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 Berliner Luftaufnahmen von 1989

Im Jahre 1989 hatte der Senat von Berlin die renommierte Firma Hansa Luftbild AG mit einer Befliegung beauftragt, bei welcher 776 Luftbilder (Senkrechtaufnahmen) entstanden sind. Es handelte sich bei diesem Auftrag um die Erstellung von sogenannten „Orthofotos“, d.h. von Luftaufnahmen, die eine verzerrungsfreie und maßstabsgetreue Abbildung der Erdoberfläche darstellen. Jene Orthofotos wurden damals und werden heute beispielsweise als Kartenhintergrund für Geoinformationssysteme oder für die Herstellung von Stadtplänen und Landkarten genutzt. Insbesondere für die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen wurden die bei den damaligen Bildflügen erstellten Senkrechtaufnahmen im Rahmen der Landesvermessung bzw. Stadtplanung genutzt.

Im Grunde genommen ist eine solche Befliegung zur Herstellung von Orthofotos nichts Besonderes, sondern eine reguläre, jährlich wiederkehrende Maßnahme, die von allen Großstädten und Landkreisen durchgeführt wird. Bei den vorliegenden Berliner Luftaufnahmen ist jedoch neben der ursprünglich intendierten Luftbildmessung (Photogrammetrie bzw. Fotogrammetrie) auch ein äußerst interessanter, historischer Aspekt erfaßt worden, nämlich der Grenzverlauf zwischen BRD und DDR bzw. zwischen West-Berlin und Ost-Berlin. Aufgrund der in den Bildnegativen fest eingebrannten Zeit- und Kompaßkurse läßt sich eindeutig ablesen, dass die Luftbilder am 25. April 1989 erstellt worden sind, also noch vor dem Fall der Berliner Mauer und noch vor der deutschen Wiedervereinigung.

Damit das gesamte Stadtgebiet von Berlin verzerrungsfrei und maßstabsgetreu photographisch erfaßt werden konnte, sind insgesamt 22 Bildflüge entstanden, bei denen wiederum 22 Luftkorridore peinlichst genau abgeflogen wurden, so dass mehrere Serienbilder, die sich überlappen, erstellt werden konnten. Ähnlich wie ein Traktor, der mit einem Pflug einen Acker bestellt und dabei exakte Bahnen von links nach rechts bzw. von oben nach unten entlang fährt, ist das damalige Luftfahrzeug in eben solchen Bahnen bzw. Luftkorridoren geflogen. Das Besondere war dabei, dass das Luftfahrzeug am Ende eines Luftkorridors nicht vor der Luftraumgrenze zwischen BRD (West-Berlin) und DDR (Ost-Berlin bzw. Brandenburg) abgedreht hat, sondern den Grenzstreifen überflogen hat und dabei weiterhin hochauflösende Luftbilder erstellt hat. Die nachstehende Skizze soll den Verlauf der Befliegung aus dem Jahre 1989 illustrieren.

Prinzip von Bildflügen für Orthofotos

Jene Berliner Luftaufnahmen aus dem Jahre 1989 können im „Geoportal Berlin“ bzw. über den umfangreichen Geodatenkatalog („FIS Broker“) kostenlos eingesehen werden. Dort stehen u.a. Luftbilder, Karten sowie öffentliche Verwaltungsdaten im Rahmen der lobenswerten Berliner Open-Data-Philosophie frei zur Verfügung, das heißt, die Daten können von jedermann zu jedem Zweck genutzt, weiterverbreitet und weiterverwendet werden (vgl. die „Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0“). Da „FIS Broker“ allerdings sehr umständlich zu bedienen ist, werden alle 776 Senkrechtluftbilder der Befliegung von 1989 gemäß der Open-Data-Nutzungsbedingungen auf der Internetseite der Digitalen Luftfahrt-Bibliothek (DLB) kostenlos in voller Auflösung zur Verfügung gestellt. Sie können diese Luftbilder weiterverbreiten und weiterverwenden, müssen jedoch für den Quellen- und Urhebernachweis die oben genannten Bestimmungen der Datenlizenz befolgen.

Bildausschnitte bzw. Bildvergrößerungen von Berliner Luftbildern

Insgesamt stehen 776 Schwarzweiß-Luftbilder (Senkrechtaufnahmen) für das gesamte Stadtgebiet von West-Berlin im Maßstab 1:10.000 zur Verfügung. Die Luftbilder haben eine Auflösung von 800 DPI, dies entspricht etwa 7.938 Pixel in der Höhe und 7.393 Pixel in der Breite, also knapp 60 Megapixeln bzw. einem Format von 25 cm x 23 cm. Typisch für Orthofotos sind die Längsüberdeckung von 80 Prozent und die Querüberdeckung von 25 Prozent. Alle Luftaufnahmen liegen als nichtgeoreferenzierte Einzelbilder vor. Die Firma Hansa Luftbild AG hatte seinerzeit die Fernerkundungskamera Zeiss RMK A 30/25 genutzt, um die Luftaufnahmen zu erstellen. Über das damals genutzte Luftfahrzeug sind keine Informationen bekannt. Die verfügbaren Luftbilder liegen in einer solch hohen Auflösung vor, dass Bildausschnitte bzw. Bildvergrößerungen problemlos erstellt werden können, wie die oben stehende Aufnahme des Brandenburger Tors zeigt.

Korridor Nr. 1
14 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 83 MB
Der Luftkorridor Nr. 1 zeigt das Waldgelände Frohnau zwischen Berlin und Brandenburg.
   
Korridor Nr. 2
15 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 90 MB
Der Luftkorridor Nr. 2 beginnt über der Gemeinde Glienicke/Nordbahn in Brandenburg und zieht sich über den Norden Berlins über die S-Bahn-Station Frohnau bis hin zum nördlichen Teil des Tegeler Forst.
   
Korridor Nr. 3
26 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 155 MB
Der Luftkorridor Nr. 3 beginnt über Papenberge in Brandenburg und erstreckt sich über den Nieder Neudorfer See, Heiligensee, Hermsdorf, Weidmannslust sowie Lübars und endet in Blankenfelde.
   
Korridor Nr. 4
29 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 184 MB
Der Luftkorridor Nr. 4 beginnt über dem Botanischen Volkspark in Blankenfeld-Pankow und erstreckt sich über das Märkische Viertel, Bahnhof Berlin Weidmannslust, Heiligensee und endet über Nieder Neuendorf.
   
Korridor Nr. 5
38 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 236 MB
Der Luftkorridor Nr. 5 beginnt über der Siedlung Schönwalde in Brandenburg und erstreckt sich über die Havel sowie den nördlichen Teil des Tegeler Forst. Es folgen der Tegeler See, Schloßpark Tegel, Borsigwalde, Wittenau und der Wilhelmsruher Damm bzw. Nordgraben. Die Befliegung endet südlich des Märkischen Viertels, etwa in Höhe der Friedrich-Engels-Straße in Rosenthal.
   
Korridor Nr. 6
40 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 256 MB
Der Luftkorridor Nr. 6 beginnt über Niederschönhausen bzw. Pankow und kreuzt die S-Bahn-Station Wollankstraße, Reinickendorf, Borsigwalde, den nördlichen Teil des Flughafensee, Tegeler See, Tegelort, Hakenfelde, Spandauer Forst und endet über dem Falkenhagener See bei Falkenhöh bzw. Falkenhagen in Brandenburg.
   
Korridor Nr. 7
37 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 241 MB
Der Luftkorridor Nr. 7 beginnt über der Spandauer Straße in Falkenhöh in Brandenburg und erstreckt sich über das Falkenhagener Feld, den Nordhafen an der Havel südlich des Tegeler See sowie über die Startbahnen und Landebahnen des Flughafens Berlin-Tegel. Anschließend folgt die Befliegung über das Englische und Afrikanische Viertel nördlich von Wedding, Gesundbrunnen, Pankow Süd und endet in Höhe der S-Bahn-Station Bornholmer Straße kurz vor Weissensee.
   
Korridor Nr. 8
43 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 286 MB
Der Luftkorridor Nr. 8 beginnt über dem Bezirk Prenzlauer Berg in Höhe des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark und erstreckt sich über das Brunnenviertel, Kraftwerk Moabit im Süden und Charité Campus (Virchow-Klinikum) im Norden, Westhafen, Volkspark Jungfernheide und Wilhelm-von-Siemens-Park südlich des Flughafens Tegel, Siemensstadt, Haselhorst, Kraftwerk Reuter West, Insel Eiswerder in der Havel sowie Zitadelle Spandau bis hin zum Bahnhof Spandau. Von dort folgt die Befliegung über den großen Spektesee bis Neustaaken und zum Bahnhof Staaken.
   
Korridor Nr. 9
40 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 267 MB
Der Luftkorridor Nr. 9 beginnt über der Berlin-Staaken und erstreckt sich unmittelbar über den Grenzübergang Heerstraße, der ehemaligen DDR-BRD-Grenze für den Transitverkehr auf Höhe des Fort Hahneberg, sowie nördlich von Wilhelmstadt bis zum Südhafen Spandau an der Havel. Die Befliegung folgt dem Verlauf der Spree und zeigt den nördlichen Bereich des Olympischen Parks, den Park Ruhwald, die S-Bahn-Station Berlin-Westend am Spandauer Damm, Schloß Charlottenburg, Spreebogen im Hansaviertel, Moabit und den Spreebogen am heutigen Bundeskanzleramt bzw. am alten Berliner Reichstagsgebäude. Der Bildflug führt dann über die Grenze zwischen West-Berlin und Ost-Berlin fort und zeigt die Stadtgebiete in Berlin-Mitte nördlich des Berliner Fernsehturms.
   
Korridor Nr. 10
46 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 301 MB
Der Luftkorridor Nr. 10 beginnt über Ost-Berlin und erstreckt sich vom Berliner Ostbahnhof, Straußberger Platz, Alexanderplatz und Berliner Fernsehturm weiter über Friedrichswerder und entlang der Straße unter den Linden bis hin zum Brandenburger Tor am Pariser Platz. Deutlich sind die Grenzanlagen der DDR am Potsdamer Platz in Ost-Berlin bzw. Tiergarten und Siegessäule nördlich vom Landwehrkanal in West-Berlin zu erkennen. Weitere Luftbilder zeigen der Verlauf der Straße des 17. Juni im Norden bzw. des Kurfürstendamm im Süden. Ferner zeigt die Befliegung den Bahnhof Zoologischer Garten, Charlottenburg, den Lietzensee in Witzleben, den Theodor-Heuss-Platz, die Masurenallee und das Berliner Messegelände mit Funkturm. Es folgen der Olympische Park mit Olympia-Stadion und Waldbühne. Nachdem der Stößensee, Pichelsberg, Pichelswerder, Pichelsdorf, Wilhelmstadt und Amaliendorf überfolgen wurden, endet die Befliegung über Engelsfelde in Brandenburg.
   
Korridor Nr. 11
46 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 293 MB
Der Luftkorridor Nr. 11 beginnt über dem Ostbahnhof und Osthafen in Ost-Berlin bzw. in Höhe der Lohmühleninsel in West-Berlin. Im weiteren Verlauf der Befliegung sind der Görlitzer Park sowie die Skalitzer Straße im Norden und der Landwehrkanal im Süden zu sehen; es folgen Mehringplatz, U-Bahnhof Hallesches Tor, Zentral- und Landesbibliothek Berlin sowie die damals noch vorhandenen, umfangreichen Gleisanlagen am Bahnhof Gleisdreieck. Sehr gut sind die beiden Ringlokschuppen zu sehen, die heute zum Deutschen Technikmuseum zu Berlin gehören. Von Kreuzberg führt der Bildflug weiter nach Schöneberg und Wilmersdorf, wobei der Nollendorfplatz, Heinrich-von-Kleist-Park sowie etwas später die Kreuzung von Bundesallee und Hohenzollerndamm sehr gut auszumachen sind. Die Befliegung erstreckt sich weiter bis zum Bahnhof Westkreuz und Kurfürstendamm, zeigt den Halensee sowie das nördlich darüber liegende Gleisfeld des Bahnbetriebswerkes Grunewald. Es folgen Drachenberg, Teufelsberg und Teufelssee sowie etwas später der Stößensee bzw. die Havel, das Havel-Ufer nördlich von Gatow und die Rieselfelder auf der Karolinenhöhe. Der Flug endet kurz hinter der ehemaligen Staatsgrenze über der Seeburger Chaussee nördlich von Groß-Glienicke.
   
Korridor Nr. 12
57 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 347 MB
Der Luftkorridor Nr. 12 beginnt über Groß-Glienicke in Brandenburg und zeigt zu Beginn den im Jahre 1989 noch in Betrieb befindlichen Flugplatz Gatow bzw. Fliegerhorst Gatow im Berliner Bezirk Spandau. Von dort aus erstreckt sich die Befliegung über die Havel und den Grunewaldturm über den Bezirk Grunewald und Schmargendorf bis hin zum Hohenzollerndamm im Bezirk Wilmersdorf. Deutlich sind die Gleisanlagen am Bahnhof Innsbrucker Platz sowie das daneben liegende Autobahnkreuz Schöneberg zu erkennen. Nach dem Überfliegen des Bahnhofs Berliner Südkreuz folgt der Bezirk Tempelhof-Schöneberg und ein Flug über den im Jahre 1989 ebenso noch aktiven Flugplatz Tempelhof (Tempelhofer Feld).Die Befliegung zeigt im weiteren Verlauf Schillerkiez, Rollbergsiedlung, Neukölln, den Neuköllner Schiffahrtskanal sowie Plänterwald und endet in Höhe des Treptower Parks bzw. Spreeparks Berlin.
   
Korridor Nr. 13
58 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 380 MB
Der Luftkorridor Nr. 13 beginnt über dem Staatsgebiet der DDR über Groß-Glienicke in Brandenburg bzw. über dem Groß Glienicker See und zeigt das südliche Rollfeld des im Jahre 1989 noch in Betrieb befindlichen Flugplatzes Gatow sowie den darunter angelegten Golfplatz. Von dort aus erstreckt sich die Befliegung über die Havel und den Grunewaldsee über den Bezirk Dahlem, später über das Rheingauviertel, wo die U-Bahn-Station Breitenbachplatz auszumachen ist. Deutlich sind ferner der Friedrich-Wilhelms-Platz (nördlich) und die S-Bahn-Station Feuerbachstraße im Bezirk Friedenau zu erkennen. Es folgen die Kolonie Sonnenbad, Tempelhof sowie das südliche Flugplatzgelände des Tempelhofer Flugfeldes. Die Befliegung erstreckt sich weiter über Neukölln bis hin zu den ehemaligen Grenzbefestigungsanlagen in Höhe der heutigen Späthstraße (Neue Späthstraße) und endet über der Sonnenallee bzw. Baumschulenweg und Spree in Ost-Berlin.
   
Korridor Nr. 14
61 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 409 MB
Der Luftkorridor Nr. 14 beginnt in Ost-Berlin über Späthsfelde und mündet kurz später vom Luftraum der DDR in den Luftraum der BRD bzw. West-Berlins. Dort sind die Hufeisensiedlung im Bezirk Neukölln, später die Laubenkolonien in Tempelhof, Mariendorf, Lankwitz, Steglitz, Villenkolonie Lichterfelde, Zehlendorf, der See „Krumme Lanke“, der nördliche Schlachtensee, die Badestelle „Große Steinlanke“ an der Havel sowie die Insel Schwanenwerder zu sehen. Die Befliegung erreicht schließlich Kladow sowie Groß Glienicke und endet über dem Sacrower See und Königswald.
   
Korridor Nr. 15
62 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 419 MB
Der Luftkorridor Nr. 15 beginnt über dem Staatsgebiet der DDR in Höhe von Sacrow sowie dem Sacrower See, kreuzt die Pfaueninsel in der Havel sowie den Großen Wannsee und erreich vorerst die S-Bahn-Station Nikolassee in Steglitz-Zehlendorf. Die Befliegung erstreckt sich weiter über den Mexikoplatz, Bahnhof Zehlendorf, Villenkolonie Lichterfelde und das Heizkraftwerk Lichterfeld am Teltow-Kanal. Danach folgen der S-Bahnhof Lichterfelde-Ost, Lankwitz, Rennbahn Berlin („Mariendorfer Traberpiste“), Britzer Garten, Bahnbetriebswerk Britz-Süd sowie Bezirk Neukölln im Norden bzw. Gropiusstadt im Süden. Der Bildflug erreicht über dem Teltow-Kanal in Höhe von Johannistal sowie Adlershof Ost-Berlin und endet kurz nach den Grenzbefestigungsanlagen über dem Gelände des Flugplatzes Johannisthal-Adlershof im Süden bzw. dem großen Betriebsbahnhof Schöneweide.
   
Korridor Nr. 16
70 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 487 MB
Der Luftkorridor Nr. 16 beginnt in Ost-Berlin über dem Teltow-Kanal, südlich von Johannistal sowie Adlershof bzw. über Altglienicke, und zeigt den Grenzverlauf bzw. Verlauf der Berliner Mauer entlang der Rudower Höhe. Ab da findet die Befliegung kurzzeitig wieder über West-Berlin statt, so dass der Bezirk Rudow und die Gropiusstadt zu sehen sind. Danach folgen die Grenzanlagen der ehemaligen DDR zwischen West-Berlin und Großziethen in Brandenburg. Anschließend sind wiederum Lichtenrade, Marienfelde und Lichterfeld in West-Berlin zu sehen. Es folgt Lichterfelde-Süd und abermals der Berliner Grenzstreifen östlich des Zehlendorfer Stichkanals. Insbesondere sind der Parkfriedhof Lichterfelde, der Heinrich-Laehr-Park sowie der Schweizerhofpark zwischen Zehlendorf und Schönow zu erkennen. Nach dem Flug über die Sachtlebenstraße folgt wieder die Grenze in Höhe des Buschgraben bzw. Buschgabensee. Die Befliegung folgt sodann dem Verlauf der Grenze zwischen Zehlendorf (nördlich) und Kleinmachnow (südlich) und erreicht das Autobahnkreuz Zehlendorf sowie den Grenzübergang der Transitstrecke in Dreilinden. Später folgen der Große Wannsee sowie der Kleine Wannsee und das S-Bahn-Werk Wannsee. Ebenso der Pohlesee, Stölpchensee, Funkturm Schäferberg sowie der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee. Der Bildflug zeigt schließlich die Havel zwischen Berlin und Brandenburg sowie insbesondere die Glienicker Brücke und endet über dem nördlichen Babelsberg und Potsdam.
   
Korridor Nr. 17
17 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 114 MB
Der Luftkorridor Nr. 17 beginnt über der nördlichen Vorstadt bzw. Berliner Vorstadt in Potsdam in Höhe des Tiefen Sees und der Glienicker Brücke und erstreckt sich über den Park Babelsberg, Klein-Glienicke, Griebnitz See, Stölpchensee sowie Pohlesee. Die Befliegung endet unmittelbar über dem Kontrollpunkt Dreilinden und der Teltowkanalbrücke über dem Staatsgebiet der DDR.
   
Korridor Nr. 22
5 Senkrechtaufnahmen, Format JPEG, Dateigröße 35 MB
Der Luftkorridor Nr. 22 beginnt über dem Engeldamm bzw. Bethaniendamm und zeigt den ehemaligen Grenzverlauf, kreuzt die Heinrich-Heine-Straße und endet über dem Checkpoint Charlie zwischen Kochstraße und Zimmerstraße bzw. entlang der Friedrichstraße.

Graphische Darstellung der Luftbild-Korridore
Zur besseren Orientierung eignet sich die Darstellung der 22 Luftbildstreifen, die über das Geoportal Berlin „FIS Broker“ verfügbar sind. Im nachstehenden Bild sind die einzelnen Korridore von Nr. 1 bis Nr. 22 durchnummeriert. So ist sehr zu erkennen, welche Stadtgebiete von Brandenburg, West-Berlin und Ost-Berlin im Jahre 1989 beflogen worden sind.

Graphische Darstellung der Luftbild-Korridore: Bildflug und Befliegung von Berlin im Jahre 1989

Quellen- und Urhebernachweis
Die Luftbilder stammen aus dem „FIS Broker“, Geoportal Berlin, und werden gemäß „Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0“ auf der Digitalen Luftfahrt-Bibliothek frei und kostenlos angeboten. Der Quellenvermerk lautet „Geoportal Berlin / Luftbilder 1989 / Maßstab 1:10.000“. Die Beschreibung der Befliegung wurde in Auszügen aus den Luftbildanalysen von Herrn Markus Lenz entnommen.

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