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 Die Entwicklung der Flugsicherung in Deutschland (Teil II) 

Diese Dokumentation, entstanden aus dem Fehlen entsprechender Berichte und Nachweise über die Entwicklung der Flugsicherung in Deutschland in öffentlichen Bibliotheken und Archiven, muss verständlicherweise auch auf ihre Anfangsentwicklung Bezug nehmen. Aus diesem Grund wurde als Grundlage für diesen Teil über die Entwicklung in den ersten zehn Nachkriegsjahren ein Rückblick (Teil I) verfasst, der die Entwicklungsschritte ab 1919 bis zum Kriegsende behandelt.

Der erste Teil befasste sich mit der Entwicklung der Flugsicherung von 1919 bis Kriegsende im Mai 1945. Teil II beginnt 1945 mit der Errichtung militärischer taktischer Flugsicherungs-Stellen noch vor der Errichtung der jeweiligen Militär-Regierungen. Dieser Verkehrsdienst im ersten Jahrzehnt nach Kriegsende stellt die Wiege der europäischen modernen Flugverkehrskontrolle als hauptsächlichen Teil der gesamten Flugsicherung dar. Er endet 1955 mit der teilweisen Wiedererlangung der Lufthoheit in West-Deutschland (BRD) und dem Ende der Beaufsichtigung der wiedererstandenen deutschen Flugsicherungs-Behörde (BFS) durch das Alliierte Zivil Luftamt (Allied Civil Aviation Board - CAB) Mitte 1956. Unmittelbar nach Kriegsende ist die Flugsicherung nun ausschliesslich Sache der Siegermächte der USA, Frankreichs, Grossbritanniens und der Sowjet-Union (die Alliierten). Sie war bestimmt durch die gegebenen Nachkriegs-Lufttransport-Erfordernisse der Alliierten und abhängig vom Stand ihrer Funk-Fernmelde-Technologie sowie ihrer Flugverkehrsverfahren. Der Aufbau eines neuen Systems, insbesondere durch die britischen und amerikanischen Besatzungsmächte, begann sofort. Die volle Lufthoheit im nationalen Luftraum wurde allerdings erst am 3.11.1990 mit dem Wiedervereinigungs-Vertrag erneut erlangt. In der sowjetischen Besatzungszone Ost-Deutschlands oblag die Zuständigkeit über die Flugsicherung in der Zeit von 1945 bis 1953 der sowjetischen Militär-Administration Ostdeutschlands (SMAD) aufgrund eines Entscheids des Alliierten Kontrollrats vom September 1945 und ging danach auf das Verkehrsministerium der DDR über. In den Jahren zwischen 1957 bis 1960 übernahm die Hauptabteilung für Zivilluftfahrt (HAZV, später HVZL mit INTERFLUG) die Verantwortung über die Flugsicherung bis 1990. In West-Deutschland oblag sie bis 1949 den drei Militär-Regierungen der Siegermächte bis ein gemeinsames Alliiertes Zivil Luftamt (Allied Civil Aviation Board) errichtet worden war. Die meisten Aufgaben dieses CAB gingen 1953 auf die neu errichtete Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS) unter der bis 1956 stattfindenden Beaufsichtigung durch das CAB über.

Durch die ausschliessliche Zuständigkeit der Besatzungsmächte der Vereinigten Staaten von Amerika (USA), Grossbritanniens (GB) und Frankreichs (F) in den drei westlichen Besatzungszonen blieb die damalige Wirkungsweise des Flugsicherungssystems zwischen Start und Landung und seine Entwicklung auch in diesen ersten zehn Nachkriegsjahren der deutschen Öffentlichkeit verborgen. Die Art der Flugverkehrskontrolle (Air Traffic Control - ATC), der Kern der Flugsicherung, stellt nach dem Krieg eine völlig neue Arbeitsweise dar und wird nun in Westdeutschland in einer Fremdsprache ausgeübt; in Englisch. Teil II der Dokumentation wird aus den nachstehenden Gründen auch in amerikanischer Sprache erstellt, da die meisten Informationen zur damaligen Flugsicherung aus britischen und US - Quellen stammen. Die Flugsicherungsverfahren und -regeln waren die der Siegermächte in deren Heimatländern. Eine deutsche Flugsicherung war ohnehin nicht mehr existent. Die die FS-Dienste ausübenden Organe waren die Militärbehörden der USA, Grossbritanniens und Frankreichs. Verfahren und Regeln waren voll und ganz auf die Sicherung des militärischen Flugverkehrs während des Krieges abgestimmt. Zivile Flugbewegungen der Alliierten fanden fast genau so früh wieder statt, wie der militärische Flugbetrieb. Die Berliner Luftbrücke der Jahre 1948/49 war eine aussergewöhnliche Unternehmung im militärischen Flugverkehrs-Geschehen dieser Zeit in Westeuropa.

Die weiteren Ausführungen beziehen sich daher hauptsächlich auf die drei westlichen Zonen und auf die Ausübung der Flugsicherungsdienste durch die vier Alliierten in Berlin. Dies tut der Sache keinen Abbruch, denn die Hauptakteure im Flugsicherungsgeschehen der Nachkriegszeit waren ohnehin die USA und Grossbritannien. Es ist zu bemerken, dass die in öffentlichen Archiven, Bibliotheken und Internet-Plattformen verfügbaren Informationen zu dieser Thematik spärlich und oft oberflächlich sind. Das trifft hauptsächlich auf russische und französische Quellen zu, die entweder verschlossen oder nur bruchstückhaft verfügbar sind. Am umfangreichsten sind die amerikanischen und britischen Quellen hierzu. Da die damaligen Geschehnisse in den vier Besatzungszonen von den jeweiligen militärischen Regierungen aber als nur sie betreffend erachtet wurden, ist es nicht verwunderlich, dass später keine „fremdherrschaftlichen" Unterlagen nach Gründung der BRD in deutsche Archive gelangten, sondern lediglich in die der Mutterländer dieser Regierungen. Somit entstand in der Geschichtsschreibung zur Flugsicherung in Deutschland eine zehnjährige Lücke, die diese Dokumentation helfen soll zu schliessen. Die Kontakte des Autors zu den hauptsächlich amerikanischen und britischen Zeitzeugen der Siegermächte haben es ermöglicht, wesentliche Quellen zu eröffnen sowie Dokumente und Informationen dieses Zeitraums zu beschaffen. Bislang schliesst kein öffentliches Museum, Archiv oder Bibiliothek in Deutschland diese Lücke. Dieses Manko wird auch seit einiger Zeit von den damals betroffenen Mitgliedern der alliiierten Siegermächte beklagt; siehe Schreiben der amerikanischen militärischen Flugsicherungs-Vereinigung AACS (Army Airways and Air Communication Service) an den deutschen Staatssekretär für kulturelle Angelegenheit vom 25. 9. 2012. Was dort alles geschah und wie es geschah war der Allgemeinheit meist unbekannt; in der damaligen Zeit daher wohl auch so gewünscht und gereicht der heutigen Generation der Wissbegierigen zum Nachteil.

Eine separate Darstellung der diesbezüglichen Entwicklung in Ostdeutschland unter sowjetischer Besatzung und Aufsicht für die Jahre 1953 bis 1990 soll Inhalt von Teil III dieser Dokumentation werden. Die in dieser Dokumentation verwendeten englischen Begriffe und Abkürzungen sind die seitens der Internationalen Zivil Luftfahrt Organisation (ICAO) in allen Mitgliedsländern verbindlichen Termini für die englische Luftfahrtsprache (Aeronautical English), so wie im ICAO Lexikon (Dokument 9713) veröffentlicht. Der Begriff „Deutschland" wird im geografischen Sinne verwendet, um die im Laufe der Jahrzehnte stattgefunden habenden politischen Wechsel in den Staatsformen zu neutralisieren. Im deutschen Text werden die ursprünglich aus dem Englischen stammenden Fachbegriffe, wann immer ratsam, in Klammern in Englisch wiedergegeben, um Bedeutung und Bezüge leichter zu verstehen. Was die Verwendung der verschiedenen benutzten staatlichen Veröffentlichungen betrifft, so beruft sich ANSA auf § 5 Abs. 1 des deutschen Urheberrechtsgesetzes (UrhG), wonach amtliche Werke (Gesetze, Verordnungen, amtliche Erlasse und Bekanntmachungen sowie Entscheidungen und amtlich verfaßte Leitsätze zu Entscheidungen) keinen urheberrechtlichen Schutz genießen. Die Anforderungen der § 62 und § 63 UrhG (Änderungsverbot und Quellenangabe) wurden entsprechend befolgt. Zur Verwendung diesbezüglicher Veröffentlichungen aus den USA beruft sich ANSA auf die gleichbedeutenden Regeln des „Title 17 U.S.C." der USA. Die britischen Regeln unterscheiden sich hiervon nicht.


Die Entwicklung der Flugsicherung in Westdeutschland nach 1945: Die ersten zehn Jahre
Die Entwicklung der Flugsicherung in Westdeutschland nach 1945: Die ersten zehn Jahre
Zweiter Teil über die Entwicklung der Flugsicherung in Deutschland
Frank W. Fischer

524 Seiten in deutscher Sprache
Verkaufspreis: 76,96 Euro
ISBN-13: 978-1-5369-5273-5

Erhältlich im Buchhandel, beispielsweise bei www.Amazon.de oder bei www.Amazon.com.
Eine kostenlose Leseprobe steht bei Google Books zur Verfügung.


Leseprobe: Einleitung und erstes Kapitel
Der 2. Weltkrieg war am 8. Mai 1945 mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht für das Deutsche Reich beendet. Nach Beendigung der Kampfhandlungen durch die vier Siegermächte (victorious powers), aus den Armeen der Sowjet Union und denen der alliierten Invasionstruppen (Allied Expeditionary Forces - AEF) bestehend, wurden westlich der Oder-Neisse Linie die vier zuvor vereinbarten Besatzungszonen unter separaten Militär Regierungen eingerichtet. Ab 9. Mai 1945 gab es kein Deutsches Reich mehr und somit auch keinen deutschen Luftverkehr und keine deutsche Flugsicherung. Von nun an gab es innerhalb der neuen Staatsgrenzen vier deutsche Staatsgebilde: ein amerikanisches, den USA gehörend, ein britisches, Grossbritannien gehörend, ein russisches, der Sowjet Union gehörend und ein französisches, Frankreich gehörend; dazu eine viergeteilte Stadt als zentralen Verwaltungsort, die frühere Reichs-Hauptstadt Berlin. Diese vier Alliierten aktivierten umgehend für die von ihnen besetzten Gebiete die vereinbarten Besatzungs-Zonen. In diesen übten sie die ausschliessliche Staatsgewalt unter ihrer jeweiligen Militär-Regierung aus.
Abb. 4 - Die Aufteilung Deutschlands in Zonen westlich der Oder-Neisse Linie 1946
Deutsches Recht, auch Luftrecht, fand keine Anwendung mehr. Jede Militär-Regierung richtete ihre eigenen staatlichen Verwaltungsbehörden ein. Diese Verwaltungen entstanden mit dem Einsetzen der Militär-Regierungen am 5.6.1945. Bis dahin galt Kriegsrecht. Deren Abteilungen waren somit auch für den eigenen militärischen und zivilen Flugverkehr in der jeweiligen Zone zuständig.
Bereits im August 1944, noch unter dem Kommando der „Allied Expeditionary Forces - AEF", war von den USA ein „U.S. Group Control Council Germany - USGCCG" errichtet worden. Dieser Rat war für alle Angelegenheiten in den von der US-Armee besetzten Gebieten im Deutschen Reich zuständig. Unter dem USGCCG bestand bereits eine „Air Division" mit untergeordneter „German Civil Aviation Branch" unter der Leitung von Col. G. M. Jones.
Übersicht 3: Organisation von USGCC, Juni 1945
U.S. GROUP, CONTROL COUNCIL (GERMANY) (Organization for Internal Administration)
AIR DIVISION
DEMILITARIZATION COMMITTEE
Dep. Mil. Gov. DirectorsofArmy(Ground),NavalandAirDivision-Chief of Staff
LEGAL ADVISER
(A)
ASSISTANT DEPUTY for RESOURCES
MILITARY GOVERNOR DEPUTY MILITARY GOVERNOR
(B)
ASSISTANT DEPUTY for TRADE & FINANCE
CHIEFof STAFF
ASSISTANT DEPUTY for PUBLIC SERVICES
SECRETARY GENERAL
Executive Message Control Analytical Services Protocol & Language Service
DIRECTOR OF INTELLIGENCE
Joint Intelligence Committee
DIRECTOR OF INFORMATION CONTROL
Press & Publications
Field Intelligence Agency, Technical Film, Theatre & Music Counter Intelligence Radio
Positive Intelligence Services OSS Mission
DIRECTOR OF ADMINISTRATIVE SERVICES
- Personnel Supply
Adjutant General Headquarters Command
DIRECTOR OF PUBLIC RELATIONS
Dissemination of News Evaluation of Public Opinion
Public Relation Advice
EXECUTIVE COMMITTEE
Dep. Mil. Gov. — Legal Adviser Assistant Deputie; Political Adviser Chief of Staff
Director of Intelligence (Consider and decide major policy questions and other matters of general concern)
DIRECTOR OF POLITICAL AFFAIRS
German Foreign Relations US German Relations Denazification Policy
Abb. 5 + 6 - USGCCG Organigramme 1945 mit German Civil Aviation Abteilung
Disarmament
Demobilization
> War Stocks l Disposition
Suppression of Munitions Manufacture
German Civil Aviation
Dieser Rat löste sich am 29.9.1945 durch die Schaffung der separaten Militär-Regierungen von Deutschland auf Beschluss der vier Alliierten auf. Luftfahrtverwaltungsmässig gab es jetzt vier zuständige Oberbehörden unter den Militär-Regierungen, die gezwungen waren miteinander zu kommunizieren und koordinieren; es sei denn, sie weigerten sich, so wie die SMAD 1948. Diese Weigerung hatte für die darauffolgenden 40 Jahre für den Flugverkehr gravierende Auswirkungen.
Abb. 7 - Der Rhein-Main Flughafen 1945
Obwohl die Mehrzahl aller Fluggelände zerstört und sie von den Invasions-Streitkräften (Allied Expeditionary Forces - AEF und Sowjet Union) besetzt waren, mussten umgehend Versorgungsflüge jeglicher Art durchgeführt werden. Deren Absicherung (Flugsicherung) fand durch die jeweiligen militärischen Einheiten mit eigenem Flugsicherungsgerät und nach eigenen militärischen Regeln und Verfahren statt.
Bis auf einige Sonderfälle, wie Berlin, waren nur wenige gegenseitige luftverkehrsrechtliche Vereinbarungen erforderlich, wie für den Durchflug durch den Luftraum einer anderen Zone, so wie z.B. beim Flug vom amerikanisch betriebenen Bremer Hafen, dessen Gebiet auch zur US-Zone gehörte, zu den Standorten in der amerikanischen Besatzungszone in Süddeutschland. Diese Flugbewegungen in und durch die verschiedenen Zonen führten bei den Zonen-Verwaltungen bald zu der Erkenntnis, dass gemeinsame Flugverkehrsregeln für alle Arten von militärischen und zivilen Flügen erforderlich waren.
Berlin, als zentraler Verwaltungsort der nun bestehenden vier militärischen Verwaltungsgebiete und in der sowjetischen Besatzungszone gelegen, musste von den drei westlichen Alliierten auch mit Flugzeugen zur eigenen Versorgung erreichbar sein. Wie die vier Zonen war auch Berlin in vier Stadt-Sektoren eingeteilt.
Abb. 8 - Die 4 Berliner Stadt-Sektoren
Zwecks Koordination der Angelegenheiten in den vier Besatzungs-Zonen war durch die geschaffene Alliierte Kontroll-Kommission (Allied Control Authority - ACA) am 12.7.1945 ein Alliierter Kontrollrat (Allied Control Council - ACC)1 eingesetzt worden, der die alle Vier betreffenden Vereinbarungen der Potsdamer Konferenz (17.7. und 2.8.1945) gemeinsam in die Tat umsetzen sollte.2 Dieser hatte seinen Sitz in Berlin. Im Rahmen der ACA wurde ein separates „Air Directorate" geschaffen, das später alle die Luftfahrt betreffenden Angelegenheiten beschliessen sollte.3 Der ACA erfüllte seine Aufgabe wie vereinbart, bis die Sowjetische Militär Administration Deutschland -SMAD im Mai 1948 ihre weitere Mitarbeit verweigerte.
Da aber nicht nur Berlin von den Alliierten mit dem Flugzeug erreichbar sein musste, hatten die vier Mächte eine Vereinbarung über ihren Flugbetrieb, deren Organisation und Durchführung zu
erzielen. Dies schloss die Benutzung aufgelassener deutscher Flugplätze und Flughäfen, sowie Flugfernmelde-Notwendigkeiten mit ein. So kam es bereits im Herbst 1945 zu einer gemeinsamen Vereinbarung über die Errichtung von sechs Luftkorridoren nach Berlin und einer Kontrollzone am Ende der Korridore, die das ganze Berliner Stadtgebiet in einem Radius von 20 Landmeilen (= 1609 m) umfassten.4 Das ganze Gebiet um die „Vier-Mächte-Stadt" Berlin war von der sowjetischen Besatzungszone umgeben und so waren die Luftkorridore von und nach Berlin aus den West-Zonen für die westlichen Alliierten in der Stadt lebenswichtig.
Geboren aus dem gemeinsam entstandenen Erfordernis, die Flüge von und nach Berlin untereinander regeln und sichern zu müssen, entstand so in den ersten Monaten nach Kriegsende noch vor der Errichtung der Militär-Regierungen Ende November 1945 eine quadripartite Flugverkehrs-Vereinbarung, wissend, dass diese Flugbewegungen koordiniert werden mussten. Dazu richtete man am 12.12.1945 für die Flüge von und nach Berlin auch eine Luftsicherheitszentrale, das „Berlin Air Safety Centre - BASC", im Gebäude des Alliierten Kontrollrats in der Stadt ein.5 Vorverhandlungen fanden bereits Anfang Juli 1945 statt.
Das alte ACA Koordinations-Verfahren führte in den folgenden Jahren zu erheblichen Problemen und kulminierte mit der Blockade der Transportwege von und nach Berlin durch die SMAD ab Mai 1948. Die UdSSR erklärte danach am 24.6.1948 die vollständige Blockade Berlins.
Bis dahin benutzten auch zivile Fluggesellschaften der vier Alliierten (Aeroflot, American Overseas Airlines - AOA, Air France - AF, British European Airways - BEA) den Luftraum und die Flugplätze. Hinzu kamen Flugzeuge zuvor neutraler Staaten wie die Schweiz und Schweden, als auch Polen (Swissair - SWR, Scandinavian Airlines System - SAS, Polskie Linje Lotnicze - LOT), gefolgt von
Holland mit KLM und Belgien mit SABENA .6 1.2 Die Besatzungszonen
1945 vereinbarten die Alliierten, Teile der damaligen Länder Baden, Württemberg, Bayern, Nassau und Rhein Provinz als französische Besatzungszone zusammenzufassen, zusätzlich zum französischen Protektorat Saar. Somit reichte die französische Zone bis nach 10° Ost (inkl. Memmingen und Friedrichshafen) mit einem Korridor über Lindau in die französische Besatzungszone Österreichs. Auch hatten die Alliierten am 12.7.1945 beschlossen, die damaligen
Abb. 10 - Die 6 Berlin Korridore 1945
Abb. 11 - Alliiertes Kontrollratsgebäude Berlin
Abb. 12 - BASC Logo
Länder Württemberg-Hohenzollern und Württemberg-Baden in ihren Zonen zwischen den amerikanischen und französischen Besatzungen erneut aufzuteilen.
Die französische Militär-Regierung bildete dann am 30.8.1946 die Länder Baden, Württemberg-Hohenzollern und Rheinland-Pfalz. Die französische Verwaltung nannte sich „L'Administration Militaire Francaise en Allemagne - AMFA". Französischer Regierungssitz von Baden wurde Freiburg und der von Württemberg-Hohenzollern Tübingen.8
Abb. 13 - Aufteilung der französischen Besatzungszone
Sitz des französischen Militär-Hauptquartiers wurde Baden-Baden. Hauptquartier der französischen Luftwaffe wurde Lahr. Die wichtigsten Luftwaffen-Basen waren Bremgarten, Lahr und Friedrichshafen. Alle Fluggelände waren unter militärischer Zuständigkeit.
Das gesamte für die französische Zone vorgesehene Gebiet war zuvor gemäss der Berliner Erklärung vom 5.7.1945 von den britischen und amerikanischen Alliierten verwaltet worden. 1948 kamen allerdings Teile der französischen Zone von Rheinland-Pfalz wieder unter amerikanische Verwaltung. Diese Abtretung von Zuständigkeiten bezog sich insbesondere auf den Luftraum, den Flugbetrieb und die Flugsicherung. Französische Standorte wie Mainz-Finthen, Bad Kreuznach, Baumholder, Kaiserslautern mit Landstuhl, usw. wurden von der US Armee und der US Luftwaffe übernommen. Amerikanische Luftverteidigungsstellen wurden an Standorte westlich des Rheins verlegt.
1947/ 48 kommt es durch Zusammenlegung der britischen und amerikanischen Zonen zur sogenannten Bi-Zone, der sich im April 1949 auch die französische Zone anschliesst. So entsteht die „Tri-Zone", bekanntgeworden als „Trizonesien". Durch das Entstehen der Bundesrepublik am 23. Mai 1949 und das Inkrafttreten des nun einsetzenden Besatzungsstatuts am 21. September 1949 kamen die drei westlichen Zonen unter die gemeinsame Verwaltung der Alliierten Hohen Kommission (AHK).
Abb. 14.1 - Die Aufteilung Deutschlands in Zonen westlich der Oder-Neisse Linie 1946/ 47
Die britische Zone, beschlossen am 22.5.1945, bestand aus Schleswig-Holstein, Hamburg, NiederSachsen und Teilen des heutigen Nordrhein-Westfalen. Regierungssitz war Bad Oeynhausen. Die „British Air Force of Occupation - BAFO" mit der Royal Air Force (RAF) hatte ihr Hauptquartier in Bad Eilsen/Bückeburg.9 Die wichtigsten Luftwaffen-Basen in der britischen Zone waren Bückeburg, Fassberg, Gütersloh, Celle und Wunstorf. Auch hier waren alle Fluggelände unter militärischer Zuständigkeit.
Für die sowjetische Zone entstand zur gleichen Zeit die Sowjetische Militär Administration Deutschland (SMAD) mit Sitz in Karlshorst. Am 5.11.1949 entsteht in Parallele zur Errichtung der AHK in Westdeutschland eine Sowjetische Kontroll-Kommission (SKK) und SMAD geht auf in der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSBSD). Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) wird im Oktober 1949 gegründet. Sie erhält die sogenannte „volle - limitierte" Souveränität am 25.3.1954. Alle Fluggelände bleiben bis dahin unter SMAD Zuständigkeit. Die Entwicklung der Flugsicherung in der DDR sollte Gegenstand einer separaten Dokumentation werden.
Die US-Zone bestand aus Bayern, Kurhessen und Teilen von Nassau und Württemberg. Sitz der US Militär-Regierung wurde Stuttgart. Die Administration der amerikanischen Zone nannte sich OMGUSZ (Office of Military Government for Germany / U.S. Zone). Die übergeordnete Verwaltung „OMGUS" selbst war zuständig für die US-Zone und den US-Sektor Berlin. Frankfurt / Main war als zentral gelegener Ort ein geeigneter Standort. Aber wie sah Frankfurt/Main nach Kriegsende aus? Der Stadtkern und die Brücken waren völlig zerstört. Die äusseren Stadtteile und der militärische Flugplatz Eschborn im Westen der Stadt und das IG-Farben Verwaltungsgebäude waren unzerstört geblieben. Daher wurden OMGUS und das Hauptquartier des US-Teils der Alliierten Invasionstruppen (Allied Expeditionary Forces - AEF) im IG-Farben Hochhaus in Frankfurt/Main eingerichtet.
Abb. 14.2 - Frankfurt/Main am 20. Juni 1945 (am oberen Bildrand das AEF Hauptquartier)
Die „Air Division" unter dem USGCC vom Juni 1945, weiterhin von Col. G. M. Jones geleitet, blieb unter OMGUSZ erhalten.10 Die US-Zone wurde von General Eisenhower befehligt, die britische von Field Marshal Montgomery, die sowjetische von Marshall Schukow und die spätere französische von General Lattre de Tassigny.
Abb. 15 - Die 4 Militärgouverneure Deutschlands von l nach r = Montgomery, Eisenhower, Shukov, Lattre de Tassigny
In Berlin und am Rand des Stadtgebiets waren nur die Flugplätze Tempelhof, Gatow, Schönefeld, Adlershof/Johannisthal und Staaken benutzbar gemacht worden. Das BASC koordinierte die Flüge dorthin in quadripartiter Personalbesetzung.
«4* Flughafen in Betrieb <4» Flughafen stillgelegt
Abb. 16 - Die Berliner Flugplätze im heutigen Berlin
Flugverkehrskontrolle selbst fand in der Berliner Kontrollzone (CTR) nur an den Flugplätzen im An-und Abflugbereich und auf dem Rollfeld statt (APP und TWR). Eine gemeinsame FS-Streckenkontrolle bestand noch nicht. Die Flüge „auf Strecke" unterlagen einem mehr oder weniger „Flight Following" Verfahren, nicht aber einer Staffelung untereinander. Diese Problematik sollte erst während der Berliner Luftbrücke unter der Leitung der US-Luftwaffe gelöst werden.
Es war unerlässslich, diese Flugbewegungen über die jeweiligen Zonen- und Staatsgrenzen hinweg untereinander zu koordinieren. Das geschah per Fernschreiber und Telefon, sowohl innerhalb des 4-Zonengebiets als auch mit Flugverkehrs-Flugsicherungs-Stellen in den angrenzenden Nachbarstaaten Polen, Tschechoslowakei, Schweiz, Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich und den österreichischen Besatzungszonen.
In den deutschen Zonen entstanden 1945/46 hierfür Flugsicherungs-Zentralen in Bad Eilsen (GB), in München und Hanau (USA), in Strassburg (F) und in Berlin-Schönefeld (SU), die mit den Nachbarzentralen in Warschau, Prag, Kopenhagen, Brüssel, Amsterdam, Paris, Zürich und Linz die Flugbewegungsdaten austauschen mussten. Dieser allgemeine Zustand sollte in den drei westlichen Zonen bis zur Errichtung einer Bundesanstalt für Flugsicherung im Jahr 1953 weiter bestehen.7
1.3 Organisation der Flugsicherung der Siegermächte
Das OMGUSZ Organisations-Handbuch von 1946 sah nun auch eine „Aeronautics Branch" vor, die ausdrücklich auch für den gesamten zivilen Luftverkehr in und über Deuschland zuständig ist. In der Folge wurde die „Aeronautics Branch" in „Civil - Aviation Branch" umbenannt. Ab Februar 1946 wurde diese, nun dem „Office of Political Affairs" untergeordnete „Civil Aviation Division" (CAD), jetzt von einem Zivilisten der US Luftfahrtbehörde (CAA), Mr. Thomas D Johnson, geleitet.
Die CAD wurde danach in „Civil Aviation Branch - CAB" umbenannt und 1948 nach Wiesbaden verlegt. US Hochkommissar L. D. Clay setzte am 7.9.1948 Mr. T. D. Johnson als Leiter des US-Elements des später zum AHK gehörigen „Civil Aviation Board" ein. Im Sommer 1948 wurde die CAB durch den Aufbau einer „Meteorological Branch" in Bad Kissingen unter der Leitung von C. van Tullenar entlastet. Die „Meteorological Branch" selbst wurde im Sommer 1949 nach Darmstadt verlegt.11
OMGUS, zuständig für die Militär-Regierung der US-Zone und den US-Sektor Berlins, stand unter militärischem Kommando. OMG - US-Zone (OMGUSZ) wurde durch die Errichtung der Alliierten Hohen Kommission (AHK - Allied High Commission for Germany - HICOM) am 12.5.1949 aufgelöst.12
Abb. 17 - Sitz des AHK auf dem Petersberg
Im Gegensatz zu OMGUS wurde die AHK nun von Zivilisten geführt. Sitz der AHK war der Petersberg in Bad Godesberg. Sie bestand bis zur Wiedererlangung der Souveränität der Bundesrepublik Deutschland am 5.5.1955.
Veränderungen solcher Art fanden in der britischen und französischen Zone nicht so häufig statt, bedingt durch den geringeren Umfang des Luftverkehrs in diesen beiden Zonen. Frankreich betrieb in seiner Zone keinen internationalen Flughafen, da der Flughafen Strassburg-Entzheim auf der westlichen Seite des Rheins zur Verfügung stand.
Abb.18 - OMGUS Organigramm 1946
Abb. 19 - OMGUS Office of Public Affairs 1946
In der britischen Zone fanden in diesen Jahren ähnliche Veränderungen wie in der US-Zone statt, verursacht durch den Flugbetrieb von und zu den Flughäfen Hamburg, Düsseldorf und Hannover. Einschneidende Veränderungen ergaben sich erst durch die in Jahren 1948/49 von den westlichen Alliierten gemeinsam durchgeführte Berliner Luftbrücke, deren Verkehr sich nun ausser Hamburg hauptsächlich auf die britischen Flugplätze Fassberg, Lübeck, Bückeburg und Celle konzentrierte; siehe hierzu Kapitel 2.
Die britische „Civil Aviation Branch" (CAB - B.E. British Element), unter ihrer Militär-Regierung, entschied für ihre Zone ebenso unabhängig wie das CAD/CAB in der amerikanischen. Das britische CAB war der „Royal Air Force" (RAF-Germany) untergeordnet, die mit ihren Einheiten auch die Flugsicherungsdienste ausübte.
Während in der US-Zone die amerikanische Abteilung des Alliierten Luftamtes für die Beschäftigung Deutscher in der Flugsicherung zuständig wurde, war dies in der britischen Zone ab 1947 die sogenannte „German Civil Labour Organization - GCLO" (Deutsche zivile
Arbeitsorganisation - DZAO) unter der Zuständigkeit des britischen „Foreign Office" mit seiner Abteilung „Colonial Office" für die Commonwealth Länder.13
1.3.1 Das Alliierte Zivilluftfahrt Amt
Die „Civil Aviation Branch" und die „Meteorological Branch" hatten bis 1949 als Abteilungen von OMGUS bestanden. Die Aufgaben der „Civil Aviation Branch", jetzt unter Leitung von T. D. Johnson im „Office of Political Affairs", wurden nun von der AHK wahrgenommen.
Abb. 20
Mr. Thomas Johnson, US - Civil Aviation Department des Zivil Luftfahrtamtes CAB
Abb. 21 - AEF Hauptquartier, USGCC, oMgUSZ und CAB Amtssitz Frankfurt/Main
Die Einrichtung dieses „Amtes für Zivil-Luftfahrt (CAB)" erfolgte auf der Grundlage der Charta der Alliierten Hoch-Kommission vom 20.6.1949 und wurde von da an als „Allied Civil Aviation Board" bezeichnet, da das Amt nun auch die Luftfahrt - Verwaltungsangelegenheiten der beiden anderen westlichen Besatzungsmächte wahrnahm. Nun gehörten ihm auch Vertreter der britischen und französischen Hoch-Kommissariate an. Somit war endlich ein gemeinsamer Ansprechpartner für alle deutschen Luftfahrtangelegenheiten entstanden. Frankreich war mit Mr. Guillaume und GrossBritannien mit Mr. P. W. Johnson vertreten, die auch beide ihren nationalen Zivil-Luftfahrt Verwaltungen angehörten.14
Während Entscheidungen zur Zivilluftfahrt unter den Militärregierungen noch von deren separaten „Militärregierungs-Bekanntmachungen" veröffentlicht wurden, erschienen die Bekanntmachungen des Alliierten Zivil-Luftamtes jetzt im Amtsblatt der AHK (Official Gazette of the HICOM); siehe Anhang E mit der Bekanntmachung Nr. 32 vom 5.9.1950 mit den DVO Nr. 11 und 12 zur Luftfahrt, Flughäfen und Flugsicherung.15
Abb. 22 - Das Landeshaus in Wiesbaden, Sitz des CAB bis Februar 1952
T. D. Johnson behielt seine Funktion unter der Zuständigkeit des AHK bis zur Auflösung des CAB 1956 bei. Mr. Thomas D. Johnson war die wichtigste Person für die in den Jahren 1952 bis 1955 wieder entstehende Flugsicherung in der Bundesrepublik Deutschland. Am 1.2.1952 zog das CAB unter der Leitung von T. D. Johnson vom Landeshaus in Wiesbaden in das IG-Farben Hochhaus nach Frankfurt/Main um.
' 5 Septembre ' 5 September ' 5.
September 1950
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für Deutschland Bonn-Petersberq. Sitz der Hohen Kommission
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Abb. 23- AHK Amtsblatt
Die Vorbereitungsstelle zur Errichtung der neuen deutschen Flugsicherungsbehörde beim CAB zog an den gleichen neuen Standort mit um.16 Die Regeln, Zuständigkeiten und Befugnisse dieser zu errichtenden Behörde wurden ausschliesslich von der AHK bestimmt.
Abb. 24 - Annex A BFS IG- Hochhaus 1.2.1952
Bundesanstalt
für
Flugsicherung
- Zentralstelle
Abb. 25- BFS Logo
1.4 Die Bundesrepublik Deutschland
Im Westen Deutschlands entstand am 21.9.1949 die Bundesrepublik Deutschland (BRD), im Osten am 7.10.1949 die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Die Militär-Regierungen der USA, Grossbritanniens und Frankreichs wurden durch ein Besatzungsstatut, welches zum gleichen Zeitpunkt in Kraft trat, abgelöst; siehe Anhang A.
Nach der Auflösung der vier Militärregierungen und mit dem Inkrafttreten des Besatzungsstatuts am 21.9.1949 unter der nun entstandenen Alliierten Hohen Kommission (AHK) änderte sich in den Zuständigkeiten über die Luftfahrt, den Flugverkehr und die Flugsicherung wenig.
Es gab jetzt zwar eine Bundesrepublik Deutschland mit eigener Bundesregierung, aber ohne Zuständigkeit für irgendwelchen Flugverkehr, keine Flugzeuge und keine Fluggesellschaften und noch kein Verkehrsministerium. Ein solches entstand erst 1951. Das alte deutsche Luftverkehrsgesetz von 1936 lag auf Eis und wurde nicht angewendet. Die Deutsche Lufthansa existierte nicht mehr.
Nun wurden die Regeln des zuständigen Alliierten Zivil-Luftamts (CAB) angewendet, geleitet von seinen Vertretern Frankreichs, Grossbritanniens und der USA, unter der Beaufsichtigung eines provisorischen Luftfahrt Koordinierungs-Ausschusses der AHK (Provisional Aviation Coordination Council - PACC). Nach einem AHK - Memorandum über die Zivilluftfahrt vom 30.3.1950 erliess das CAB Verbote und Beschränkungen in alleiniger Zuständigkeit für die Zivil-Luftfahrt in den westlichen Besatzungszonen Deutschlands.17
1951 gab das CAB (siehe Bundesanzeiger) eine Luftverkehrsordnung (Luft-VO) für das Gebiet Westdeutschlands heraus, das auf der Grundlage des Anhangs 2 (Rules of the Air -Flugverkehrsregeln) der 1947 in Kraft getretenen Internationalen Zivilluftfahrt Konvention der ICAO entstand, in der die BRD kein Mitglied war. Diese Luft-VO galt für alle nicht-taktischen Flüge der alliierten Streitkräfte und der anderer Länder. Deutsche Flugzeuge, sofern noch vorhanden, blieben auf unbestimmte Dauer am Boden.
Eine Regelung des zivilen und militärischen nicht-taktischen Flugverkehrs war dringend erforderlich geworden, da die Verkehrsdichte unaufhörlich zunahm. 1952 erlaubt die Alliierte Hohe Kommission dann die Errichtung einer deutschen Flugsicherungsbehörde. Da eine der Bedingungen der Hohen Kommission der Beitritt der noch nicht souveränen BRD zur ICAO war, gab der PACC -Koordinierungsausschuss der BRD nun die Einzelheiten der Voraussetzungen bekannt. Diesen am 30.5.1953 der BRD in unzureichend genauer Übersetzung mitgeteilten Bedingungen stimmte der Bundeskanzler am 29.6.1953 ohne Ausnahme zu; siehe Anhang Z zu Kapitel 2.
Die vom PACC der BRD mitgeteilten Bedingungen besagten, dass die zuvor bereits vom CAB eingeleiteten Massnahmen weitergeführt und die inzwischen angewendeten Richtlinien und Empfehlungen (SARP) der ICAO beibehalten werden. Diesbezügliche ehemalige oder neue deutsche nationale Vorschriften gab es keine. Das alte Luft-VG und die alte Luft-VO waren ausser Kraft.
So entstand am 23.3.1953 die Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS) mit Übergabe der Zuständigkeit seitens des CAB per 1.7.1953, aber unter weiterer Beaufsichtigung der Hohen Kommission durch das CAB und den Vorläufigen Luftfahrt-Koordinierungsausschuss - PACC. Sie wurde zuständig für jeglichen Flugverkehr ausserhalb militärischer Kontrollzonen (Control Zones - CTR) und Nahverkehrsbereiche (Terminal Control Areas - TMA) und unter den Luftverteidigungsstellen.19
Der „Kalte Krieg" hatte begonnen und die Zeit des „leeren Himmels" war schnell vorbei. Hunderte von Kampfflugzeugen wurden von den westlichen Alliierten in den drei West-Zonen stationiert und bevölkerten nun den Himmel. Manöver mit 500 und mehr Flugzeugen waren keine Seltenheit.
Im gleichen Jahr verfügte das CAB anlässlich der 1952'er ICAO EUM Regional-Konferenz in Paris die Rücknahme der unter den Militärregierungen in den Jahren zuvor an Nachbarstaaten abgetretene Teile des westdeutschen Luftraums, so z.B. den an die Schweiz abgetretenen. Aber nach Gründung der BFS erlaubten das CAB und der PACC die erneute Abtretung des gleichen Gebiets nördlich des Bodensees an die Schweiz. In kurzer Folge wurden dann weitere Luftraumgebiete, wie z.B. 1956 fast das ganze Saarland zur Kontrolle durch die Stationierungskräfte in Frankreich (MOSELLE Control in Metz) abgetreten.20
Mit dem Deutschlandvertrag vom 23.10.1954, der dem Besatzungsstatut folgte, und der am 5.5.1955 als Ergebnis der Pariser Verhandlungen zur Wiedererlangung der Souveränität geführt hatte, war die Bedingung verbunden, dass die Stationierungsstreitkräfte weiterhin die ihnen übertragenen Rechte ausüben und dass die Bundesrepublik Mitglied der Internationalen Zivil Luftfahrt Organisation - ICAO wird.22 Es lohnt sich anzumerken, dass die Möglichkeit für Deutschland, einer internationalen Luftfahrtorganisation beizutreten seit 1919 jetzt zum ersten Male wieder bestand.
Abb. 27 - ICAO Logo
Dem Antrag auf Aufnahme in die ICAO wurde auf der 1956'er ICAO Konferenz in Caracas stattgegeben. Die BRD wurde das 66. Mitglied. Am 7.4.1956 gab die Regierung das Gesetz über den Beitritt zur ICAO bekannt. Es trat umgehend in Kraft.
Da die ICAO Konvention inklusive des Inhalts aller ihrer Anhänge ohne Ausnahme von der Bundesegierung ratifiziert worden war, stellten diese Richtlinien und Verfahren nun die rechtlich verbindliche Grundlage für allen Flugsicherungs-Betrieb dar und schlossen somit eigentlich Abweichungen von den ICAO Richtlinien und zuvor vom CAB angewandten Empfehlungen aus.
Die Zuständigkeit des Alliierten CAB unter dem AHK blieb bis 1955 bestehen. Danach nahm das bereits zuvor unter den Militärregierungen bestehende PACC seine Rolle, die in den späteren Jahren in die Rechte des Ständigen Ausschusses für Luftfahrt-Angelegenheit (SAL) überging. Eine Ausnahme machte die 1953 gegründete BFS, die ihre internen Angelegenheiten nun selbständig unter der Abteilung L6 (Luftfahrt) des 1951 entstandenen Bundesverkehrsministeriums (BVM) regeln konnte.
Die BRD trat dem 1949 entstandenen Nordatlantischen Verteidigungsbündnis (North Atlantic Treaty Organization - NATO) bei und in Konsequenz hierzu kommt es dann 1955 zum Entstehen der Bundeswehr mit schneller Aufstellung einer neuen deutschen Luftwaffe in 1956.
Es scheint wichtig, die Personen zu nennen, die die wahren Hauptakteure des Aufbaus der deutschen Nachkriegs-Flugsicherung waren. In ihrer Leistung waren sie durch die Berliner Luftbrücke und die vorherrschende politische Lage geprägt. Aber zusätzlich hatten sie die wahren Erfordernisse eines regulären und häufigen Flugverkehrs in und über Westdeutschland frühzeitig erkannt und nutzten alle damals gegebenen technischen Möglichkeiten um dieser Anforderung gerecht zu werden. Diese Hauptakteure waren alle Angehörige der US-Luftwaffe oder der amerikanischen Zivil-Luftfahrtbehörde (Civil Aviation Administration - CAA).
Abb. 28 - USAF Maj.Gen. W. H. Tunner, Kommandeur der CALTF der Berliner Luftbrücke
USAF Maj.Gen. W. H. Tunner, Kommandeur der CALTF der Berliner Luftbrücke USAF Col. G. M. Jones, USGCC und OMGUS Leiter des „Air Directorate - DAIR" Mr. Thomas D. Johnson, (US CAA), OMGUS Leiter der „Civil Aviation Branch" und des nachfolgenden „Allied Civil Aviation Board - CAB" USAF Lt.Col. J. R. Guthrie, Kommander des „1807th AACS Wing" EAME + US-Zone
Mr. L. C. Moore (US CAA), Leiter FS-Betrieb des Alliierten Zivil-Luftamtes, CAB
Mr. D. K. Thompson (US CAA), Leiter Zivilflughäfen des Alliierten Zivil-Luftamtes, CAB
Mr. C. R. Myers, (US CAA), Chief Instructor ATC, CAB Mr. G. M. Waller (US CAA), Leiter FS-Ausbildung des Alliierten Zivil-Luftamtes, CAB
Auf deutscher Seite waren dies nicht, wie eigentlich zu erwarten gewesen wäre, die ab 1953 in der neu gegründeten FS-Behörde (BFS) wieder eingestellten Verwaltungsbeamten der ehemaligen Reichsflugsicherung. Es waren Angehörige des Alliierten Zivil-Luftamtes (CAB), die von den amerikanischen Vertretern der AACS-Einheiten der US-Luftwaffe und des CAB und in der britischen Zone von der RAF ausgebildet worden waren.
Abb. 29 - G.M.Waller + C. R. Myers + T.D.Johnson 1953 Abb. 30 - G. M. Waller 1972
Abb. 31 - T. D. Johnson & L. C. Moore 1968 Abb. 32 - Messrs. G.M.Waller, D.K.Thompson, C.R.Myers 1984
Sie übten nun an deren FS-Stellen in den beiden Besatzungszonen unter militärischer Leitung Flugverkehrsdienste (Air Traffic Services - ATS) aus. Sie waren insbesondere durch die Luftbrücke versierte Flugverkehrsleiter und kannten den zivilen und militärischen Flugverkehr der Nachkrie gsj ahre.
Diese Personen waren es, die ihre erworbenen Kenntnisse an die deutschen Neuankömmlinge im FS-Betrieb und an der Flugsicherungsschule der BFS weitergaben und für den bald bekannten guten Ruf der neuen deutschen Nachkriegs-Flugverkehrskontrolle verantwortlich waren.
ABKÜRZUNGEN
A/C
Aircraft
A/D
Aerodrome
A/G
Air/Ground
AACS
Airways and Air Communication Service (US Militär), existierend seit 15.11.1938
AACSM
AACS Manual
AAF
Army Air Field (US)
AAF
Army Air Force (US)
AC
Advisory Council
AC
Allied Control
AC
Alternating Current (Wechselstrom)
AC&W
Aircraft Control & Warning (LV-Stelle)
ACA
Allied Control Authority / All. Kontrollrats-Vorstand
ACC
Air Coordinating Committee (OMGUS)
ACC
Allied Control Council / Alliierter Kontrollrat
ACC
Area Control Center (Flugsicherung - Bezirkskontrollzentrale)
ACDC
Air Corps Detachment, Communication (AACS)
ACIC
Aeronautical Chart and Information Centre
ACS
Air Force Communication Service (USA)
ACS
Army Communication Service (AACS)
ACTA
Aerial Combat Training Area / Luftkampfübungsgebiet
AD
Air Defense (Unit)
ADA
Advisory Area (Flugverkehrs-Beratungsbezirk / FS)
ADF
Automatic Direction Finder (Radiokompass / LFZ)
ADIZ
Air Defense Identification Zone (Luftverteidigung), Flugabwehr- + Überwachungszone
ADL
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Luftfahrt-Historiker
ADNC
Air Defense Notification Center (Luftverteidigung)
ADOC
Air Defense Operations Centre
ADR
Advisory Route (Luftweg / Flugsicherung)
ADS
Air Traffic Advisory Service (Flugverkehrsberatungsdienst / FS)
ADV
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen
AE
Aeronautical Englisch (Luftfahrt-Englisch)
AEF
Allied Expeditionary Forces (die Alliierten Invasions Siegermächte)
AEG
August Euler Gesellschaft (LFZ D)
AEI
Aero Espresso Italiano (LVG I)
AERO
Wetter-Meldunges-Kode
AF
Air Force
AF
Armed Forces
AFB
Air Force Base (US)
AFCS
Air Force Communication Service (US Nachfolger des AACS)
AFHRA
US Air Force Historical Research Agency
AFIS
Aerodrome Flight Information Service (Flugplatz-FIS / FS)
AFM
Air Force Manual
AFOD
Army Flight Operations Detachment
AFR
Air Force Regulation
AFS
Aeronautical Fixed Service (Fester Flugfunkdienst COM / FS)
AFTN
Aeronautical Fixed Telecommunication Network (FS)
AFTN
Festes Flugsicherungs-Fernmeldenetz (FS)
AG
Advisory Group
AG
Aktien Gesellschaft
AGA
Aerodromes and Ground Aids (AIP)
AGSEC
Advisory Group Security (USGCC + OMGUS)
AGTS
Advisory Group Transportation Services
AHK
Alliierte Hohe Kommission / HICOM)
AID
Aeronautical Information and Data
AIP
Aeronautical Information Publication (Luftfahrthandbuch / FS)
AIRPROX
Air Proximity Report (Flugsicherung)
AIS
Aeronautical Information Service (Flugberatungsdienst / FS)
ALG
Advanced Landing Ground
ALRS
Alerting Service (Alarmdienst)
ALS
Alerting Service
ALTN
Alternate Aerodrome / Ausweichflugplatz
AMFA
Administration Francaise Militaire d' Allgemagne
AMIS
Air Movement Information Service (Luftverteidigung)
AMS
Aeronautical Mobile Service (Beweglicher Flugfunkdienst COM / FS)
AMS
Air Movement Service (USAF)
AMSL
Above Mean Sea Level
AN
Air Navigation (Flugsicherung)
ANC
Army Navy Civil (Flugsicherungs-Handbuch USA 1948)
ANC-PCAT
ANC - Procedures of the Control of Air Traffic
ANS
Air Navigation Services (Flugsicherungsdienste)
ANSA
International Advisory Group Air Navigation Services
AO
Aeronautisches Observatorium (Flugwetterdienst)
AOA
American Overseas Airlines (LVG US)
AP
Air Publication (UK)
APP
Approach Control Service / Office (Anflugkontrollstelle / FS)
ARFOR
Air Route Forecast (MET)
ARFOT
Wettermeldungs-Kode
ARINC
Aeronautical Radio Incorporated (USA)
ARMET
Wettermeldungskode
ARP
Aerodrome Reference Point
ARR
Arrival (Anflugphase / Flugsicherung)
ARTCC
Air Route Traffic Control Center (US)
ASC
Air Safety Centre (Berlin)
ASM
Airspace Management (Luftraum Verwaltung / Flugsicherung)
ASR
Aerodrome Surveillance Radar
AT&T
Air Transport & Travel (LVG GB)
ATA
Actual Time of Arrival (Tatsächliche Landezeit)
ATAF
Allied Tactical Air Force (NATO)
ATC
Air Traffic Control (Flugverkehrskontrolle / Flugsicherung)
ATC
Air Transport Command (USAF)
ATCA
Air Traffic Control Association (USA)
ATCC
Air Traffic Control Centre
ATCO
Air Traffic Controller (Flugleiter / Flugsicherung)
ATD
Actual Time of Departure (Tatsächliche Abflugzeit)
ATFC
Air Traffic Flow Control / Flugverkehrsflusskontrolle
ATFM
Air Traffic Flow Management (Flugverkehrsflusskontrolle / FS)
ATM
Air Traffic Management (Flugverkehrs Management / FS)
ATN
Aeronautical Telecommunication Network (FS)
ATP
Air Traffic Procedures
ATS
Air Traffic Service/s (Flugverkehrsdienste / Flugsicherung)
ATZ
Aerodrome Traffic Zone (Flugplatzverkehrszone)
AVO
Allgemeine Vollzugsordnung für den Funkdienst
AW
Airways
AWY
Airway (Luftstrasse / Flugsicherung)
B.E.
British Element (Alliierte Hohe Kommission)
BA FVK
Betriebsanweisung für den Flugverkehrskontrolldienst (FS)
BABS
Beam Approach Beacon System (Radar-Baken Blindlandesystem / FS)
BAF
Belgian Air Force
BAFM
Betriebsanweisung für den Fernmeldedienst (Bw)
BAFO
British Air Force of Occupation
BAN
Berliner Anlagen Bau (GmbH D)
BAOR
British Army of the Rhine
BARTCC
Berlin Air Route Traffic Control Centre
BASC
Berlin Air Safety Centre / Berliner Luft-Sicherheits-Zentrale
BASOPS
Base Operations
BAT
Bundes-Angestellten-Tarif
BAZL
Bundesamt für Zivil Luftfahrt (Schweiz)
BBC
British Broadcasting Corporation
BCN
(Radio) Beacon
BCZ
Berlin Control Zone
BEA
British European Airways (LVG GB)
BFS
Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS / D)
BFS
Federal Administration for Air Navigation Services (BFS / D)
BI AIR
Bipartite Air Coordination Committee
BICO
Bipartite Control Office
BIPM
Bureau Internationale de Poids & Mesures (ISO)
BMV
Bundesverkehrsministerium
BMVg Bundes-Verteidigungs-Ministerium
BOAC British Overseas Aircraft Corporation (GB)
BOC Board of Communication (USA)
Br Branch
BRD Bundesrepublik Deutschland
BRG Bearing
Bw Bundeswehr / Federal Armed Forces
C.B.I. China, Burma, India (Theatre)
C/S Call Sign
CAA Civil Aeronautcis Administration (US)
CAA Civil Aviation Authority
CAB Civil Aviation Board (US + AHK)
CAB Civil Aviation Branch (OMGUSZ)
CAB-B.E. CAB British Element
CABB Conference de Etats Baltique et des Balkans
CAD Civil Administration Division (OMGUS)
CAD Civil Aviation Department
CAF Canadian Air Force
CALTF Combined Air Lift Task Force
CANI Commision Aeronautique de Navigation Internationale (ICAN)
CAP Civil Aviation Panel
CAR Civil Air Regulation
CATAG Französische Taktische Luftwaffeneinheit
CBI China, Burma, India (Airlift)
CCG Control Council Germany (ACA)
CCG Countrol Council Germany (ACA)
CCIF Comite Consultative du Telephonie (ITU)
CCIR Comite Consultative du Radio (ITU)
CCIT Comite Consultative du Telegraphie (ITU)
CEAC Committee for European Airspace Coordination (NATO)
CET Central European Time (MEZ)
CFMU Central Flow Management Unit (EUROCONTROL Verkehrsflussmanagement)
CFR Contact Flight Rules (VFR)
CG Commanding General
CH Compass Heading
CH Confederatio Helveticae (Schweiz)
CHG Change Message / Änderungsmeldung
CIANA Convenio Ibero-Americano de Navegacion Aere
CINA Convention Internationale portant Reglementation de la Navigation Aerienne
CITEJA Comite Internationale Technique d'Experts Juridiques Aeriens
CIV Civil
CNL Cancellation Message / Aufhebungsmeldung
CNS Communication, Navigation, Surveillance (FS)
CNS Kommunikation, Navigation, Überwachung / FS)
CO Commander
CO Commanding Officer
Co Company
CO Control Office
COC Combat Operations Centre (LV)
COL Colonel
COM Aeronautical Telecommunications (Flugfernmeldedienst / FS)
COMIL Military Coordination Office (Flugsicherung)
CONAS Control Officer Airways Sysstem (AACS)
CONSOL Hyperbolisches Funknavigationssystem ( Flugsicherung)
CORC Coordination Council of Allied Control Authority
COS Chief of Staff
CPL Current Flight Plan Message / Laufender Flugplan-Meldung
CPS-5 C-Air Transportable, P-Radar, S-Detection and/or Range & Bearing Type System SRE
CQ Code for „General Call"
CRC Control & Reporting Centre (LV)
CRP Control & Reporting Post (LV)
CSD Combined Service Department
CSL / BCN CONSOL Beacon
CSR ADS (französische Abkürzung / ICAO)
CSSR
Czechoslovak Soviet Socialist Republic
CTA
Control Area (Kontrollbezirk / Flugsicherung)
CTR
Control Zone (Kontrollzone / FS)
CW
Continuous Wave
D
Deutschland
D/F
Direction Finder (Peiler / FS)
DAIR
Air Directorate of Allied Control Authority
DBP
Deutsche Bundespost
DC
District of Columbia (USA)
DC
Douglas Corporation (LFZ USA)
DC
Dual Current (Gleichstrom)
DDR
Deutsche Demokratische Republik
DECCA
Decometer Calculator (Funknavigationssystem / FS)
DEP
Departure (Abflug / Flugsicherung)
DERD
Darstellung Extrahierter Radar Daten
DFS
Deutsche Flugsicherung GmbH
DH
de Havilland (LFZ GB)
DH
Decision Height (Entscheidungshöhe / FS)
DIN
Deutsche Industrie Norm
Dir
Directorate / Director
DIST
Distance
Div
Division
DLA
Delay Message / Verzögerungsmeldung
DLH
Deutsche Lufthansa (LVG D)
DLW
Deutsche Luftwaffe
DM
Deutsche Mark
DME
Distance Measuring Equipment (Entfernungs-Messgerät)
DNB
Deutsche National Bibliothek
DoC
Department of Commerce (USA)
DOC
Document
DoT
Department of Transportation (USA)
DTMB
Deutsches Technik Museum Berlin
DVL
Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt
DVO
Durchführungsverordnung
DWD
Deutscher Wetterdienst
EAME
Europe, Arfica & Middle East (Region)
EATS
Eurpean Air Transportation System (USAFE)
EBRD
European Bank for Reconstruction and Development
EDV
Elektronische Datenverarbeitung
EIB
European Investment Bank
ELS
Emergency Landing Site
EM
Emission
ETA
Estimated Time of Arrival
ETD
Estimated Time of Departure / Voraussichtliche Abflugzeit
ETO
Estimated Time Over / Geschätzte Überflugzeit
ETO
European Theatre Operations (der Alliierten Siegermächte)
EU
European Union
EUCOM
European Command / AEF + OMGUS
EUM
European Mediterranean Region (ICAO)
EUR
EUREKA Radar Beacon
EUR
European Region (ICAO)
EUROCONTROL
European Organization for the Safety of Air Navigation
EUZ
Europa Zentrale (Fernmeldedient)
EVG
Europäische Verteidigungs - Gemeinschaft
EWRP
Emergency War Reporting Post (LV)
F
Frankreich
FAA
Federal Aviation Agency / Administration (USA)
FACP
Forward Air Control Post (LV)
FAF
Final Approach Fix (Endanflugpunkt / FS)
FAF
French Air Force
FAL
Facilitation (AIP)
FALU
Fachnormenausschuss für Luftfahrt
FBO
Flug/Fernmeldebetriebsordnung
FC
Fairchild (LFZ USA)
FDA
Flight Data Assistant
FDP
Freie Demokratische Partei
FHB
Flughandbuch (FS RLM)
FIC
Flight Information Centre
FIR
Flight Information Region (Fluginformationsgebiet / FS)
FIS
Fighter Interceptor Squadron (LV)
FIS
Flight Information Service (Fluginformationsdienst / FS)
FLD
Field
FLIP
Flight Information Publication (USAF)
FM
Fan Marker (Fächer-Funkfeuer)
FO
Foreign Office (UK)
FPD
Flugplandaten
FPL
Filed Flight Plan
FRG
Federal Republic of Germany (BRD)
FS
Flugsicherung (Air Navigation)
FS-Ber-Z
Flugsicherungs-Bereichs-Zentrale
FS/ZL
Flugsicherungs-Zentrallager
FSF
Flugsicherungs-Fernmeldedienst
FSF/FUZ
FSF Funkzentrale
FSK
Flugsicherungskontrolldienst (ATC)
FSS
Flight Service Station (USA)
FST
Flugsicherungs-Technischer Dienst
FUMG
Funkmessgerät (RADAR / Flugsicherung + Luftverteidigung)
FUZ
Funkzentrale
FVD
Flugverkehrsdienst (ATS)
FVK
Flugverkehrskontrolldienst (ATC)
G/G
Ground / Ground
GAF
German Air Force
GAFOR
General Aviation Weather Forecast (MET)
GAT
General Air Traffic (Allgemeiner Flugverkehr / Flugsicherung)
GB
Great Britain / Gross-Britannien (UK)
GCA
Ground Controlled Approach (Bodengestütztes (Radar)-Anflugsystem / FS)
GCI
Ground Controlled Intercept
GCLO
German Civil Labour Office
GCT
Greenwhich Time
GDR
German Democratic Republic (DDR)
GEE
Hyperbolisches Funknavigationssystem (FS)
GEN
General / Allgemeines
GI
Government Issue
GMBH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GMT
Greenwich Mean Time (Mittlere Greenwich Zeit)
GOS
Global Observation System (MET)
Govt
Government
GP
Glide Path (Gleitpfad - ILS)
Gp
Group
GPO
US Government Printing Office
GRS
Grossraum-Suchradar
GSBSD
Gruppe Sowjetischer Besatzungs-Streitkräfte Deutschland
GTS
Global Telecommunication Network (MET)
HAZL
Hauptabteilung für Zivil-Luftfahrt (DDR)
HE
Heinkel (LFZ D)
HEZ
Haupteinflugzeichen (Midle Marker MM / Flugsicherung)
HF
High Frequency
HICOG
High Commissioner for Germany (AHK)
HICOM
(Alliierte) Hohe Kommission (AHK)
HP
Handley Page (LFZ GB)
HQ
Headquarters (Hauptquartier)
HVZL
Hauptverwaltung für Zivil-Luftfahrt (DDR)
I
Italien
IAF
Initial Approach Fix (Anfangs-Anflugpunkt)
IAP
Instrument Approach Procedure (Instrumenten Anflugverfahren / FS)
IAS
Indicated Airspeed
IATA
International Air Transport Association
IATCB
Interdepartmental ATC Board (USA)
IBO
Internationale Betriebsordnung für den Flugfernmeldedienst
ICAN
International Commission for Air Navigation (CINA)
ICAO
International Civil Aviation Organization (UN)
IDEN
Identification
IFF
Identification Friend Foe (SSR)
IFR
Instrument Flight Rules (Instrumenten Flugregeln / FS)
IFRB
International Frequency Registration Board (ITU)
IFV
Internationaler Fernmeldevertrag
IFZ
Institut für Zeitgeschichte
IG
Interessengemeinschaft (Farben)
IL
Ilyushin (LFZ USSR)
ILA
Instrument Landing and Approach (ILS)
ILK
Internationale Luftfahrt Konferenz
ILS
Instrument Landing System (Instrumenten Landesystem / FS)
IM
Inner Marker
IMC
Instrument Meteorological Conditions (Instrumenten Flugwetter-Bedingungen)
IMO
International Meteorological Organization (später WMO)
INT
International (Herkunft der Quelle: internationale Organisation)
INTERFLUG
LVG D
ISASI
International Society of Air Safety Investigators
ISO
International Standards Organization (zuvor BIPM)
ITU
International Telecommunication Union (Internationale Fernmelde Union/UN)
JCS
Joint Chiefs of Staff
JU
Junkers (LFZ D)
KHZ
Kilohertz
KLM
Royal Dutch Airlines (LVG NL)
KM
Kilometer
KMH
Kilometer per Hour
KSD
Kontrollstreifendruck (Flugsicherung)
KW
Kilowatt
L
Locator Beacon (Landefunkfeuer / Flugsicherung)
L/FSK
Leiter FS-Kontrolldienst
LBA
Luftfahrt Bundesamt
LDF
Leiter der Flugsicherung
LF
Low Frequency
LFF
Landefunkfeuer (Locator Beacon - L / Flugsicherung)
LFR
Luftfahrzeug-Rolle
LFZ
Luftfahrzeug
LLZ
Localizer (Landekurssender / Flugsicherung)
LOA
Letter of Agreement (Betriebsabsprache)
LOC
Localizer (LLZ)
LOG
Logistik
LOP
Local Operating Procedures
LORAN
Long Range Navigation System
LOT
Polnische LVG
LRNZ
Luftraum Nutzungszentrale
LTC
Lieutenant Colonel
Luft-VA
Luftfahrt-Verwaltungsanordnung
LuftVG
Luft-Verkehrsgesetz
LuftVO
Luft-Verkehrsordnung
LV
Luftverteidigung
LVG
Luftverkehrsgesellschaft
LW
Langwelle
LWA
Luftwaffenamt (Bw)
LwFDKdo
Luftwaffen-Führungsdienst-Kommando (Bw)
LZ
Luftschiff Zeppelin
M
Meter
MAN
Military Aviation Notice (NOTAM)
MAP
Aeronautical Maps (AIP)
MATS
Military Air Transport Service (USA)
MCE
METEO Central Europe
MCRC
Master Control & Reporting Centre (LV)
Memo
Memorandum
MET
Flight Meteorological Service (Flugwetterdienst / FS)
METAR
Aviation Routine Weather Report (MET)
MEZ
Mittel-Europäische Zeit
MF
Medium Frequency
MG
Military Government
MGZ
Mittlere Greenwich Zeit (GMT)
MHZ
Megahertz
MIL
Military
MKR
Marker Beacon (Fächerfunkfeuer / Flugsicherung)
MM
Middle Marker (Haupteinflugzeichen - HEZ / Flugsicherung)
MO ATS
Manual of Operations - Air Traffic Services
MOTNE
Meteorological Operational Telecommunication Network Europe)
MPN
Military Pulse-Type Navigation RADAR
MSA
Minimum Safe Altitude (Mindest Sicherheitshöhe / Flugsicherung)
MSL
Mean Sea Level (NN)
MTMA
Military Terminal Area (Mil. Nahverkehrsbereich / Flugsicherung)
MTOW
Maximum Take-Off Weight (Max. zulässiges Startgewicht)
MW
Medium Wave (Mittelwelle)
NAT
North Atlantic Region (ICAO)
NATO
North Atlantic Treaty Organization
NAV
Navigationsausrüstung (Flugplan)
NDB
Non Directional Radio Beacon (Ungerichtetes Funkfeuer / FS)
NFL
Nachrichten für Luftfahrer (NOTAM / Flugsicherung)
NL
Niederlande
NM
Nautical Mile (Seemeile)
NN
Normal Null (MSL Mean Sea Level)
NOF
NOTAM Office (Büro NfL)
NOTAM
Notice to Airmen (NfL / Flugsicherung)
NRW
Nordrhein-Westfalen
NVA
Nationale Volksarmee (DDR)
NWA
Northwest Airlines
OACI
Organisation de Aviation Civile International (ICAO)
OAT
Operational Air Traffic (Operationaller Flugverkehr / FS)
OATC
Oceanic Air Traffic Control
OCAC
Office of the Chief of the Air Corps (US)
Off
Office
OIC
Officer in Charge
OJT
On the Job Training
OM
Outer Marker (Voreinflugzeichen - VEZ / Flugsicherung)
OMEGA
VLF Funknavigationssystem (Flugsicherung)
OMGUS
Office of Military Government US
OMGUSZ
Office of Military Government US Zone
OPS
Operations
ORBR
Oberregierungsbaurat
OTS
Officer Training School
PAA
Pan American Airways (LVG)
PACC
Provisional Air Coordinating Commitee (HICOM)
PACC
Vorläufiger Luftfahrt Koordinierungs-Ausschuss (AHK)
PANS
Procedures Air Navigation Services (Flugsicherungsverfahren)
PAR
Precision Approach Radar (Endanflugradar / FS)
PCAT
Procedures for the Control of Air Traffic (USA
PDR
Predetermined Route / Vorherbestimmte (Flug-) Strecke
PER
Personnel (Untersystem) / Personen (Flugplan)
PICAO
Provisional ICAO
POLA
Political Advisor
POLAD
Political Advisory Department
PSP
Perforated Steel Plates
PSR
Primary Surveillance Radar
PTT
Postes, Telegraph & Telephone
PX
Prefix for Extreme Priority Message
R/T
Radio Telephony
R/T
Radio Telephony / Sprechfunk
R/T
Radiotelephony
R&R
Refuel & Rearmament Base
RAAF
Royal Australian Air Force
RAC
Flugverkehrsregeln & Flugverkehrsdienste)
RAC
Rules of the Air & Air Traffic Services
RADAR
Radio Detection and Ranging (Funkmesssystem / FS & Luftverteidigung)
RAF
Roayal Air Force (GB)
RAFAC
Radio Facility Charts (Funknavigationskarten / FS - USAF)
RANAD
Radio Navigation Aids
RANSU
Regional Air Navigation Services Unit
RAPCON
Radar Approach Control
RBN
Radio Beacon - Funkfeuer
RCA
Radio Corporation of America
RCAF
Royal Canadian Air Force
RCC
Rescue Coordination Centre (SAR)
RCN
RACON Radar Beacon
RCO
Regional Control Officer (AACS)
RDAF
Royal Danish Air Force
REC
Receiver
RFD
Reichsflugsicherungsdienst
RFS
Reichsflugsicherung
RGBL
Reichsgesetzblatt
RLA
Reichsluftfahrtamt
RLM
Reichsluftfahrtministerium
RLW
Reichsluftwaffe
RNAF
Royal Netherlands Air Force
RNAV
Area Navigation (Flächennavigation / FS)
RNG
Four-Course Radio Range (Vierkurs-Richtfunkfeuer / FS)
RNZAF
Royal New Zealand Air Force
RO
Rumänien
ROFOR
Route Weather Foreacast (MET)
ROFOT
Flugwetter-Kode
ROMET
Flugwetter-Kode
RP
Reporting Post (LV)
RRG
Rhön-Rositten-Gesellschaft
RTCA
Radio Technical Commission for Aeronautics (USA)
RVM
Reichsverkehrsministerium
RVR
Runway Visual Range / Landebahnsicht
S
Schweden
S&E
Supply & Evacuation Field
SABENA
Societe Anonyme Belge de Exploitation de la Navigation Aerienne (LVG B)
SACEUR
Supreme Allied Commander Europe (LV)
SAL
Ständiger Ausschuss f. Koordination zu Luftverkehrs-Angelegenheiten (BRD)
SAR
Search & Rescue Service
SARP
Standards & Recommended Practices (Richtlinien & Empfehlungen/ICAO)
SAS
Scandinavian Airlines System (LVG S)
SBA
Standard Beam Approach
SBA
Standard Beam Approach (Standard Baken-Blindlandesystem / FS)
SBZ
Sowjetische Besatzungs-Zone
SCAT
South Pacific Combat air Transport
SCR 277
Designator for mobile Radio Unit
SCS-51
US Type ILS System
SE
Sud Aviation (LFZ F)
SEL
Standard Elektrik Lorenz
SES
Single European Sky (EU)
SHAEF
Supreme Headquarters AEF
SHAPE
Supreme Headquarter Allied Powers Europe (LV)
SHOC
Supreme Headquarter Operations Centre
SHORAN
Short Range Navigation System
SIGMET
Significant Meteorological Message (MET)
SITA
Société Internationale de Télécommunications Aéronautiques
SKK
Sowjetische Kontroll-Kommission
SLUB
Sächsische Landes- und Universitäts-Bibliothek
SMA
Soviet Military Administration
SMAD
Soviet Military Administration / Deutschland
SMC
System Monitoring and Control / System-Überwachung & Kontrolle
SOC
Sector Operations Center (Luftverteidigung)
SOP
Standard Operating Procedure
SOS
Notrufzeichen im Tastfunk (MAYDAY im Sprechfunk)
SOVZONE
Soviet Zone
SPECI
Special Meteorological Report (MET)
SR
Sonderregelung
SRE
Surveillance Radar Equipment (Rundsichtradar)
SSR
Secondary Surveillance Radar / Sekundärradar
STA
Station
STAR
Standard Arrival Route
STEG
Staatliche Erfassungsstelle für öffentliches Gut
SU
Soviet Union (USSR)
SUA
Special Use Airspace
SUR
Surveillance / System
SWR
Swissair (LVG CH)
T/F
Tastfunk
TAC
Tactical Air Command
TACAN
Tactical Air Navigation / System
TACC
Tactical Air Control (Offensive Operations) Centre (LV)
TAD
Tactical Air Depot
TAF
Tactical Air Fore (RAF)
TAF
Terminal Area Forecast (MET)
TAFOR
Terminal Area Forecast
TAMET
Flugwetter-Kode
TCS
Tactical Control Squadron
TCW
Tactical Control Wing
TERPS
Terminal Procedures (Anflugverfahrens-Kalkulation USA)
TFS
Tactical Fighter Squadron (LV)
TFW
Tactical Fighter Wing
TH
Technische Hochschule
TMA
Terminal Area (Nahverkehrsbereich / FS)
TO.A
Tarifordnung für Angestellte im Öffentlichen Dienst
TOFOT
Flugwetter-Kode
TRA
Temporary Reserved Airspace
TRAN
Transmitter
TU
Technische Universität
TU
Tupolev LFZ USSR)
TWA
Trans World Airlines (USA)
TWR
Aerodrome Control Tower (Flugplatzkontrolle - Kontrollturm / FS)
UAC
Upper Area ACC
UAV
Unmanned Aerial Vehicle
UDSSR
Union der Sozialistischen Sowjet Republiken (USSR)
UHF
Ultra High Frequency
UIR
Upper Flight Information Region (oberer Luftraum FIR)
UK
United Kingdom (GB)
UKW
Ultra Kurz Welle (VHF / UHF)
UN
United Nations
UNO
United Nations Organization
UrhG
Urheberrechts-Gesetz
US
United States
US
USA
USA
United States of America
USAAF
United States Army Air Force
USAF
United States Air Force
USAF/E
United States Air Force / Europe (USAFE)
USAREUR
United States Army Europe
USC
United States (Governmend) Code /- Title
USCCG
US Control Council Germany
USD
US Dollar
USF
US Forces
USFET
US Forces European Theatre
USG
US Group
USGCC
US Group Control Council
USHCG
US High Commissioner Germany
USN
US Navy
USSEC US Section
USSR Union of Soviet Socialistic Republics
UTA Upper Control Area (oberer Luftraum CTA)
UTC Universal Coordinated Time (Z-Zeit-Zone)
VA Verwaltungsanordnung
VAG Verkehrsgesellschaft Frankfurt AG
Var Variation / Missweisung
VAR Visual Aural Range (RNG mit Sprach-Aussendung / FS)
VBA Vorläufige Betriebsanweisung
VbStBw Verbindungsstelle der Bundeswehr zur BFS
VC Vereinigung Cockpit
VDF VDF Direction Finder (Peiler)
VDF Verband Deutscher Flugleiter
VDV Verband Deutscher Verkehrsflughäfen (später ADV)
VEZ Voreinflugzeichen (Outer Marker / Flugsicherung)
VFR Visual Flight Rules (Sichtflugregeln / Flugsicherung)
VG Verkehrsgesetz
VHF Very High Frequency
VIP Very Important Person
VLF Very Low Frequency
VMC Visual Meteorological Conditions (Sichtflugwetterbedingungen / FS)
VO Verordnung
VOLMET Wetterinformtionen für LFZ im Fluge, Sammelmeldung
VOR VHF Omnidirectional Radio Range (Flugsicherung)
VORTAC VOR & TACAN Kombination
W/T Wireless Telegraphy
W/T Wireless Telegraphy / Tastfunk
WAAF Women's Auxiliary Air Force
WAF World Area Forecast System (MET)
Wg Wing
WGL Wissenschaftliche Gesellschaft für Luftfahrer
WMO World Meteorological Organization (UN, zuvor IMO)
WNV Weltnachrichtenvertrag (ITU)
WPA Work Projects Administration (USA)
WUG Wolkenuntergrenze
WW World War
WW II World War II (Zweiter Weltkrieg)
WX Weather
ZdV Zentrale Dienstvorschrift (Bw)
ZfF Zentralstelle für Flugsicherung
ZI Zone of the Interior (US)
ZL Zentrallager
ZMFS Zentralstelle für Militärische Flugsicherung (Bw)
ZVO Zusatz-Vollzugsordnung für den Flugfunkdienst
ZZ ZZ Anflugverfahren (Flugsicherung)
Über den Autor
Der Autor dieser Dokumentation, Jahrgang 1938, ist Flugsicherungs-Experte der ehemaligen Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS) in Deutschland. Er stammt aus dem FS-Betriebsdienst der BFS, dem er von 1957 bis 1981 angehörte. Im Laufe seiner 27-jährigen Tätigkeit als Flugleiter, Planer und Erprober in Deutschland erwarb er alle in der Flugverkehrskontrolle üblichen zivilen und militärischen Befähigungen Deutschlands und der USA von TWR über APP/GCA bis ACC und SRE. Nach der Ausbildung an der Fachhochschule der BFS, bei der US-Luftwaffe und EUROCONTROL war er in Hamburg, Birkenfeld-Nahe (US-Luftwaffe) und Frankfurt/Main im FlugverkehrsKontrolldienst und danach weitere zehn Jahre im Erprobungszentrum der Flugsicherung tätig. Die Entwicklung und Einführung neuer FS-Systeme und -Verfahren in Deutschland wie die Digitale Radardaten Darstellung (DERD), Flugverkehrsflusskontrolle (ATFC), die Planung zum „German Air Traffic Control System" (GATC-80) für die 1980'er Jahre und der Flächennavigationsverfahren (RNAV) wurden von ihm wesentlich beeinflusst.
Es folgten weitere 25 Jahre selbständige Tätigkeit auf dem Gebiet der Flugsicherung mit der von ihm 1978 gegründeten Firma Flugsicherungs-System-Beratungs-GmbH. In über 20 Ländern und rund 50 Projekten der EU, EIB, EBRD, ICAO, EUROCONTROL's und der FS-Industrie war er u.a. als ATC -Sachverständiger zu Flugzeugunfällen, in Flughafen-Projekten, als Projektleiter in FS-Modernisierungsprogrammen und dergleichen in einem Dutzend fremder Länder tätig. F. W. Fischer ist international bekannt als Moderator, Vortragender, Lehrer, Arrangeur von Luftfahrt-Konferenzen (Inter Airport AirNavCom), Journalist, Autor fachlicher FS-Studien und Dokumentationen, Ersteller von FS-Ausbildungsprogrammen für das Ausland, Verfasser nationaler ATC-Betriebsvorschriften und SES Zertifizierungs-Berater für ATS und CNS Dienstleister. Ein Hauptanliegen war ihm die Entwicklung rechnergesteuerter Anwendungsprogramme zur Verarbeitung und Darstellung aeronautischer Daten und Informationen für die Flugplanung und -durchführung sowie die Unterstützung durch die Flugsicherung (CAIDS).
Er gehört zur Gruppe der EU-Sachverständigen für „Air Traffic Management" und wurde 2012 als ordentliches Mitglied in die internationale Gesellschaft der Flugsicherheits-Untersucher ISASI aufgenommen. Er ist Gründer und Vorsitzender der 1967 in Deutschland entstandenen und in der Schweiz ansässigen „International Advisory Group Air Navigation Services - ANSA" mit Flugsicherungs-Fachleuten aus 21 Ländern. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich mit der Entwicklung und Geschichte der Flugsicherung und Flugsicherheits-Themen. Nach einer Vielzahl von Beiträgen zu Flugsicherungsthemen in ausländischen Fachzeitschriften verfasste er 2009 u.a. die Geschichte der FS-Zentrale „Rhein Control" (The Story of Rhein Control, Engl., 590 S.) Seine berufliche Heimat ist die englischsprachige Flugsicherungswelt.
Über die International Advisory Group Air Navigation Services (ANSA)
Die International Advisory Group Air Navigation Services (ANSA) bietet Luftfahrt ForschungsInstitutionen, Bibliotheken, Archiven, Museen, Historikern, Aviatikern, Studierenden, durch die Flugsicherung Betroffenen und Luftfahrt Journalisten Informationen, Publikationen und Unterstützung zum Thema Flugsicherung und Flugverkehrskontrolle.
ANSA ist eine gemeinnützige Gruppe von Luftfahrt-Fachleuten unter Schweizer Recht mit Mitgliedern der Luftfahrt-Branche in einem Dutzend Länder. Sie wurde 1967 in Deutschland unter dem Namen Studiengemeinschaft für Flugsicherung gegründet. Zum Kreis der Mitglieder gehören zivile und militärische Flugzeugführer, Flugverkehrsleiter, Flugberater, Flugfernmelder, FS-Ingenieure, Lehrkräfte, Sachverständige für Flugverkehrskontrolle und Flugsicherheits-Untersucher. ANSA beherrscht die internationalen und nationalen Regeln, Vorschriften und Verfahren des Flugverkehrskontrollsystems.
Ziel ist die Erhöhung der Flugsicherheit allgemein, die Minderung des Unfallrisikos im Flugsicherungssystem und die Verbreitung des Wissens über das Funktionieren des FS-Systems und seiner Schwachstellen. Zusätzliches Augenmerk liegt auf der geschichtlichen Entwicklung des FS-Systems über die vielen Jahrzehnte seiner Entstehung bis zum heutigen Tage und der Verbreitung des Wissens hierüber.
ANSA leistet seit ihrer Gründung im Jahre 1967 für nicht-kommerzielle Anfragen einen kostenlosen Leserdienst. Weitergehende, gewünschte Erklärungen zu dieser Dokumentation, zu den damaligen und heutigen Zusammenhängen des Verkehrszweigs Flugsicherung und seiner Arbeitsweise sind an die ePost Adresse info@atc-ansa.org erbeten.
Auch enthalten unsere Internet Portale www.luftfahrt-bibliothek.de und www.air-traffic-control.info eine Vielfalt auf die Luftfahrt und Flugsicherung bezogener Informationen. Diese Plattformen bieten unter den Rubriken Bibliografien, Allgemeine Luftfahrtgeschichte, Historische Luftfahrtdokumente und Luftfahrtkarten eine Vielfalt üblicherweise nicht verfügbarer oder in Vergessenheit geratener Unterlagen für Historiker, Fachleute und Studierende.




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