force Station Gatow“ (RAF Gatow).

Während der Berliner Blockade spielte der Flugplatz Gatow eine wichtige Rolle bei der Versorgung von West-Berlin. Am 28. Juni 1948 landete das erste Transportflugzeug der Berliner Luftbrücke in Gatow. Danach wurde Gatow ausschließlich militärisch genutzt. So stationierte die „RAF Germany“ zwischen 1958 und 1994 zwei Flugzeuge vom Typ Chipmunk T.10, die innerhalb der Berliner Kontrollzone zur Luftaufklärung genutzt wurden. In den 1970’er Jahren wurden auch Hubschraubern am Flugplatz stationiert. Unter britischer Hoheit fanden zahlreiche Umbauten statt, beispielsweise entstanden neue Siedlungen aus Mehrfamilien- und Reihenhäusern zur Unterbringung der Soldaten. Ferner wurden ein Golfplatz und im Jahre 1977 der Schießplatz Gatow-Kladow angelegt.

Nachdem die Alliierten im Jahre 1994 Berlin verließen, wurde der Flugbetrieb gänzlich eingestellt, obgleich die Bundeswehr den Flugplatz übernommen hatte. Das Areal wurde zur General-Steinhoff-Kaserne unbenannt und zunächst als Luftwaffenmuseum der Bundeswehr genutzt. Heute sind auf dem Gelände das Militärhistorische Museum der Bundeswehr Flugplatz Berlin-Gatow sowie diverse Dienststellen der Bundeswehr angesiedelt.

Luftaufnahmen

Die Digitale Luftfahrt Bibliothek verfügt über zwei lizenzpflichtige Luftaufnahmen (Senkrechtaufnahmen) aus dem Jahr 1959 und aus dem Jahr 1989. Als historisch wertvoll ist auf dem Luftbild von 1959 zu bezeichnen, dass seinerzeit noch keine Berliner Mauer existierte. Erst zwei Jahre später, in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961, begannen die Nationale Volksarmee, die Deutsche Grenzpolizei und die Volkspolizei, die Straßen und Schienenwege nach West-Berlin abzuriegeln, so dass der 13. August 1961 als „Tag des Mauerbaus“ bezeichnet wird. Folglich sind auf dem Luftbild noch keinerlei Grenzbefestigungsanlagen zu erkennen. Das Luftbild von 1989 hingegen läßt deutlich die Grenze zwischen BRD und DDR bzw. West-Berlin und Ost-Berlin am Groß Glienicker See sowie den nördlich errichteten Schießplatz Gatow-Kladow erkennen. Beide Luftbilder können in einer Druckqualität von 400 dpi für private, wissenschaftliche oder gewerbliche Zwecke bei der Digital River GmbH sofort heruntergeladen werden.

Luftbild 1959

Flugplatz Berlin Gatow - Fliegerhorst Gatow - Luftaufnahme von 1959

Luftbild Berlin-Gatow 1959

Luftbild Berlin-Gatow 1959
Digital River GmbH: JPEG Bilddatei, Graustufenbild, 10.000 Pixel x 7.700 Pixel, 45.4 MB
63 cm x 48 cm (400 dpi) ohne Kopierschutz bzw. ohne Wasserzeichen

Luftbild 1989

Flugplatz Berlin Gatow - Fliegerhorst Gatow - Luftaufnahme von 1989

Luftbild Berlin-Gatow 1989

Luftbild Berlin-Gatow 1989
Digital River GmbH: JPEG Bilddatei, Graustufenbild, 10.000 Pixel x 7.700 Pixel, 45.4 MB
80 cm x 58 cm (400 dpi) ohne Kopierschutz bzw. ohne Wasserzeichen


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