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Flughafen Berlin Tegel - Luftaufnahmen von 1959 und 1989

Das Flughafengelände war ursprünglich ein Teil der sogenannten „Jungfernheide“ und diente den Preußischen Königen als Jagdrevier. Später wurde das Areal als Schießplatz genutzt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dort das Erste Preußische Luftschiffer-Bataillon stationiert und erhielt die Bezeichnung „Luftschiffhafen Reinickendorf“. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs war dem Deutschen Reich aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags ein Wiederaufbau von Luftstreitkräften verboten, so dass keinerlei Flugbetrieb mehr stattgefunden hatte und die einstige Luftschiffhalle abgerissen wurde.

In den 1930’er Jahren wurde das Areal als „Raketenschießplatz Tegel“ bezeichnet, weil dort Versuche mit flüssigkeitsbetriebenen Raketen und Flugkörpern durchgeführt wurden. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände als Truppenübungsplatz genutzt und ist daher häufig zum Ziel alliierter Luftangriffe geworden. Erst durch die Blockade West-Berlins wurde das Flugplatzgelände wieder reaktiviert, weil zur Unterstützung der Berliner Luftbrücke ein weiterer Flughafen benötigt wurde. In nur 90 Tagen ist nach dem Beginn der Blockade mit dem Bau der damals längsten Start- und Landebahn Europas mit einer Länge von 2.428 Metern begonnen worden.

In den frühen 1960’er Jahren wurde Tegel zusehends für den zivilen Luftverkehr genutzt. Regelmäßige Linienflüge von und nach Tegel wurden anfangs von „Air France“ und „PanAm“ angeboten. Weil die Start- und Landebahnen am vorhandenen Flughafen Tempelhof zur kurz für moderne Luftfahrzeuge waren - insbesondere für Transatlantikmaschinen, zogen im Frühjahr 1968 alle Charterfluggesellschaften von Tempelhof nach Tegel um. Dies war Anlaß die Flughafenanlagen im südlichen Teil des Geländes zu erneuern, so dass das berühmte bis zuletzt genutzte sechseckige Hauptterminalgebäude entstand. Seit 1975 entwickelte sich Tegel zum wichtigsten Passagierflughafen Berlins und wurde im Jahre 1988 nach dem Luftfahrtpionier „Otto Lilienthal“ benannt.

Mit der Eröffnung des Terminals im Süden wurden die nördlich der Start- und Landebahn gelegenen Gebäude für den Zivilverkehr geschlossen und nur noch militärisch genutzt. Nach der Wiedervereinigung entstand in diesem Bereich der Regierungsflughafen Berlin-Tegel (Nord), der von der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung genutzt wird. Mit dem Bau des Großflughafens Berlin Brandenburg war das Ende des Flughafens Tegel besiegelt. Lediglich am Flughafen Berlin-Tegel (Nord) verbleiben drei Hubschrauber der Flugbereitschaft. Am 4. Mai 2021 endete die Betriebsgenehmigung für den Flughafen Tegel.

Luftaufnahmen

Die Digitale Luftfahrt Bibliothek verfügt über zwei lizenzpflichtige Luftaufnahmen (Senkrechtaufnahmen) aus dem Jahr 1959 und aus dem Jahr 1989. Während auf dem Luftbild von 1959 sehr gut der von den Alliierten genutzte militärische Bereich im Norden des Flughafens zu erkennen ist, östlich vom sogenannten „Flughafensee“ an der Avenue Jean Mermoz, läßt das Luftbild von 1989 das sechseckige Terminalgebäude im Süden des Flughafens erkennen. Beide Luftbilder können in einer Druckqualität von 400 dpi für private, wissenschaftliche oder gewerbliche Zwecke bei der Digital River GmbH sofort heruntergeladen werden.

Luftbild 1959

Flughafen Berlin Tegel - Luftaufnahme von 1959

Luftbild Berlin-Tegel 1959

Luftbild Berlin-Tegel 1959
Digital River GmbH: JPEG Bilddatei, Graustufenbild, 14.000 Pixel x 6.800 Pixel, 55.4 MB
88 cm x 43 cm (400 dpi) ohne Kopierschutz bzw. ohne Wasserzeichen

Luftbild 1989

Flughafen Berlin Tegel - Luftaufnahme von 1989

Luftbild Berlin-Tegel 1989

Luftbild Berlin-Tegel 1989
Digital River GmbH: JPEG Bilddatei, Graustufenbild, 14.000 Pixel x 6.300 Pixel, 50.3 MB
88 cm x 40 cm (400 dpi) ohne Kopierschutz bzw. ohne Wasserzeichen


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