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Die letzten Luftaufnahmen der BRD-DDR-Grenze in Berlin 1989

Quelle: Markus Lenz

Im Jahre 1989 hatte der Senat von Berlin die renommierte Firma Hansa Luftbild AG mit einer Befliegung beauftragt, bei welcher 776 Luftbilder (Senkrechtaufnahmen) entstanden sind. Es handelte sich bei diesem Auftrag um die Erstellung von sogenannten „Orthofotos“, d.h. von Luftaufnahmen, die eine verzerrungsfreie und maßstabsgetreue Abbildung der Erdoberfläche darstellen. Jene Orthofotos wurden damals und werden heute beispielsweise als Kartenhintergrund für Geoinformationssysteme oder für die Herstellung von Stadtplänen und Landkarten genutzt. Insbesondere für die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen wurden die bei den damaligen Bildflügen erstellten Senkrechtaufnahmen im Rahmen der Landesvermessung bzw. Stadtplanung genutzt.

Im Grunde genommen ist eine solche Befliegung zur Herstellung von Orthofotos nichts Besonderes, sondern eine reguläre, jährlich wiederkehrende Maßnahme, die von allen Großstädten und Landkreisen durchgeführt wird. Bei den vorliegenden Berliner Luftaufnahmen ist jedoch neben der ursprünglich intendierten Luftbildmessung (Photogrammetrie bzw. Fotogrammetrie) auch ein äußerst interessanter, historischer Aspekt erfaßt worden, nämlich der Grenzverlauf zwischen BRD und DDR bzw. zwischen West-Berlin und Ost-Berlin. Aufgrund der in den Bildnegativen fest eingebrannten Zeit- und Kompaßkurse läßt sich eindeutig ablesen, dass die Luftbilder am 25. April 1989 erstellt worden sind, also noch vor dem Fall der Berliner Mauer und noch vor der deutschen Wiedervereinigung.

Damit das gesamte Stadtgebiet von Berlin verzerrungsfrei und maßstabsgetreu photographisch erfaßt werden konnte, sind insgesamt 22 Bildflüge entstanden, bei denen wiederum 22 Luftkorridore peinlichst genau abgeflogen wurden, so dass mehrere Serienbilder, die sich überlappen, erstellt werden konnten. Ähnlich wie ein Traktor, der mit einem Pflug einen Acker bestellt und dabei exakte Bahnen von links nach rechts bzw. von oben nach unten entlang fährt, ist das damalige Luftfahrzeug in eben solchen Bahnen bzw. Luftkorridoren geflogen. Das Besondere war dabei, dass das Luftfahrzeug am Ende eines Luftkorridors nicht vor der Luftraumgrenze zwischen BRD (West-Berlin) und DDR (Ost-Berlin bzw. Brandenburg) abgedreht hat, sondern den Grenzstreifen überflogen hat und dabei weiterhin hochauflösende Luftbilder erstellt hat. Die nachstehende Skizze soll den Verlauf der Befliegung aus dem Jahre 1989 illustrieren.

Prinzip von Bildflügen für Orthofotos - Berliner Luftaufnahmen 1989

Abbildung: Verlauf der Befliegung aus dem Jahre 1989

Jene Berliner Luftaufnahmen aus dem Jahre 1989 können im „Geoportal Berlin“ bzw. über den umfangreichen Geodatenkatalog („FIS Broker“) kostenlos eingesehen werden. Dort stehen u.a. Luftbilder, Karten sowie öffentliche Verwaltungsdaten im Rahmen der lobenswerten Berliner Open-Data-Philosophie frei zur Verfügung, das heißt, die Daten können von jedermann zu jedem Zweck genutzt, weiterverbreitet und weiterverwendet werden (vgl. die „Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0“). Da „FIS Broker“ allerdings sehr umständlich zu bedienen ist, werden alle 776 Senkrechtluftbilder der Befliegung von 1989 gemäß der Open-Data-Nutzungsbedingungen auf der Internetseite der Digitalen Luftfahrt Bibliothek kostenlos in voller Auflösung zur Verfügung gestellt. Sie können diese Luftbilder weiterverbreiten und weiterverwenden, müssen jedoch für den Quellen- und Urhebernachweis die oben genannten Bestimmungen der Datenlizenz befolgen!

Insgesamt stehen 776 Schwarzweiß-Luftbilder (Senkrechtaufnahmen) für das gesamte Stadtgebiet von West-Berlin im Maßstab 1:10.000 zur Verfügung. Die Luftbilder haben eine Auflösung von 800 dpi, dies entspricht etwa 7.938 Pixel in der Höhe und 7.393 Pixel in der Breite, also knapp 60 Megapixeln bzw. einem Format von 25 cm x 23 cm. Alle Luftaufnahmen liegen als nichtgeoreferenzierte Einzelbilder vor. Die Firma Hansa Luftbild AG hatte seinerzeit die Fernerkundungskamera Zeiss RMK A 30/25 genutzt, um die Luftaufnahmen zu erstellen. Über das damals genutzte Luftfahrzeug sind keine Informationen bekannt. Die verfügbaren Luftbilder liegen in einer so hohen Auflösung vor, dass Bildausschnitte und -vergrößerungen problemlos möglich sind, wie die nachstehende Aufnahme des Brandenburger Tors zeigt.

Bildausschnitte bzw. Bildvergrößerungen Brandenburger Tor - Berliner Luftbilder 1989

Abbildung: Ausschnittsvergrößerung Brandenburger Tor

Schematische Darstellung der Luftbild-Korridore

Zur besseren Orientierung eignet sich die Darstellung der 22 Luftbildstreifen, die über das Geoportal Berlin „FIS Broker“ verfügbar sind. Im nachstehenden Bild sind die einzelnen Korridore von Nr. 1 bis Nr. 22 durchnummeriert. So ist sehr gut zu erkennen, welche Stadtgebiete von Brandenburg, West-Berlin und Ost-Berlin im Jahre 1989 beflogen worden sind. Anhand der Nummern der Luftbild-Korridor/Streifen können Sie in der nachstehenden Tabelle die gewünschten Luftaufnahmen auswählen.

Darstellung der Luftbild-Korridore: Bildflug und Befliegung von Berlin im Jahre 1989

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 1

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 1
Der Luftkorridor Nr. 1 zeigt das Waldgelände Frohnau zwischen Berlin und Brandenburg.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 2

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 2
Der Luftkorridor Nr. 2 beginnt über der Gemeinde Glienicke/Nordbahn in Brandenburg und zieht sich über den Norden Berlins über die S-Bahn-Station Frohnau bis hin zum nördlichen Teil des Tegeler Forst.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 3

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 3
Der Luftkorridor Nr. 3 beginnt über Papenberge in Brandenburg und erstreckt sich über den Nieder Neudorfer See, Heiligensee, Hermsdorf, Weidmannslust sowie Lübars und endet in Blankenfelde.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 4

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 4
Der Luftkorridor Nr. 4 beginnt über dem Botanischen Volkspark in Blankenfeld-Pankow und erstreckt sich über das Märkische Viertel, Bahnhof Berlin Weidmannslust, Heiligensee und endet über Nieder Neuendorf.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 5

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 5
Der Luftkorridor Nr. 5 beginnt über der Siedlung Schönwalde in Brandenburg und erstreckt sich über die Havel sowie den nördlichen Teil des Tegeler Forst. Es folgen der Tegeler See, Schloßpark Tegel, Borsigwalde, Wittenau und der Wilhelmsruher Damm bzw. Nordgraben. Die Befliegung endet südlich des Märkischen Viertels, etwa in Höhe der Friedrich-Engels-Straße in Rosenthal.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 6

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 6
Der Luftkorridor Nr. 6 beginnt über Niederschönhausen bzw. Pankow und kreuzt die S-Bahn-Station Wollankstraße, Reinickendorf, Borsigwalde, den nördlichen Teil des Flughafensee, Tegeler See, Tegelort, Hakenfelde, Spandauer Forst und endet über dem Falkenhagener See bei Falkenhöh bzw. Falkenhagen in Brandenburg.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 7

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 7
Der Luftkorridor Nr. 7 beginnt über der Spandauer Straße in Falkenhöh in Brandenburg und erstreckt sich über das Falkenhagener Feld, den Nordhafen an der Havel südlich des Tegeler See sowie über die Startbahnen und Landebahnen des Flughafens Berlin-Tegel. Anschließend folgt die Befliegung über das Englische und Afrikanische Viertel nördlich von Wedding, Gesundbrunnen, Pankow Süd und endet in Höhe der S-Bahn-Station Bornholmer Straße kurz vor Weissensee.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 8

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 8
Der Luftkorridor Nr. 8 beginnt über dem Bezirk Prenzlauer Berg in Höhe des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark und erstreckt sich über das Brunnenviertel, Kraftwerk Moabit im Süden und Charité Campus (Virchow-Klinikum) im Norden, Westhafen, Volkspark Jungfernheide und Wilhelm-von-Siemens-Park südlich des Flughafens Tegel, Siemensstadt, Haselhorst, Kraftwerk Reuter West, Insel Eiswerder in der Havel sowie Zitadelle Spandau bis hin zum Bahnhof Spandau. Von dort folgt die Befliegung über den großen Spektesee bis Neustaaken und zum Bahnhof Staaken.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 9

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 9
Der Luftkorridor Nr. 9 beginnt über der Berlin-Staaken und erstreckt sich unmittelbar über den Grenzübergang Heerstraße, der ehemaligen DDR-BRD-Grenze für den Transitverkehr auf Höhe des Fort Hahneberg, sowie nördlich von Wilhelmstadt bis zum Südhafen Spandau an der Havel. Die Befliegung folgt dem Verlauf der Spree und zeigt den nördlichen Bereich des Olympischen Parks, den Park Ruhwald, die S-Bahn-Station Berlin-Westend am Spandauer Damm, Schloß Charlottenburg, Spreebogen im Hansaviertel, Moabit und den Spreebogen am heutigen Bundeskanzleramt bzw. am alten Berliner Reichstagsgebäude. Der Bildflug führt dann über die Grenze zwischen West-Berlin und Ost-Berlin fort und zeigt die Stadtgebiete in Berlin-Mitte nördlich des Berliner Fernsehturms.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 10

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 10
Der Luftkorridor Nr. 10 beginnt über Ost-Berlin und erstreckt sich vom Berliner Ostbahnhof, Straußberger Platz, Alexanderplatz und Berliner Fernsehturm weiter über Friedrichswerder und entlang der Straße unter den Linden bis hin zum Brandenburger Tor am Pariser Platz. Deutlich sind die Grenzanlagen der DDR am Potsdamer Platz in Ost-Berlin bzw. Tiergarten und Siegessäule nördlich vom Landwehrkanal in West-Berlin zu erkennen. Weitere Luftbilder zeigen der Verlauf der Straße des 17. Juni im Norden bzw. des Kurfürstendamm im Süden. Ferner zeigt die Befliegung den Bahnhof Zoologischer Garten, Charlottenburg, den Lietzensee in Witzleben, den Theodor-Heuss-Platz, die Masurenallee und das Berliner Messegelände mit Funkturm. Es folgen der Olympische Park mit Olympia-Stadion und Waldbühne. Nachdem der Stößensee, Pichelsberg, Pichelswerder, Pichelsdorf, Wilhelmstadt und Amaliendorf überfolgen wurden, endet die Befliegung über Engelsfelde in Brandenburg.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 11

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 11
Der Luftkorridor Nr. 11 beginnt über dem Ostbahnhof und Osthafen in Ost-Berlin bzw. in Höhe der Lohmühleninsel in West-Berlin. Im weiteren Verlauf der Befliegung sind der Görlitzer Park sowie die Skalitzer Straße im Norden und der Landwehrkanal im Süden zu sehen; es folgen Mehringplatz, U-Bahnhof Hallesches Tor, Zentral- und Landesbibliothek Berlin sowie die damals noch vorhandenen, umfangreichen Gleisanlagen am Bahnhof Gleisdreieck. Sehr gut sind die beiden Ringlokschuppen zu sehen, die heute zum Deutschen Technikmuseum zu Berlin gehören. Von Kreuzberg führt der Bildflug weiter nach Schöneberg und Wilmersdorf, wobei der Nollendorfplatz, Heinrich-von-Kleist-Park sowie etwas später die Kreuzung von Bundesallee und Hohenzollerndamm sehr gut auszumachen sind. Die Befliegung erstreckt sich weiter bis zum Bahnhof Westkreuz und Kurfürstendamm, zeigt den Halensee sowie das nördlich darüber liegende Gleisfeld des Bahnbetriebswerkes Grunewald. Es folgen Drachenberg, Teufelsberg und Teufelssee sowie etwas später der Stößensee bzw. die Havel, das Havel-Ufer nördlich von Gatow und die Rieselfelder auf der Karolinenhöhe. Der Flug endet kurz hinter der ehemaligen Staatsgrenze über der Seeburger Chaussee nördlich von Groß-Glienicke.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 12

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 12
Der Luftkorridor Nr. 12 beginnt über Groß-Glienicke in Brandenburg und zeigt zu Beginn den im Jahre 1989 noch in Betrieb befindlichen Flugplatz Gatow bzw. Fliegerhorst Gatow im Berliner Bezirk Spandau. Von dort aus erstreckt sich die Befliegung über die Havel und den Grunewaldturm über den Bezirk Grunewald und Schmargendorf bis hin zum Hohenzollerndamm im Bezirk Wilmersdorf. Deutlich sind die Gleisanlagen am Bahnhof Innsbrucker Platz sowie das daneben liegende Autobahnkreuz Schöneberg zu erkennen. Nach dem Überfliegen des Bahnhofs Berliner Südkreuz folgt der Bezirk Tempelhof-Schöneberg und ein Flug über den im Jahre 1989 ebenso noch aktiven Flugplatz Tempelhof (Tempelhofer Feld).Die Befliegung zeigt im weiteren Verlauf Schillerkiez, Rollbergsiedlung, Neukölln, den Neuköllner Schiffahrtskanal sowie Plänterwald und endet in Höhe des Treptower Parks bzw. Spreeparks Berlin.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 13

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 13
Der Luftkorridor Nr. 13 beginnt über dem Staatsgebiet der DDR über Groß-Glienicke in Brandenburg bzw. über dem Groß Glienicker See und zeigt das südliche Rollfeld des im Jahre 1989 noch in Betrieb befindlichen Flugplatzes Gatow sowie den darunter angelegten Golfplatz. Von dort aus erstreckt sich die Befliegung über die Havel und den Grunewaldsee über den Bezirk Dahlem, später über das Rheingauviertel, wo die U-Bahn-Station Breitenbachplatz auszumachen ist. Deutlich sind ferner der Friedrich-Wilhelms-Platz (nördlich) und die S-Bahn-Station Feuerbachstraße im Bezirk Friedenau zu erkennen. Es folgen die Kolonie Sonnenbad, Tempelhof sowie das südliche Flugplatzgelände des Tempelhofer Flugfeldes. Die Befliegung erstreckt sich weiter über Neukölln bis hin zu den ehemaligen Grenzbefestigungsanlagen in Höhe der heutigen Späthstraße (Neue Späthstraße) und endet über der Sonnenallee bzw. Baumschulenweg und Spree in Ost-Berlin.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 14

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 14
Der Luftkorridor Nr. 14 beginnt in Ost-Berlin über Späthsfelde und mündet kurz später vom Luftraum der DDR in den Luftraum der BRD bzw. West-Berlins. Dort sind die Hufeisensiedlung im Bezirk Neukölln, später die Laubenkolonien in Tempelhof, Mariendorf, Lankwitz, Steglitz, Villenkolonie Lichterfelde, Zehlendorf, der See „Krumme Lanke“, der nördliche Schlachtensee, die Badestelle „Große Steinlanke“ an der Havel sowie die Insel Schwanenwerder zu sehen. Die Befliegung erreicht schließlich Kladow sowie Groß Glienicke und endet über dem Sacrower See und Königswald.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 15

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 15
Der Luftkorridor Nr. 15 beginnt über dem Staatsgebiet der DDR in Höhe von Sacrow sowie dem Sacrower See, kreuzt die Pfaueninsel in der Havel sowie den Großen Wannsee und erreich vorerst die S-Bahn-Station Nikolassee in Steglitz-Zehlendorf. Die Befliegung erstreckt sich weiter über den Mexikoplatz, Bahnhof Zehlendorf, Villenkolonie Lichterfelde und das Heizkraftwerk Lichterfeld am Teltow-Kanal. Danach folgen der S-Bahnhof Lichterfelde-Ost, Lankwitz, Rennbahn Berlin („Mariendorfer Traberpiste“), Britzer Garten, Bahnbetriebswerk Britz-Süd sowie Bezirk Neukölln im Norden bzw. Gropiusstadt im Süden. Der Bildflug erreicht über dem Teltow-Kanal in Höhe von Johannistal sowie Adlershof Ost-Berlin und endet kurz nach den Grenzbefestigungsanlagen über dem Gelände des Flugplatzes Johannisthal-Adlershof im Süden bzw. dem großen Betriebsbahnhof Schöneweide.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 16

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 16
Der Luftkorridor Nr. 16 beginnt in Ost-Berlin über dem Teltow-Kanal, südlich von Johannistal sowie Adlershof bzw. über Altglienicke, und zeigt den Grenzverlauf bzw. Verlauf der Berliner Mauer entlang der Rudower Höhe. Ab da findet die Befliegung kurzzeitig wieder über West-Berlin statt, so dass der Bezirk Rudow und die Gropiusstadt zu sehen sind. Danach folgen die Grenzanlagen der ehemaligen DDR zwischen West-Berlin und Großziethen in Brandenburg. Anschließend sind wiederum Lichtenrade, Marienfelde und Lichterfeld in West-Berlin zu sehen. Es folgt Lichterfelde-Süd und abermals der Berliner Grenzstreifen östlich des Zehlendorfer Stichkanals. Insbesondere sind der Parkfriedhof Lichterfelde, der Heinrich-Laehr-Park sowie der Schweizerhofpark zwischen Zehlendorf und Schönow zu erkennen. Nach dem Flug über die Sachtlebenstraße folgt wieder die Grenze in Höhe des Buschgraben bzw. Buschgabensee. Die Befliegung folgt sodann dem Verlauf der Grenze zwischen Zehlendorf (nördlich) und Kleinmachnow (südlich) und erreicht das Autobahnkreuz Zehlendorf sowie den Grenzübergang der Transitstrecke in Dreilinden. Später folgen der Große Wannsee sowie der Kleine Wannsee und das S-Bahn-Werk Wannsee. Ebenso der Pohlesee, Stölpchensee, Funkturm Schäferberg sowie der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee. Der Bildflug zeigt schließlich die Havel zwischen Berlin und Brandenburg sowie insbesondere die Glienicker Brücke und endet über dem nördlichen Babelsberg und Potsdam.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 17

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 17
Der Luftkorridor Nr. 17 beginnt über der nördlichen Vorstadt bzw. Berliner Vorstadt in Potsdam in Höhe des Tiefen Sees und der Glienicker Brücke und erstreckt sich über den Park Babelsberg, Klein-Glienicke, Griebnitz See, Stölpchensee sowie Pohlesee. Die Befliegung endet unmittelbar über dem Kontrollpunkt Dreilinden und der Teltowkanalbrücke über dem Staatsgebiet der DDR.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 18

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 18
Der Luftkorridor Nr. 18 erstreckt sich entlang der jeweils südlichsten Ausdehnung von Zehlendorf, Lichterfelde, Marienfelde, Lichtenrade, Rudow bis nach Altglienicke. Die Befliegung beginnt über dem Machnower See und folgt zunächst dem Teltowkanal, so dass die Friedensbrücke, die Remmrathbrücke und die ehemalige Teltow-Werft-Brücke zu sehen sind. Später ist die alte Knesebeckbrücke zu erkennen, die den Teltower Damm (BRD) nach Teltow (DDR) über den Kanal führte. Der Bildflug läßt ferner den Stichkanal erkennen und schließlich die Staatsgrenze zur DDR entlang der Kirschbaumallee, wo die Eisenbahnlinien unterbrochen waren, so dass damals die Berliner S-Bahn am S-Bahnhof Lichterfelde-Süd endete. Im weiteren Verlauf folgen Heinersdorf, die Osdorfer Straße (Ost), die in die Marienfelder Allee eingemündet hätte. Der Flug führt weiter über Marienfelde bis nach Lichtenrade, wo der Lichtenrader Damm zu sehen ist, und erstreckt sich dann bis zur Grenze, wo die Lichtenrader Chaussee und Großziehten zu sehen sind. Später folgt die Rudower Allee, die in die Groß-Ziethener-Chaussee mündete, wo erneut die Grenze zu sehen ist. Beim Überflug von Rudow im Westen sind die damals durch die Grenze unterbrochenen Straßen Waßmannsdorfer Chaussee sowie Schönefelder Straße (BRD) und Rodower Chaussee(DDR) auszumachen. Die Befliegung endet kurz nach dem Grenzübergang Waltersdorfer Chaussee über Altglienicke.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 19

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 19
Der Luftkorridor Nr. 19 sollte vermutlich nur die Exklave Steinstücken aus der Luft dokumentieren, die im südlichsten Teil von Wannsee im Bezirk Steglitz-Zehlendorf liegt und vollständig vom Gebiet Potsdams umschlossen ist. Der Bildflug startete jedoch viel früher und zwar auf Höhe der alten Postdamer Landstraße in Stahnsdorf, das westlich von Teltow, südlich von Kleinmachnow und östlich von Potsdam liegt. Im weiteren Verlauf sind der Kontrollpunkt Dreilinden, die Teltowkanalbrücke und ein Teil der Transitstrecke zu sehen. Es folgen Potsdam, wo die Exklave Steinstücken, der Bahnhof Griebnitzsee sowie die Gebäude der Pädagogischen Hochschule „Karl Liebknecht“, der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR und die Juristische Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR zu erkennen sind. Die Befliegung endet unmittelbar über dem heutigen Studio Babelsberg, das damals als Babelsberger Ateliers bezeichnet wurde und in der am 17. Mai 1946 gegründeten Deutsche Film AG (DEFA) eingegliedert war.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 20

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 20
Der Luftkorridor Nr. 22 zeigt Großziehten und führt entlang der Lichtenrader Chaussee in Schönefeld bis hin zu Staatsgrenze der DDR, die im Westen in den Groß-Ziehtener Straße geführt hätte. Im weiteren Verlauf der Befliegung ist Berlin-Lichtenrade zu sehen, u.a. der Lichtenrader Damm, der Lichtenrader Dorfteich und der S-Bahnhof Lichtenrade, wo im Jahre 1989 Endstation war. Auf den weiteren Luftbildern sind die Blohmstraße zu erkennen und schließlich wieder die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg. Die Befliegung endet über Friederikenhof in der Gemeinde Großbeeren.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 21

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 21
Der Luftkorridor Nr. 21 beginnt über der Birkholzer Straße in Brandenburg, verläuft zunächst über dem Mahlower Seegraben und zeigt dann den südlichsten Zipfel von West-Berlin, den Stadtteil Lichtenrade. Die Befliegung verläuft parallel zur Berliner Mauer entlang am Mahlower Grenzgraben und läßt die damals unterbrochenen Straßenverläufe von Beethovenstraße (BRD) und Arcostraße (DDR) sowie Mozartstraße (BRD) und Keplerstraße (DDR) erkennen. Ebenso ist die seinerzeit unterbrochene Eisenbahnstrecker der Berliner S-Bahn zu sehen, die heute gen Süden zum S-Bahnhof Mahlow führt. Die letzten Luftbilder zeigen den Grenzkontrollpunkt Blankenfelde-Mahlow, der gen Norden nach West-Berlin in den Kirchainer Damm mündete.

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 22

Berlin 1989 - Luftbild-Korridor/Streifen Nr. 22
Der Luftkorridor Nr. 22 beginnt über dem Engeldamm bzw. Bethaniendamm und zeigt den ehemaligen Grenzverlauf, kreuzt die Heinrich-Heine-Straße und endet über dem Checkpoint Charlie zwischen Kochstraße und Zimmerstraße bzw. entlang der Friedrichstraße.


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